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Unter der neuen nationalen Norm für Elektrofahrräder benötigt Ninebot ein neues Drehbuch.

万点研究2026-07-27 10:46
Nach der Unabhängigkeit von Ninebot Electric steht das Unternehmen vor vielfältigen Herausforderungen in Bezug auf Rechtskonformität, Wettbewerb und Produktqualität.

Im Sommer 2026, bei brennender Sonneneinstrahlung, enthüllte CCTV die graue Industriekette von Elektrofahrzeugen, was der gesamten Branche einen eisigen Schock versetzte.

Am 19. Juli berichtete CCTV News, dass einige Händler auf dem Elektrofahrzeugmarkt in Taizhou zunächst Identitätsinformationen sammelten, um im Voraus Kennzeichen zu registrieren, dann übernormale Fahrzeuge herstellten, die diese Kennzeichen nutzten, und sie unter dem Namen „Gebrauchtfahrzeug mit 0 Kilometer“ verkauften. Die tatsächliche Höchstgeschwindigkeit überschritt die gesetzliche Obergrenze von 25 km/h bei weitem.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Berichts reagierte das Amt für Marktaufsicht von Peking schnell und initiierte spezielle Gespräche. Hauptmarken für Elektrofahrzeuge wie Ninebot, Yadea, Aima und Niu wurden mit den harten Anforderungen „zwei Umsetzungen, fünf Verbote“ konfrontiert. In der Vergangenheit schoben die Fahrzeughersteller die Unregelmäßigkeiten auf das individuelle Verhalten der Händler. Jetzt zwingt die Aufsicht die Unternehmen, die Kanalverwaltung zu verstärken, und die Branche tritt in eine Phase der umfassenden Compliance-Regulierung ein.

Marktanalysen zufolge sind die Auswirkungen dieser Branchen-Compliance-Welle auf Ninebot, dessen Kernverkaufsargument die Intelligenz ist und dessen Umbau von Filialen viel Aufmerksamkeit erregt, nicht zu vernachlässigen. Mit dem Verschwinden der grauen Gewinne der Branche ist es zu einer zentralen Aufgabe für das Unternehmen geworden, ein Gleichgewicht zwischen technologischer Innovation, Compliance-Kontrolle und Marktgröße zu finden.

Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen nur ein halbes Jahr vor dem Ausbruch der Branchenwelle einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Am 23. Januar 2026 gab Ninebot offiziell bekannt, dass die kumulierte Auslieferungsmenge auf dem chinesischen Markt 10 Millionen Einheiten überschritten hat. Die Hochphase ist noch nicht vorbei, aber unter der Oberfläche brodeln bereits Probleme. Die Transformationsschmerzen dieses jungen Giganten rücken nun ins Rampenlicht.

Wohin geht Ninebot nach dem Verlassen des Schatten von Xiaomi?

Der Aufstieg von Ninebot ist eine Geschichte der präzisen differenzierten Durchbrüche.

2014 erhielt Ninebot eine Serie-A-Investition von über 80 Millionen US-Dollar von Fonds wie Xiaomi, HSG und Shunwei und wurde offiziell Mitglied des Xiaomi-Ökosystems. Gestützt auf die Vertriebskanäle und die Lieferkette von Xiaomi erschloss das Unternehmen mit seinen Produkten schnell den Markt.

Laut dem Prospekt beliefen sich die verbundenen Verkaufsumsätze des Unternehmens mit Xiaomi in den Jahren 2017 bis 2019 auf 1,019 Milliarden Yuan, 2,434 Milliarden Yuan bzw. 2,400 Milliarden Yuan, was 73,76 %, 57,31 % bzw. 52,33 % des Umsatzes in der jeweiligen Periode entsprach. Der Anteil der verbundenen Transaktionen lag jeweils über 50 %, was das Ausmaß der Abhängigkeit deutlich zeigt.

Doch Glück und Unglück liegen nah beieinander. Der Fluch des „Preis-Leistungs-Verhältnisses“ des Xiaomi-Ökosystems verfolgte das Unternehmen ständig. Im gleichen Zeitraum lag die Bruttomarge der Produkte, die Ninebot über die Xiaomi-Kanäle verkaufte, bei 22,46 %, 20,79 % bzw. 15,11 % und sank Jahr für Jahr. Der Schatten des „Preiskämpfers“ wurde immer schwerer.

