Für 299 Yuan habe ich eine Mini-Version des iPhone 17 Pro gekauft – sogar die Nachahmungshandys unterstützen jetzt KI?
Lei hat eine etwas ungesunde kleine Leidenschaft: Er stöbert gerne auf Xianyu herum. Nicht dass er ständig auf Schnäppchenjagd geht, sondern diese Plattform ist einfach unglaublich spannend. Man weiß nie, was als Nächstes auftaucht – ob ein Android-Flaggschiff von vor zehn Jahren, ein Prototyp, den selbst Mitarbeiter des Herstellers kaum erkennen würden, oder ein seltsames Ding, bei dem man nur staunen kann: „Die menschliche Lieferkette ist wirklich großartig.“
Kürzlich stieß Lei auf ein sehr absurdes kleines Handy.
(Bildquelle: Xianyu)
Dieses Ding heißt IP17 Pro Mini und sieht aus wie eine verkleinerte Version des iPhone 17 Pro. Es hat ein dreifarbiges Metallgehäuse, einen 4,5-Zoll-Bildschirm, und auf der Produktseite steht etwas von großem Arbeitsspeicher, großem Speicherplatz und einem intelligenten KI-System. Der Preis liegt bei nur 299 Yuan – man sieht sofort, dass hier etwas im Busch ist.
Apple stellt keine Mini-Modelle mehr her – und die Nachahmermarken erfüllen den Traum der Kleinbildschirm-Fans zuerst?
Als er daran dachte, konnte Lei Tech nicht widerstehen und kaufte eines. Heute zeigen wir euch, ob dieses kleine iPhone aus Huaqiangbei ein Wunderwerk für Kleinbildschirm-Liebhaber oder bloßer Elektronikmüll ist.
Das Design ist extrem nachgeahmt – selbst Apple wäre beeindruckt?
Als Lei das IP17 Pro Mini zum ersten Mal in der Hand hielt, war sein erster Gedanke: Nicht schlecht, da ist tatsächlich etwas dahinter.
Ihr wisst sicher, dass Apples Trendfarbe im letzten Jahr Orange war. Das Gehäuse dieses Geräts ahmt den orangefarbenen Metallstil des iPhone 17 Pro sehr eifrig nach. Auf der Rückseite befindet sich eine große Kameramodul-Platte, und es gibt sogar eine Verbindung aus zwei verschiedenen Materialien.
(Bildquelle: Lei Tech)
Auf den ersten Blick ähnelt es dem Original-iPhone 17 Pro nicht hundertprozentig, aber zu siebzig Prozent schon.
Und es ist so klein, wirklich winzig. Ein 4,5-Zoll-Gerät in der Hand wirkt viel angenehmer als die heutigen „Ziegelsteine“ mit 6,7 oder 6,9 Zoll – die DNA von Kleinbildschirm-Liebhabern gerät da sofort in Schwingung.
Aber dieser gute Eindruck hält nur, solange man es aus der Ferne betrachtet.
(Bildquelle: Lei Tech)
Wenn man etwas näher herangeht, sieht man überall Spuren von halbherziger Verarbeitung.
Das Metallgehäuse besteht aus mehreren verschiedenen Metallteilen, die zusammengesetzt sind. Die Ränder des Bildschirms sind so dick, dass man fast ein Flugzeug darauf landen lassen könnte. Sobald das LCD-Panel aufleuchtet, wirkt das Bild grau, kalt und nicht hell genug – und man wird direkt vom iPhone 17 Pro zurück zu einem Android-Ersatzgerät von vor zehn Jahren versetzt.
Das auffälligste Problem ist wohl die einzelne Frontkamera.
Das wäre noch nicht einmal so schlimm – aber um das Design des iPhones nachzuahmen, hat das Gerät dieser einzelnen Kamera ein „falsches Dynamic Island“ verpasst, das sich nicht einmal in den Einstellungen ausschalten lässt. Das raubt dem ohnehin kleinen Bildschirmplatz massiv Raum.
(Bildquelle: Lei Tech)
Auf der Rückseite ist es noch lustiger: Das Dreifachkameramodul sieht auf den ersten Blick beeindruckend aus, aber wenn man es im Licht betrachtet, merkt man, dass in den oberen beiden Linsen überhaupt keine Sensoren stecken. Diese beiden dienen nur der Optik – es handelt sich also um ein Design mit einer echten und zwei falschen Kameras.
Aber ehrlich gesagt hat dieses Design eine sehr nostalgische Anmutung.
(Bildquelle: Lei Tech)
Denn genau so haben es die Nachahmermarken damals gemacht: Sie haben vier Löcher gebohrt, statt eines, und riesige Linsenkragen angebracht, statt Platz zu lassen. Selbst im Jahr 2026 ist diese uralte Handwerkskunst nicht verloren gegangen – wenn sie noch ein paar Löcher mehr bohrten, könnten sie fast die „Vollendung der Neun“ erreichen.
Das größte Verkaufsargument ist natürlich der kleine Bildschirm.
Heutzutage bieten große Hersteller kaum noch Kleinbildschirm-Handys an – weil der Bildschirm klein ist, der Akku klein ist, der Innenraum begrenzt ist und die Anpassung von Apps kompliziert ist. Vor allem, nachdem die iPhone-Mini-Reihe eingestellt wurde, gibt es für Kleinbildschirm-Fans kaum noch Optionen bei seriösen Geräten. Dass dieses Produkt auftaucht, zeigt irgendwie, dass es tatsächlich noch eine kleine Nachfrage gibt: „Ich will einfach ein kleines Handy“.
