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36Kr Exklusiv | Ehemaliger Algorithmen-Ingenieur für autonomes Fahren bei Bosch gründet Startup, um haptische Large Language Models mit synthetischen Daten zu entwickeln

欧雪2026-07-14 09:38
Die Lücke im "Gehirn" von Robotern mit "synthetischen Daten + taktilem Modell" schließen.

Handschuhe mit Tastsensorik (Quelle des Bildes: Unternehmen)

Dieser Text umfasst etwa 2400 Wörter, die empfohlene Lesezeit beträgt 6 Minuten

Autor | Xue OU

Redaktion | Silai YUAN

Laut Hard Krypton hat das Raumintelligenz-Unternehmen „Dayan Technology“ kürzlich eine Angel-Finanzierung in Höhe von mehreren zehn Millionen Yuan abgeschlossen. Die Runde wurde von Songhe Qingzhan angeführt, an der sich staatlich unterstützte Einrichtungen wie die Finanzholding der Provinz Zhejiang und der Innovationsfonds von Panyu in Guangzhou beteiligten. Die Mittel werden hauptsächlich für die Entwicklung von großen Tastmodellen, den Aufbau von Roboter-Datenproduktionslinien und die Erweiterung des Teams verwendet.

„Dayan Technology“ wurde im Mai 2025 in Tongxiang, Zhejiang, gegründet. Es ist ein Raumintelligenz-Unternehmen, das sich auf 4D-Weltrekonstruktion, Weltmodelle und Technologien für kontrollierbare Diffusionsmodelle spezialisiert.

Gründer und CEO Yang Lin hat einen Doktortitel in Informatik von der Nationalen Universität Singapur und arbeitete 7–8 Jahre lang in Unternehmen wie Sagitar, Corechi, BYD und Bosch Suzhou an Algorithmen für autonomes Fahren. Darüber hinaus stammt die Kerntechnologie des Unternehmens aus der über 20-jährigen Erfahrung des Teams von Akademiker Abdulmotaleb El Saddik – Chefwissenschaftler, Mitglied der UN-Akademie der Wissenschaften und Mitglied der Kanadischen Akademie der Ingenieurwissenschaften – im Bereich digitaler Zwillinge und taktiler Interaktion.

Yang Lin sagte gegenüber Hard Krypton, er habe beobachtet, dass die Nachfrage auf dem Datenmarkt zuvor hauptsächlich auf synthetische Daten für Autos ausgerichtet war, aber seit 2025 die Bestellungen für Roboterdaten drastisch zugenommen haben.

„Die Datenmengen für Autos sind nicht gestiegen, sie sind sogar leicht gesunken. Da der Wettbewerb um die Roboterhardware immer härter wird, beginnen die Unternehmen, sich auf das Gehirn der Roboter zu konzentrieren – und der Engpass für dieses Gehirn sind die Daten“, erklärte Yang Lin.

Derzeit hat „Dayan Technology“ drei Produktlinien aufgebaut:

Erstens das Geschäft mit synthetischen Daten: Es konzentriert sich auf synthetische Daten und kombiniert dies mit der Erfassung von „heteroskopischen“ Daten aus der Egoperspektive, um das Training für autonomes Fahren und Roboter zu unterstützen. Die Kostenvorteile sind besonders ausgeprägt: Die herkömmliche manuelle Beschriftung eines Einzelbildes kann mehr als zehn Yuan kosten, während die synthetischen Daten von Dayan nur wenige Cent kosten, mit einer Bruttomarge von über 60 %.

Zweitens die taktilen Datenerfassungsgeräte: Das Unternehmen hat den ersten taktilen Handschuh mit haptischer Interaktion in China, „Shadow Gauntlet“, sowie ein Headset selbst entwickelt. Er verfügt über 29 Array-Einheiten, 1015 taktile Kontaktpunkte und eine maximale Antwortfrequenz von 300 Hz, sodass gleichzeitig die Haltung der menschlichen Hand und das taktile Feedback erfasst werden können.

Headset-Gerät (Quelle des Bildes: Unternehmen)

Drittens das große taktile Modell: Dies ist das Endziel des Unternehmens, das voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres veröffentlicht wird. Dieses Modell arbeitet mit multimodalen Eingaben, fügt physikalische Einschränkungen im latenten Raum hinzu und gibt die Kraftrichtung, die Größe und die optimale Haltung beim Greifen von Objekten aus. Derzeit gibt es in China kein vergleichbares öffentlich zugängliches Produkt.