Da die Gewinnautonomie von anderen abhing, wollte Ninebot die Abhängigkeit nicht loswerden – es fehlte ihm damals jedoch an Mitteln. Obwohl das Geschäft mit Self-Balance-Fahrrädern und Scootern weltweit die Spitzenposition einnahm, war die Kategorie nach oben begrenzt. Zusätzlich stiegen die Kosten der Lieferkette ständig, sodass die negativen Auswirkungen der Xiaomi-Abhängigkeit immer stärker wurden.

Der Wendepunkt kam mit der Erschließung eines neuen Marktsegments. Ende 2019 brachte Ninebot angesichts der starken Position traditioneller Giganten wie Yadea und Aima sein erstes intelligentes Elektrofahrzeug auf den Markt, das auf den mittel- und hochpreisigen intelligenten Markt über 4000 Yuan abzielte. Im August 2022 gab das Unternehmen bekannt, dass die Auslieferungsmenge von elektrischen Zweirädern 1 Million Einheiten überschritten hat. Es brauchte nur 3 Jahre, um offiziell in den „Verein der Millionen-Einheiten-Unternehmen“ einzutreten.

Wan Dian Research zufolge gelang Ninebot der Durchbruch mit hochwertigen Produkten dank Funktionen wie schlüsselloser Entriegelung, APP-Fahrsteuerung und sensorgesteuerter Entriegelung. Diese heute alltäglichen Funktionen trafen damals genau die Nachfrage der jungen Verbrauchergruppen der Generationen nach 1985, 1990 und sogar 2000 nach „technologischen Trendspielzeugen“. In Kombination mit der Werbung durch beliebte Stars wie Jackson Yee baute das Unternehmen erfolgreich eine „intelligente“ Wettbewerbsbarriere auf und erzielte damit beträchtliche Marktprämien.

Gao Lufeng, Vorsitzender von Ninebot, sagte einst: „Die Elektrofahrzeugbranche steckt noch im Zeitalter der Funktionstelefone. Wir werden sie mit Intelligenz neu definieren.“ Diese neue Wachstumskurve wurde schnell zum Rückgrat des Unternehmens und verschaffte ihm die Mittel, die Abhängigkeit von Xiaomi loszuwerden.

Laut Finanzberichten sank der Anteil der Verkaufseinnahmen von Xiaomi im Jahr 2023 auf 4,3 %, während der Anteil des Verkaufs über eigene Marken und Kanäle bis zu 95,7 % betrug. Im Jahr 2024 listete das Unternehmen in seinen Finanzberichten den „Umsatz aus dem Vertrieb von kundenspezifischen Xiaomi-Produkten“ nicht mehr separat auf. Mit anderen Worten: Ohne den Boom des Zweiradgeschäfts wäre die unabhängige Entwicklung von Ninebot wahrscheinlich viel langsamer und schwieriger verlaufen.

Aber die geschäftliche Unabhängigkeit und der Ausstieg von Kapitalgebern sind zwei Seiten einer Medaille. Während Ninebot diesen erfolgreichen Wandel vollzog, zogen sich institutionelle Investoren wie Xiaomi kontinuierlich zurück.

Laut Wind-Daten veräußerten HSGs Sequoia und Xiaomi Groups PeopleBetter von November 2021 bis Juni 2022 bereits Anteile im Wert von 2,38 Milliarden Yuan. Im Dezember 2024 lag der Anteil von Xiaomi nach dem Verkauf über zentralisierte Auktionen und Blockgeschäfte unter 5 %, sodass es nicht mehr zu den wichtigsten Aktionären des Unternehmens zählt.

Laut Wind-Daten zeigen die neuesten von Ninebot am 18. Juni 2026 veröffentlichten Aktionärsdaten, dass der Anteil des Fonds People Better Limited unter der Xiaomi-Gruppe nur noch 3,27 % beträgt.

Der Rückzug der Aktionäre ist ein Beweis für die erfolgreiche Unabhängigkeit von Ninebot, aber auch ein klares Signal: Die Ära der externen Kapitalzufuhr ist vorbei. Von nun an muss das Unternehmen durch eigene Gewinne überleben. Noch wichtiger ist, dass diese zweite Wachstumskurve, die die Flagge der Unabhängigkeit trägt, mit der Zeit zunehmend auf vielfältige Herausforderungen stößt.

Nach dem Durchbruch steht der Vorreiter der Intelligenz vor einer „Geschwindigkeitsverlust“-Krise

In der Geschäftswelt gibt es keine dauerhafte Wettbewerbsbarriere. Für Ninebot ist die Geschichte der betrieblichen Unabhängigkeit nur die erste Halbzeit. Als sich die Branchenstruktur allmählich veränderte, stellte das Unternehmen plötzlich fest, dass die von ihm aufgebaute intelligente Wettbewerbsbarriere von Konkurrenten schnell eingeebnet wird.