Leider ist die Verarbeitung extrem schlampig, und das relativ dicke Gehäuse vermittelt überhaupt kein Gefühl von Hochwertigkeit – es reicht gerade, um Kleinbildschirm-Liebhabern ein bisschen Spaß zu bereiten.
Beim Einschalten fliegt die Masche auf: Die Spezifikationen sind gefälscht – und es gibt sogar KI
Das Design kann das Auge noch täuschen – aber sobald das System startet, wird es sofort unterhaltsam.
Dieses IP17 Pro Mini läuft mit FreemeOS von Zhuoyi Tech – ja, genau das Unternehmen hinter Zhuoyitong, das ist ihr altes Kerngeschäft.
Das System basiert auf einem angepassten Android, aber die Oberfläche will offensichtlich an iOS angelehnt sein. Icons, Layout und Kontrollzentrum bemühen sich um einen „Apple-Charakter“ – aber dieser Charakter ist nicht der von Apple selbst, sondern eher der Stil, den man an Folierständen vor Handyläden in Kleinstädten findet.
(Bildquelle: Lei Tech)
Es gibt Animationen, aber sie sind nicht flüssig genug, und die Berührung reagiert nicht ganz präzise.
Über den Bildschirm zu wischen, die Einstellungen zu öffnen oder zwischen Apps zu wechseln funktioniert alles – es ist nicht so langsam, dass es unbenutzbar wäre, und es ist sogar besser als ich erwartet hatte.
Aber in den „Über dieses Gerät“-Einstellungen gibt es viele Tricks, über die man sprechen kann.
Auf der Produktseite des Händlers steht es schön geschrieben: Helio G85 Prozessor, 8 GB + 256 GB Speicher. Das ist zwar nicht herausragend, aber wenn man bedenkt, dass das neue REDMI 17C genau diese Spezifikationen hat und mindestens doppelt so teuer ist, wirkt dieses Gerät plötzlich sehr preiswert – oder?
Falsch gedacht.
Wie sollen solche Nachahmermarken jemals echte Spezifikationen angeben? Mit einem einfachen Check merkt man: Der Prozessor ist nicht der angegebene G85, sondern ein P65 – also das bekannte MT6768V. Der Speicher ist auch nicht 8+256, sondern eher 4+64.
(Bildquelle: Lei Tech)
Diese Leistung entspricht ungefähr dem Snapdragon 636 von vor neun Jahren.
Natürlich: Wenn du mit dem Handy nur Anrufe annimmst, Bestätigungscodes empfängst, QR-Codes scannst, WeChat im Hintergrund laufen lässt und ab und zu ein paar kurze Videos anschaust – dann reicht es gerade so für den Alltag.
Obwohl es nur 4G unterstützt, ist die Netzabdeckung in China derzeit ausreichend. Während meiner mehrtägigen Nutzung hatte ich keine Probleme mit dem Signal. Solange man nicht zu viele Apps im Hintergrund offen lässt und nicht erwartet, dass Apps sofort starten – und wenn man wie ich die Hintergrundbeschränkungen in den Entwickleroptionen einstellt – erfüllt es die grundlegenden Anforderungen an ein Ersatzgerät.
Aber wenn du es wie ein normales Handy im Alltag nutzt, funktioniert es nicht.
Die Nutzungsszenarien normaler Nutzer sind heute sehr anspruchsvoll: WeChat, Alipay, Douyin und Bilibili – keine davon ist ressourcensparend, und die meisten laufen ständig im Hintergrund. Dieses IP17 Pro Mini damit zu belasten, ist wie wenn ein Grundschüler an einem Marathon für Erwachsene teilnimmt – der Wille ist lobenswert, aber das Ergebnis ist schwer zu bewerten.
In der Praxis: Nachdem man drei Apps nacheinander geöffnet hat, läuft Kuaishou schon kaum mehr flüssig.
(Bildquelle: Lei Tech)
Bei Spielen braucht man sich keine großen Hoffnungen zu machen.
Mit dem 4,5-Zoll-Bildschirm und der einfachen Hardware ist es eine Qual, beliebte Mobile-Spiele zu spielen. Der Bildschirm ist klein, die Tasten sind gedrängt, und die Leistung reicht nicht für komplexe Szenen – es ist einfach quälend.
In der Praxis läuft „Honor of Kings“ gerade so auf hohen Einstellungen mit 60 Bildern pro Sekunde – aber die Wahrscheinlichkeit von Fehleingaben ist extrem hoch, was ziemlich nervig ist.
(Bildquelle: Lei Tech)
Offiziell wird ein 5000-mAh-Akku angegeben – aber in der Praxis sind es nur 2300 mAh. Sogar im Standby-Modus entlädt sich der Akku sehr schnell, er hält kaum einen vollen Tag. Beim Spielen verbraucht „Honor of Kings“ in 30 Minuten 22 % der Akkukapazität – nach maximal zweieinhalb Stunden ist er leer.
Wenn der Akku leer ist, muss man ihn mit einem klassischen 5V-1A-Ladegerät aufladen – das dauert ungefähr zwei Stunden.
Was die Kamera angeht: Die hintere Linse reicht gerade so zum Fotografieren. Tagsüber QR-Codes scannen oder Paketaufkleber abfotografieren funktioniert ohne Probleme.
Aber wenn du Nachtaufnahmen, Porträts, Telefotos oder Weitwinkelbilder machen willst, überforderst du das Gerät. Sogar Szenen in der Dämmerung mit hohem Kontrast sind eine Herausforderung für es.