Nach nur etwa einem Jahr seit der Gründung hat „Dayan Technology“ bereits eine kommerzielle Umsetzung erreicht. Im ersten Quartal dieses Jahres überschritt der Umsatz des Unternehmens zehn Millionen Yuan, und es kooperiert mit mehreren führenden Roboterunternehmen. Es wird erwartet, dass das erste kundenspezifische Projekt für ein „Gehirn“ verkörperter Intelligenz bis Ende des Jahres ausgeliefert wird.

Darüber hinaus ist die internationale Expansion ein zentraler Plan des Unternehmens für das nächste Jahr. Das Unternehmen plant, von Ende 2025 bis Anfang 2026 eine Tochtergesellschaft in Saudi-Arabien zu gründen, um Hardware und Daten international zu vertreiben. Gleichzeitig schließt das Unternehmen nicht aus, nach der Reifung des großen taktilen Modells in nachgelagerte Bereiche vorzudringen und zu versuchen, ein differenziertes „Roboter-Gehirn“ zu entwickeln.

Im Folgenden finden Sie einen Auszug aus dem Interview von Hard Krypton mit Yang Lin (redigiert):

Hard Krypton: Was ist derzeit der größte technische Engpass in der Roboterdatenbranche? Wie gehen Sie damit um?

Yang Lin: Derzeit gibt es zwei Hauptengpässe. Der erste ist die Effizienz – die Kapazität des Datenrads kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten. Die Iterationseffizienz der Modelle für autonomes Fahren in China liegt deutlich hinter der von Tesla zurück. Der zweite ist die Genauigkeit – die Kunden verlangten zunächst nur die Haltung des Oberkörpers, jetzt verlangen sie die des gesamten Körpers, und es muss sogar die Extraktion der Beinhaltung unter verdeckten Bedingungen gelöst werden. Rein visuelle Verfahren können das Problem der verdeckten Hand nicht lösen, daher müssen taktile Daten hinzugefügt werden.

Jedes einzelne Modul für sich hat ausgereifte Technologien, aber wenn alle zusammen integriert werden und effizient funktionieren sollen, steigt die Komplexität geometrisch an. Unser Ansatz folgt zwei Wegen: Erstens synthetische Daten kombiniert mit heteroskopischer Erfassung, um schnell eine große Menge gültiger Daten zu extrem niedrigen Kosten zu erzeugen. Zweitens die selbst entwickelte taktile Datenerfassungsausrüstung, die direkt auf Hardwareebene taktile Informationen von den verdeckten Bereichen erhält – ein Ansatz, der in der Branche sehr selten ist.

Hard Krypton: Ihre Kosten für die heteroskopische Erfassung sind viel niedriger als die für die Erfassung mit echten Geräten. Wie funktioniert dieses Geschäftsmodell erfolgreich?

Yang Lin: Unsere konkrete Vorgehensweise besteht darin, mit Szenen wie unbemannten Supermärkten und Vorratslagern zusammenzuarbeiten. Die Mitarbeiter tragen unsere Headsets und Handschuhe während ihrer normalen Arbeitszeit, erhalten eine tägliche Vergütung von 100 Yuan und wir erhalten 8 Stunden lang kontinuierliche Daten. Natürlich sind diese 8 Stunden nicht alle direkt nutzbar. Nach der Verarbeitung in unserer Datenproduktionslinie bleiben möglicherweise nur die Hälfte oder weniger übrig. Trotzdem sind die Kosten um eine Größenordnung niedriger als bei der Erfassung mit echten Geräten.

Warum ist die Erfassung mit echten Geräten teuer? Man muss spezielle Aufnahmestudios bauen, die Räume in kleine Zellen unterteilen, sodass Roboter dort wiederholt dieselben Aufgaben ausführen. Die Kosten betragen täglich Tausende oder sogar Zehntausende Yuan, und der Anteil gültiger Daten ist nicht hoch.

