Die Eröffnung steht bevor: Mehrere neue Produkte im Bereich Embodied Intelligence und KI-Infrastruktur werden auf der WAIC 2026 vorgestellt.
Am 17. Juli wird die Welt-KI-Konferenz 2026 (WAIC 2026) gleichzeitig an vier Standorten in Shanghai – dem Shanghai World Expo, Zhangjiang und West Bund – eröffnet. Unter dem Motto „Intelligente Partner, gemeinsam die Zukunft gestalten“ nehmen in diesem Jahr über 200 Unternehmen mit ihren Errungenschaften an der Ausstellung teil.
Nach unvollständigen Statistiken werden während der WAIC zahlreiche neue Produkte im Bereich der Hardware und Software für Embodied Intelligence vorgestellt, die Innovationen von Kernkomponenten bis hin zu vollständigen Anwendungen abdecken. Gleichzeitig replizieren viele Unternehmen direkt reale Einsatzszenarien und demonstrieren Stabilität und Zuverlässigkeit durch ununterbrochenen Betrieb vor Ort. Offensichtlich bevorzugen diese Unternehmen praktische Demonstrationen mit echten Geräten, um ihre Fähigkeiten zu beweisen, anstatt nur auf PPTs und Videos zu setzen.
1. Honor: Von digitalen Bildschirmen zur Embodied Intelligence
Honor nimmt erstmals an der WAIC teil. Das Unternehmen präsentiert das Honor Robot Phone – das erste Endgerät, das auf dem neu entwickelten Betriebssystem Agentic OS basiert – und stellt der Öffentlichkeit erstmals umfassend ein „lebensechtes“ Erlebnis mit natürlicher Interaktion vor. Das Gerät demonstriert vor Ort seine Fähigkeiten in den Bereichen Umgebungswahrnehmung, dynamische Planung, autonome Entscheidungsfindung und Aufgabenausführung.
Darüber hinaus veranstaltet Honor das Nebenforum „Von digitalen Bildschirmen zur Embodied Intelligence – ein neues Paradigma für die physische Welt“, um die Entwicklungsrichtung des nächsten Generation-Betriebssystems Agentic OS sowie die praktische Umsetzung des Embodied-Interaktionsparadigmas des Robot Phones zu erörtern.
(Bildquelle: Honor)
Die Idee, das Smartphone als Träger für Embodied Intelligence zu nutzen, ist durchaus neuartig. Honores Konzept lautet offenbar: Anstatt Nutzer über eine Smartphone-App Roboter fernsteuern zu lassen, soll das Smartphone selbst zu einem Embodied-Intelligence-Endgerät werden. Wenn dieser Ansatz funktioniert, könnte die Schwelle für die breite Einführung von Embodied Intelligence auf Endgeräten erheblich gesenkt werden.
2. Fourier Intelligence: „Embodied Home“ und die gesamte GR-Produktreihe werden vorgestellt
Fourier Intelligence demonstriert umfassend die vollständige technische Demo für Embodied Intelligence im Bereich der häuslichen Begleitdienste – genannt „Embodied Home“. Gleichzeitig werden drei neue Produkte vorgestellt: der zweirädrige Roboter mit zwei Armen GRW, der kleine zweibeinige humanoide Roboter GR Mini sowie der desktop-taugliche Roboter GR Nano.
(Bildquelle: Fourier Intelligence)
Der Kernfortschritt von „Embodied Home“ liegt darin, dass es nicht nur eine einfache sprachgesteuerte Navigation bietet, sondern ein „semantisches Aufgabenausführungszentrum“ für humanoide Roboter darstellt. Herkömmliche Dienstroboter können nur einzelne Anweisungen wie „Gehe zu Position A und greife Objekt B“ ausführen, wobei alle Aufgabenpfade manuell vordefiniert werden müssen. Das System von „Embodied Home“ hingegen verbindet die gesamte Kette aus Verständnis natürlicher Sprache, semantischer Szenenwahrnehmung, intelligenter Aufgabenplanung, Steuerungsausführung und Sicherheitskontrolle – sodass Roboter von „punktgenauer Bewegung“ zu „Verstehen und Ausführen von Aufgaben“ aufsteigen.
Beispielsweise muss bei herkömmlichen Systemen ein Mensch dem Roboter sagen: „Gehe zur Küchentheke, nimm das Wasserglas und bringe es auf den Wohnzimmertisch“. Bei „Embodied Home“ reicht die Anweisung „Ich habe Durst“ aus – der Roboter erledigt den gesamten Ablauf selbstständig und stellt das Wasser neben Sie.
Wenn diese Fähigkeit ausgereift ist, könnte sie die Rolle von Robotern im häuslichen Umfeld neu definieren: von einem Werkzeug, das präzise programmiert werden muss, zu einem echten Partner, der die Bedürfnisse der Nutzer versteht.