Als Erstes ist das Etikett der Intelligenz betroffen. Seit 2025 hat mit dem Boom der künstlichen Intelligenz auch der Trend der physischen KI die Branche der Elektrofahrzeuge erfasst. Der Wettbewerb in der Branche wird verbraucherorientiert, und Intelligenz wird zum zentralen Wettbewerbsfeld.

Derzeit können traditionelle Giganten wie Yadea und Aima dank ihres großen Einkaufsvolumens und ihres Produktionssystems Funktionen wie schlüsselloses Starten, APP-Verbindung und Fernortung schnell und kostengünstig auf alle Fahrzeugmodelle ausweiten. Yadea hat in seinen hochwertigen Modellen das TCS-Traktionskontrollsystem eingeführt und es mit großen KI-Modellen kombiniert, um die intelligente Erfahrung zu übertreffen.

Unter dem Trend der gleichmäßigen Verteilung von Intelligenz haben Yadea und Aima grundlegende intelligente Funktionen in die gängige Preisklasse von 2000 bis 3000 Yuan eingebaut. Die Intelligenz der Elektromobilität ist kein Kampf zwischen Marken, sondern ein Kampf um die breite Öffentlichkeit.

Für die meisten Verbraucher, die bei dem Kauf von Fahrzeugen vor allem auf Compliance und Praktikabilität Wert legen, sind die Produkte traditioneller Marken, die „ausreichen und günstig sind“, zweifellos attraktiver. Wenn grundlegende Intelligenz zum Standard wird, verliert das zentrale Verkaufsargument der intelligenten Produkte von Ninebot an Bedeutung. Seine Wettbewerbsbarriere wandelt sich von technischen Hürden zu ersten Vorteilen – und diese sind im Preiskampf äußerst anfällig.

Der Wettbewerbsdruck kommt von außen, während die politischen Auswirkungen den Rhythmus von innen stören. 2026 tritt der neue nationale Standard für Elektrofahrzeuge offiziell in Kraft. Obergrenzen für Höchstgeschwindigkeit, Gesamtgewicht des Fahrzeugs und Motorleistung werden festgelegt. Bei der großen Umstrukturierung der Branche stehen die Marken nicht mehr nur vor einem einfachen Wettbewerb um Compliance-Kosten und Produktqualität, sondern vor einem umfassenden Wettbewerb in der gesamten Kette aus Forschung und Entwicklung, Lieferkette, Vertrieb und Service.

Die Folgen dieser doppelten Belastung spiegeln sich direkt in den Finanzberichten des Unternehmens wider. Laut Finanzberichten sank der Umsatz von Ninebot im vierten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um 56,55 % auf 2,888 Milliarden Yuan. Der Nettogewinn betrug -29,0315 Millionen Yuan, was der erste Quartalsverlust seit 2021 war.

Zu dem Quartalsverlust im vierten Quartal erklärte Ninebot, dass die konformen Modelle der Fz-Serie erst am 22. Dezember offiziell auf den Markt kamen. Die durch die Umstellung auf den neuen nationalen Standard verursachte Produktlücke offenbarte die Schwäche des Unternehmens bei der Anpassung an politische Änderungen. Während traditionelle Marken dank ihrer vorbereiteten vollständigen Produktpalette den Übergang reibungslos meisterten, wurde der Rhythmus von Ninebot durch den neuen Standard gestört.

Im ersten Quartal 2026 blieb der Druck auf Ninebot hoch. Im Berichtszeitraum belief sich der Umsatz des Unternehmens auf 5,870 Milliarden Yuan, wobei das Wachstum im Jahresvergleich auf 14,82 % sank. Der Nettogewinn betrug 203 Millionen Yuan – obwohl er im Vergleich zum vierten Quartal verbesserte sich, sank er im Jahresvergleich um 55,42 %. Darüber hinaus belief sich der Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit auf -477 Millionen Yuan, was einem Rückgang von 130 % im Jahresvergleich entspricht.