Unsere Logik lautet: Da Roboter letztendlich wie Menschen arbeiten sollen, erfassen wir direkt Daten von Menschen und übertragen sie auf Roboter. Obwohl es einige Abweichungen gibt, können die großen Mengen an menschlichen Daten diese Fehler ausgleichen. Darüber hinaus wird unsere Datenproduktionslinie ständig optimiert, sodass die Verlustquote kontinuierlich sinkt.

Hard Krypton: Wie hoch ist die technische Hürde bei Ihren taktilen Handschuhen und Headsets? Könnten andere sie leicht nachahmen?

Yang Lin: Sagen wir es so: Die Integration von taktilem Feedback und der Erfassung der Haltung des Handskeletts in einem einzigen Handschuh gibt es derzeit auf dem Markt nicht. Dies umfasst eine Reihe technischer Probleme wie Sensordesign, Leitungsführung, Vermeidung von Übersprechen und Störungsschutz – keines davon ist einfach. Die Hardware-Hürde für den Handschuh selbst ist nicht niedrig, und wir haben mehrere Patente für die Kernkomponenten angemeldet.

Entscheidender ist aber die Kombination aus Software und Hardware. Unsere Geräte dienen dem großen taktilen Modell: Die erfassten Datenformate, Kalibrierungsverfahren und Vorverarbeitungsabläufe sind eng mit dem Training des Modells verknüpft. Selbst wenn jemand unseren Handschuh zerlegt und identische Hardware nachbaut, hat er nicht die nachgelagerten Modelle und Algorithmen – dadurch verliert das Gerät einen Großteil seines Werts. Umgekehrt hängt das Training unseres Modells davon ab, dass diese Geräte kontinuierlich hochwertige Daten liefern. Das ist ein geschlossener Kreislauf aus Hardware und Software, der nicht auf einer einzigen Ebene kopiert werden kann.

Standpunkt des Investors:

Yan Yang von Songhe erklärte: Dayan Technology ist ein Raumintelligenz-Unternehmen, das sich auf Technologien und Anwendungen für 4D-Weltrekonstruktion, Weltmodelle und kontrollierbare Diffusionsmodelle spezialisiert. Es bietet hochwertige synthetische Daten und hochpräzise virtuelle Trainingsumgebungen für Bereiche wie autonomes Fahren, verkörperte Intelligenz und digitale Zwillinge.

Wertpunkt 1 – Seltenheit des Teams: Das Team ist insgesamt relativ jung. Die Kernmitglieder verfügen alle über 5–10 Jahre Erfahrung in der Forschung und Entwicklung im Bereich autonomes Fahren und KI. Sie ergänzen sich fachlich in Kernbereichen wie Algorithmen, Wahrnehmung und Entscheidungssystemen sowie in Produkt- und Marktkompetenz, haben lange zusammengearbeitet und sind hoch kohäsiv.

Wertpunkt 2 – Großes Marktpotenzial: Der Markt für Datensynthese wächst rasant. In China betrug das Marktvolumen 2024 2,1 Milliarden Yuan, und es wird erwartet, dass es 2030 23 Milliarden Yuan erreicht. Der Markt für Roboter mit verkörperter Intelligenz gilt in der Branche als nächster Billionen-Yuan-Markt nach dem autonomen Fahren.

Wertpunkt 3 – Hohe Seltenheit des Projekts: Die raumintelligenz-basierte Lösung des Unternehmens auf Weltmodellbasis ermöglicht die präzise Wahrnehmung, Modellierung und Entscheidungsfindung für komplexe Umgebungen. Es gibt nur wenige Startups in China, die in diesem Bereich tätig sind.

Wertpunkt 4 – Produkte wurden von Kunden validiert: Die Produkte sind aus dem Labor auf den Markt gelangt, haben die Prüfung durch Kunden und die Anerkennung der Branche erhalten. Das Geschäftsmodell wurde vorläufig validiert und bildet eine solide Grundlage für die großflächige kommerzielle Umsetzung.

Wertpunkt 5 – Das taktile Weltmodell füllt eine Lücke in China: Gestützt auf die führende Position und den Einfluss von Akademiker Abdulmotaleb El Saddik im Bereich der weltweiten taktilen Technologie geht das Unternehmen über das Geschäft mit verkörperten Daten hinaus und verfügt über die Fähigkeit, die Modellentwicklung umzusetzen.