3. Qiyuan T1: Der weltweit erste verformbare persönliche Roboter feiert Premiere
Shangwei New Materials stellt erstmals öffentlich den verbrauchertauglichen verformbaren Roboter Qiyuan T1 vor. Das Produkt nutzt die branchenweit einzigartige integrierte Transformer-Architektur für unterschiedliche Formen, sodass zwischen einem rad-gängigen humanoiden Modus und einem vierbeinigen Modus auf derselben mechanischen Basis automatisch gewechselt werden kann.
Einfach ausgedrückt löst der Qiyuan T1 ein sehr praktisches Problem: Heutige persönliche Roboter mit Rädern sind schnell, schaffen aber keine Schwellen. Beinige Roboter können Treppen steigen, bewegen sich aber auf ebenem Boden langsam und energieintensiv. Der Qiyuan T1 trifft keine Auswahl zwischen diesen Optionen, sondern kombiniert beide Ansätze: Auf ebenem Boden sorgt der rad-gängige humanoide Modus für schnelle Bewegung, Verfolgung und Interaktion – bei Hindernissen, Treppen oder unebenem Gelände wechselt er in den vierbeinigen Modus, um diese zu überwinden. Ein Gerät, zwei Einsatzmöglichkeiten – zumindest aus Produktsicht versucht es, das Problem zu lösen, dass Verbraucherroboter lange Zeit an einen einzigen Bewegungsmodus gebunden waren.
4. StepStar: Die Step-Produktreihe und 6 Roboter bauen gemeinsam eine Große Mauer aus Bausteinen
Die Ausstellung von StepStar auf dieser Konferenz deckt umfassend Kernfähigkeiten wie Cloud-Computing, Endgeräte, multimodales Verstehen und Generierung ab. Dazu gehören auch das weltweit erste agenten-native Betriebssystem Step AOS sowie das agenten-basierte Smartphone STEPX Neo, das erstmals öffentlich vorgestellt wird. STEPX Neo wurde zudem mit dem Titel „Highlights der Ausstellung“ der diesjährigen WAIC ausgezeichnet.
Darüber hinaus startet StepStar gemeinsam mit ForceBot eine Extrem-Herausforderung: 6 Roboter arbeiten 15 Stunden lang zusammen, um eine Große Mauer aus über 80.000 Bausteinen zu errichten. Dies ist nicht nur ein Ausdauertest, sondern eine Extrembelastung für die Fähigkeiten zur Koordination mehrerer Agenten, Aufgabenzerlegung und selbstständigen Fehlerbehebung – da jede Verzögerung oder jeder Fehler in einem einzelnen Schritt das gesamte Projekt zum Stillstand bringen könnte.
5. Kepler Robotics: Die K3 Bumblebee-Serie und das Fahrerlebnis mit dem Hochlast-Kylin-Roboter
Kepler Robotics präsentiert die brandneue K3 Bumblebee-Serie und stellt erstmals öffentlich den Kylin-Roboter vor. Vor Ort wird den Besuchern voraussichtlich das Fahrerlebnis mit dem Hochlast-Kylin-Roboter ermöglicht – wobei das menschliche Gewicht direkt die Stabilität von Struktur, Gelenken und Steuerungssystem des Roboters unter hoher Belastung prüft.
(Bildquelle: Kepler Robotics)
Bisher beschränkten sich die Demonstrationen humanoider Roboter meist auf leichte Aufgaben wie Gehen oder Tanzen – doch industrielle Anforderungen gehen weit darüber hinaus: In Fabriken, Lagerhäusern, Energieanlagen und bei speziellen Einsätzen müssen Roboter langfristig Material transportieren, Werkzeuge bedienen und dauerhafte Belastungen aushalten. Indem Kepler Robotics die Hochlastfähigkeit als Kernmerkmal hervorhebt, zieht das Unternehmen möglicherweise eine klare Grenze: Ein Roboter, der Menschen tragen kann, hat die Schwelle für industrielle Anwendungen wirklich überschritten.
6. Ant Lingbo: Vollständige Technologie 2.0 für das allgemeine Embodied-Intelligence-Gehirn
Ant Lingbo, ein Tochterunternehmen von Ant Group, präsentiert die vollständige Technologie 2.0 für das allgemeine Embodied-Intelligence-Gehirn. Dazu gehört auch die Modellreihe Lingbot, die das räumliche Wahrnehmungsmodell Lingbot-Depth, Lingbot-Map, das Embodied-Basismodell Lingbot-VLA, das Video-Aktions-Weltmodell Lingbot-VA sowie das Weltmodell Lingbot-World abdeckt.
Alle diese Modelle verfolgen dasselbe Ziel: Das gleiche Embodied-Gehirn soll sich auf unterschiedliche Roboterplattformen und in verschiedenen Szenarien einsetzen lassen – ohne dass für jeden Robotertyp ein völlig unabhängiges System neu trainiert werden muss. Vor Ort hat Ant Lingbo ein intelligentes Roboter-Apothekenmodell nachgebaut und demonstriert den Besuchern, wie Roboter unterschiedlicher Bauart nach einer Bestellung durch Nutzer den gesamten Ablauf von der Auftragsannahme über die Medikamentenentnahme bis zur Lieferung gemeinsam erledigen.