Wenn Intelligenz nicht mehr als differenzierendes Verkaufsargument dient, werden Vertrieb und Service zum letzten entscheidenden Wettbewerbsfeld. Im April 2026 gab Ninebot in einer Investorenbesprechung bekannt, dass das Unternehmen plant, im laufenden Jahr 3000 neue Filialen zu eröffnen und 1000 Filialen zu renovieren, um die Abdeckung der Endverbraucher zu beschleunigen. Hinter diesem ehrgeizigen Plan verbirgt sich jedoch ein nicht zu vernachlässigender Abstand zur Größe der Offline-Filialen der führenden Unternehmen:

Laut offiziellen Angaben von Yadea verfügt das Unternehmen bis Mai 2026 über mehr als 40.000 Endverkaufsfilialen weltweit. In China wird das Ziel „drei Filialen pro Kreis, eine Filiale pro Gemeinde“ erreicht, wobei die Abdeckung der ländlichen Filialen über 95 % liegt. Aima verfügt über mehr als 30.000 spezielle Filialen im ganzen Land, die hauptsächlich Städte auf Kreisebene und höher abdecken. Die Dichte in Städten der dritten und vierten Ebene ist nur geringer als die von Yadea.

Im Vergleich dazu beträgt die Anzahl der Filialen von Ninebot Mitte 2026 etwa 10.000 bis 13.000 (einschließlich der geplanten Neueröffnungen). Sie konzentrieren sich auf die Kernbereiche von Städten der ersten, zweiten und starken dritten Ebene, wobei die Abdeckung in Kreisen und Gemeinden sehr gering ist. Die Filialen positionieren sich als integrierte Zentren für „Erlebnis + Service“ und zielen auf junge Verbraucher ab, die neue Produkte ausprobieren möchten.

Für Ninebot bleibt die Größe seiner Filialen auch dann weniger als ein Drittel von Yadea und die Hälfte von Aima, wenn das jährliche Ziel von 3000 neuen Filialen wie geplant erreicht wird. Der Abstand zu den Filialgrößen führender Marken ist nach wie vor groß. In der chinesischen Elektrofahrzeugbranche, bei der der Offline-Vertrieb im Mittelpunkt steht, bedeutet der Unterschied in der Vertriebsdichte direkt einen Unterschied in der Fähigkeit, Verbraucher zu erreichen, und im After-Sales-Service-System.

Der im Juni 13 veröffentlichte „Weiße Buch zur Entwicklung der chinesischen Branche für elektrische Zweiräder 2026“ zeigt, dass der gesellschaftliche Bestand an elektrischen Zweirädern in China 450 Millionen Einheiten überschritten hat. Der Markt ist offiziell von der expansiven Wachstumsphase in die Phase des Bestandsaustauschs übergegangen. Daten von AVC bestätigen diesen Trend weiter: Im ersten Halbjahr 2026 sank der Absatz auf dem chinesischen Markt für elektrische Zweiräder im Jahresvergleich um 12,6 %.

In diesem Marktumfeld ist Ninebot nach wie vor stark von den direkt betriebenen Erlebnisgeschäften und der Präsenz in den Kernbereichen von Städten der ersten und zweiten Ebene abhängig. Vor dem Hintergrund des allgemein zugänglichen intelligenten Services, der gleichmäßigen Funktionen und der Rückkehr der Verbraucherpräferenzen zu „ausreichend, bequem und sorgenfrei“ kann dieser Unterschied in der Vertriebsdichte und der Erreichbarkeit des After-Sales-Services nicht leicht durch ein ein- oder zweijähriges Expansionsprogramm ausgeglichen werden.

Die Wettbewerbsbarriere schwindet, der Vertrieb steht unter Druck. Für Ninebot kommt die entscheidendste Frage aus dem Produkt selbst: Wenn Intelligenz nicht mehr ein seltenes Verkaufsargument ist und der neue nationale Standard für Compliance die früheren Gewinne durch Umbauten beseitigt, was bleibt dann noch als Grundlage für die hohen Marktprämien der Marke?

Vom Trend zum Scheidepunkt: „Produktorientierung“ steht vor Qualitätsstreitigkeiten

Für ein Unternehmen, das an die „Produktorientierung“ glaubt, kann nichts die Grundlagen stärker erschüttern als außer Kontrolle geratene Qualität.

Die Vertrauenslücke der Verbraucher in die Produkte von Ninebot breitet sich durch zahlreiche Nutzerbeschwerden aus. Auf der Beschwerdeplattform von Heima häufen sich die Beschwerden über Ninebot-Elektrofahrzeuge ständig.

Bis zum 25. Juli hat die kumulierte Anzahl der Beschwerden auf der Heima-Plattform 6479 erreicht. Davon gab es in den letzten 30 Tagen 517 neue Beschwerden, 416 wurden beantwortet und nur 28 wurden abgeschlossen.