Gerüchte über ein Börsengang in den USA tauchen wieder auf, Samsung weist sie umgehend zurück
Samsung Electronics prüft erneut die Möglichkeit, auf dem US-Kapitalmarkt tätig zu werden.
Am 14. Juli berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise, dass Samsung Electronics erste Gespräche mit mehreren Investmentbanken über eine mögliche Emission von American Depositary Receipts (ADR) geführt hat. Die entsprechenden Diskussionen befinden sich jedoch noch in einem frühen Prüfungsstadium. Das Unternehmen hat noch nicht entschieden, ob es die Transaktion vorantreiben wird, und ist auch noch nicht in wesentliche Schritte wie die Auswahl von Konsortialbanken eingetreten.
SK Hynix hat zuvor einen US-Börsengang im Umfang von 26,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und damit den Rekord für den größten IPO eines ausländischen Unternehmens in den USA aufgestellt. Dies zeigt, dass die Finanzierungsattraktivität der Kernunternehmen der industriellen KI-Wertschöpfungskette nach wie vor stark ist. Dennoch muss Samsung mehrere Faktoren abwägen, darunter die Kursschwankungen im Speicherchip-Segment, die komplexe Geschäftsstruktur sowie künftige Veränderungen bei Angebot und Nachfrage in der Branche.
Rekord-IPO von SK Hynix veranlasst Samsung, die Prüfung wieder aufzunehmen
Der Bericht beruft sich auf informierte Kreise, wonach Samsung in der Vergangenheit mehrfach die Machbarkeit der Emission von ADR untersucht hat, diese jedoch nie endgültig umgesetzt wurden. Diesmal wurde die erneute Prüfung maßgeblich durch den erfolgreichen Börsengang von SK Hynix vorangetrieben.
Als zwei der weltweit größten Hersteller von Speicherchips profitieren sowohl Samsung als auch SK Hynix direkt vom Boom der Investitionen in die KI-Infrastruktur. Der Rekord-IPO von SK Hynix hat nicht nur den Rekord für den größten Börsengang eines ausländischen Unternehmens in den USA gebrochen, sondern auch erneut die Nachfrage der globalen Kapitalmärkte nach Anlagen in Kernunternehmen der KI-Lieferkette bestätigt – auch wenn die Debatte über eine zu hohe Bewertung von KI-Vermögenswerten am Markt fortbesteht.
In diesem Jahr ist der Aktienkurs von Samsung um insgesamt etwa 105 % gestiegen; der Aktienkurs von SK Hynix stieg im gleichen Zeitraum um etwa 183 %. Dennoch betonen informierte Kreise, dass sich die internen Diskussionen bei Samsung derzeit noch im Stadium der Machbarkeitsprüfung befinden. Es wurde noch nicht entschieden, ob die Emission gestartet wird, und es wurde auch kein konkretes Transaktionsschema festgelegt.
Vielfältige Geschäftsstruktur erhöht die Schwierigkeiten beim Börsengang
Im Vergleich zu SK Hynix steht Samsung bei einem Börsengang in den USA vor deutlich größeren Herausforderungen.
Dem Bericht zufolge deckt das Geschäft von Samsung mehrere Bereiche ab, darunter Speicherchips, Logikchips, Smartphones, Unterhaltungselektronik und Anzeigepanels. Die Geschäftsstruktur ist weitaus komplexer als die von SK Hynix, das sich auf das Speichergeschäft konzentriert. Dies wird die Schwierigkeiten für Investoren bei der Bewertung und bei der Gestaltung der Transaktionsstruktur erhöhen.
Darüber hinaus können die wiederholten Arbeitskonflikte des Unternehmens in den letzten Jahren ebenfalls zu einem Risikofaktor werden, auf den Investoren achten.
Auf der anderen Seite ist der Aktienkurs von Samsung bereits stark gestiegen, und der Markt hat hohe Erwartungen an die Verbesserung seiner Rentabilität. Dies bedeutet, dass die Schwierigkeit, künftig die Erwartungen der Investoren zu übertreffen, ebenfalls zunimmt. Dies zeigte sich bereits nach dem jüngsten Finanzbericht. Obwohl die von Samsung veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse insgesamt besser als die Markterwartungen ausfielen, gab der Aktienkurs des Unternehmens anschließend deutlich nach. Dies spiegelt wider, dass die Bewertung im aktuellen KI-Chip-Segment hoch ist und die Marktstimmung relativ empfindlich ist.
Im Zuge des KI-Expansionsbooms wird das Angebotsrisiko zu einer neuen Variablen
Neben dem Umfeld des Kapitalmarkts sind Veränderungen bei Angebot und Nachfrage in der Branche ebenfalls wichtige Faktoren, die Samsung berücksichtigen muss.
Da die KI-Nachfrage weiter wächst, beschleunigen die globalen Speicherhersteller ihre Kapazitätserweiterungen. Im vergangenen Monat kündigten die Samsung Group und die SK Group jeweils den Bau von zwei neuen Chipherstellungsanlagen an. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt zusammen etwa 800 Billionen Won (ca. 5.360 Milliarden US-Dollar), um die Kapazität für fortschrittliche Chips weiter auszubauen.
Gleichzeitig hat die südkoreanische Regierung einen KI-Infrastrukturinvestitionsplan im Gesamtumfang von 550 Billionen Won vorgestellt. Gemeinsam mit Unternehmen wie Naver soll bis 2029 eine KI-Datenzentrumskapazität von 8,4 GW aufgebaut werden.
Dennoch bedeutet die kontinuierliche Erweiterung der Kapazitäten, dass das Angebot an Speicherchips künftig schrittweise zunehmen könnte. Sobald sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder entspannt, könnten Chippreise und Margen unter Druck geraten. Dies wird ebenfalls die Marktbewertung von Speicherchip-Unternehmen beeinflussen und zu einem wichtigen Überlegungsfaktor für Samsung werden, ob und wann es die ADR-Emission vorantreiben wird.
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Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Offiziellen Konto "Wall Street CN", Autor: Li Jia, veröffentlicht mit Genehmigung von 36Kr.