Wenn dieses Konzept „Ein Gehirn für viele Roboter“ funktioniert, könnten Modellanbieter zu einer Art „Betriebssystem“ werden, das verschiedene Roboterhardware-Plattformen miteinander verbindet.
7. Zhongqing Robotics: Embodied Intelligence erreicht ländliche Gebiete und Kleinstädte
Laut Informationen wird Zhongqing Robotics die vollständig selbst entwickelte Lösung für humanoide Roboter vor Ort vorstellen. Das Unternehmen bringt Spitzentechnologie für Embodied Intelligence in breitere Bevölkerungsschichten und deckt die gesamte Bandbreite landwirtschaftlicher Produktion, ländlicher Instandhaltung und Tourismusdienstleistungen ab – um ein neues Muster für digitale ländliche Gebiete mit Zusammenarbeit von Mensch und Roboter zu schaffen.
Tatsächlich konzentrieren sich die aktuellen Diskussionen über humanoide Roboter meist auf städtische Industriebetriebe und kommerzielle Dienstleistungen – der Markt in Kleinstädten und ländlichen Gebieten wurde lange vernachlässigt. Indem Zhongqing Robotics seine Ziele auf Szenarien wie landwirtschaftliche Ernte, ländliche Inspektionen und Touristeninformationen in Sehenswürdigkeiten richtet, beweist das Unternehmen möglicherweise: Humanoide Roboter müssen nicht nur in Fabriken und Ausstellungshallen verbleiben – auch der weite Markt außerhalb der Städte könnte sie dringend benötigen.
8. Qianxun Intelligence: Embodied-Intelligence-Lösung für landwirtschaftliche Szenarien
Auch Qianxun Intelligence stellt eine Embodied-Intelligence-Lösung für die landwirtschaftliche Produktion vor und erweitert die Einsatzmöglichkeiten von Robotern auf die Felder. Die landwirtschaftliche Umgebung ist weit komplexer als Labore und Ausstellungshallen – beispielsweise durch wechselnde Lichtverhältnisse, unebenes Gelände und unterschiedliche Pflanzenformen. Dies stellt für die Wahrnehmungs- und Anpassungsfähigkeit von Robotern eine weitaus anspruchsvollere Herausforderung dar als in Fabriken. Die Demonstration von Qianxun Intelligence könnte beweisen, dass Embodied Intelligence auch „im Freien“ zuverlässig funktioniert.
9. Critical Point: Die geschickte Hand OmniHand 3 Ultra-M
Critical Point präsentiert die OmniHand 3 Ultra-M und stellt gleichzeitig die Modelle OmniHand 3, OmniHand 3 Lite sowie OmniPicker 3 vor.
(Bildquelle: Critical Point)
Die OmniHand 3 Ultra-M verfügt über 20 aktive Freiheitsgrade, wiegt etwa 630 Gramm und ist an den Fingerspitzen mit miniaturisierten visuellen Tastsensoren ausgestattet – die Auflösung der Normalkraft erreicht 0,005 N, und die Handfläche weist über 300 dreidimensionale Tastpunkte auf. Das bedeutet: Die geschickte Hand führt nicht nur Anweisungen aus, die von einem Roboterarm übermittelt werden, sondern erfasst in Echtzeit Kontakt, Druck und Verformung von Objekten. Bei präzisen Montagearbeiten und der Handhabung weicher Objekte hilft das Feedback von Tastdaten dem Roboter, zu beurteilen, ob der Griff stabil ist – und bei gleitenden Objekten oder ungewöhnlicher Belastung kann er seine Bewegungen umgehend anpassen. Man kann sagen: Der Wettbewerb um geschickte Hände wandert von der Frage „Wie viele Finger kann ich bewegen?“ hin zu „Wie fein kann ich Tastsinn wahrnehmen?“.
10. Vertiv: Vollständig integrierte physische Infrastruktur zur Unterstützung von KI-Rechenleistung
Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an KI-Rechenleistung wandelt sich die Branche: Der Wettbewerb bewegt sich von reinen Geräteleistungen hin zu umfassenderen, integrierten Systemfähigkeiten. Auf der diesjährigen WAIC gestaltet Vertiv einen 200 Quadratmeter großen immersiven Ausstellungsbereich – mit dem Kernkonzept „vollständig integrierte physische Infrastruktur“. Das Unternehmen präsentiert Innovationen in Bereichen wie Stromversorgung und -verteilung, Wärmemanagement, intelligente Instandhaltung und Dienstleistungsbetrieb, um das vollständige Leistungsspektrum zur Unterstützung der Entwicklung von KI-Rechenleistung darzustellen.
11. Moore Threads: Die „Cloud-Edge-Endgerät“-Gesamtreihe für intelligente Rechenleistung wird vorgestellt
Das Motto von Moore Threads in diesem Jahr lautet „Alles wird intelligent im Zeitalter der Token“. Das Unternehmen präsentiert die gesamte Produktreihe für intelligente Rechenleistung in allen Szenarien – kombiniert aus Cloud-Rechenleistung, Edge-Rechenleistung und Endgeräten – sowie fortschrittliche Lösungen. Erstmals