Im ersten Halbjahr hat sich das Gesamttransaktionsvolumen des nationalen Marktes für gerichtliche Versteigerungen erholt, während der Preisdruck anhält.
Von Januar bis Juni 2026 wurden auf dem nationalen Markt für gerichtliche Versteigerungen von Immobilien insgesamt rund 463.000 Objekte zur Versteigerung ausgeschrieben, davon wurden etwa 103.000 erfolgreich abgeschlossen – mit einem Gesamttransaktionsvolumen von rund 151,5 Milliarden Yuan. Der Markt zeichnet sich insgesamt durch ein Muster aus „steigendem Volumen bei fallenden Preisen und struktureller Differenzierung“ aus.
Betrachtet man die Veränderungen im Gesamtvolumen, weist der Markt für gerichtliche Versteigerungen im ersten Halbjahr 2026 folgende Merkmale auf:
Stetiger Anstieg der zur Versteigerung ausgeschriebenen Objekte: Die Zahl der landesweit zur Versteigerung angebotenen Immobilien stieg im ersten Halbjahr um rund 23,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2025 (ca. 376.000 Objekte), was zeigt, dass die Nachfrage nach der Veräußerung von Vermögenswerten in der Phase der wirtschaftlichen Strukturanpassung weiter anhält.
Leichte Belebung des Transaktionsvolumens: Im ersten Halbjahr wurden rund 103.000 Objekte abgeschlossen, ein Anstieg von rund 29,8 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 (ca. 79.000 Objekte). Die Liquidationsrate lag bei etwa 22,2 % und stieg damit um rund 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Transaktionsvolumen erholte sich synchron, aber Preise stehen unter Druck: Das Gesamttransaktionsvolumen belief sich auf rund 151,5 Milliarden Yuan, ein Plus von 17,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Transaktionspreis von gerichtlich versteigerten Wohnimmobilien lag bei rund 8.165 Yuan pro Quadratmeter, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2025 – was den allgemeinen Trend des Preisdrucks auf dem Markt für gerichtliche Versteigerungen fortsetzt.
Analyse der Transaktionsstruktur nach Immobilientypen
Wohnimmobilien aus gerichtlichen Versteigerungen bleiben das absolute Hauptsegment des Marktes: Ihr Anteil am gesamten Transaktionsvolumen beträgt rund 71 % nach Objektzahl und rund 53 % nach Transaktionswert. Der durchschnittliche Transaktionspreis von Wohnimmobilien sank gegenüber 2025 weiter, was das deutliche Merkmal des „Volumenswachstums durch Preisnachlässe“ bei gerichtlich versteigerten Wohnimmobilien widerspiegelt. Die Transaktionen von gewerblichen Immobilien aus gerichtlichen Versteigerungen blieben schwach, mit einer Liquidationsrate von nur 15,6 % – der Markt steht unter hohem Druck bei der Veräußerung von Beständen.
Differenziertes Verhalten von gerichtlich versteigerten Wohnimmobilien in Städten unterschiedlicher Entwicklungsstufen
Im ersten Halbjahr 2026 zeigte der Markt für gerichtlich versteigerte Wohnimmobilien in Städten unterschiedlicher Hierarchieebenen ein differenziertes Muster: „Stabilität in Erststädten, Erholung in Zweitstädten und hohes Transaktionsvolumen in Dritt- und Viertstädten“.
In den Erststädten (Peking, Shanghai, Guangzhou, Shenzhen) lag der durchschnittliche Transaktionspreis von gerichtlich versteigerten Wohnimmobilien bei 33.369 Yuan pro Quadratmeter, die Liquidationsrate erreichte 60,9 % – deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Darunter lag die Liquidationsrate in Peking bei rund 51,3 %, in Shanghai bei rund 76 % – hochwertige Immobilien in zentralen Lagen bleiben stark nachgefragt.
In Zweitstädten betrug der durchschnittliche Transaktionspreis rund 8.494 Yuan pro Quadratmeter, die Liquidationsrate 43,1 %. Städte wie Hangzhou, Chengdu und Chongqing zeigten eine aktive Entwicklung: Hangzhou erreichte eine Liquidationsrate von über 69,6 % und einen durchschnittlichen Transaktionspreis von rund 18.222 Yuan pro Quadratmeter – Spitzenwerte unter den Zweitstädten.
In Dritt- und Viertstädten stand das „hohe Transaktionsvolumen“ im Vordergrund: Der durchschnittliche Preis lag bei rund 4.896 Yuan pro Quadratmeter, die Liquidationsrate bei rund 29,7 % – mit erheblichem Abwärtsdruck auf die Preise.
Rangfolge der Transaktionsvolumina nach Provinzen und Städten
Im ersten Halbjahr 2026 zeigte das Transaktionsvolumen auf dem Markt für gerichtliche Versteigerungen ein Muster: „Guangdong, Zhejiang und Jiangsu führen das Feld an, Peking und Shanghai weisen hohe Durchschnittspreise auf“:
Guangdong führt das Land weiterhin mit einem Transaktionsvolumen von 27,8 Milliarden Yuan an und weist die höchste Aktivität bei gerichtlichen Versteigerungen auf. Zhejiang liegt mit einer Liquidationsrate von 48,4 % unter den Spitzenwerten aller Provinzen, wobei Städte wie Hangzhou und Wenzhou besonders hervorstechen. Obwohl Peking und Shanghai nicht viele Transaktionsobjekte verzeichnen, liegen ihre durchschnittlichen Preise hoch – ihre Transaktionsvolumina belegen die Plätze 4 und 5.
Analyse der Versteigerungsphasen: Anteil der ersten Versteigerung steigt
Betrachtet man die Versteigerungsphasen der abgeschlossenen Objekte im ersten Halbjahr 2026: Rund 42.000 Objekte wurden in der ersten Versteigerung abgeschlossen, was rund 40,1 % des Gesamttransaktionsvolumens entspricht – ein Anstieg von rund 2,4 Prozentpunkten gegenüber 2025. Dies zeigt, dass der Anteil der Immobilien, die bereits in der ersten Versteigerungsphase erfolgreich verkauft werden, zugenommen hat. Rund 47.000 Objekte wurden in der zweiten Versteigerung abgeschlossen (rund 45,6 % des Volumens), was weiterhin die wichtigste Transaktionsphase darstellt.
Rund 12.000 Objekte wurden in der Wiederveräußerung oder in anderen Phasen abgeschlossen, was rund 11,6 % des Volumens ausmacht.
Der durchschnittliche Transaktionspreis in der ersten Versteigerung lag bei rund 6.913 Yuan pro Quadratmeter, in der zweiten Versteigerung bei rund 4.720 Yuan pro Quadratmeter – der Abschlag in der zweiten Versteigerung beträgt etwa 67 %. Käufer können in der zweiten Versteigerungsphase größere Preisvorteile erzielen.
Überblick über den Markt für gerichtlich versteigerte Wohnimmobilien in wichtigen Städten
Chongqing: Im ersten Halbjahr kamen rund 29.000 neue Versteigerungsobjekte hinzu, insgesamt standen rund 39.000 Immobilien zur Versteigerung, davon wurden rund 6.786 abgeschlossen – mit einer Liquidationsrate von rund 17,3 %, einem durchschnittlichen Transaktionspreis von rund 3.579 Yuan pro Quadratmeter und einem durchschnittlichen Preisabschlag von rund 56,6 %. Die Bezirke Yubei und Jiulongpo waren die wichtigsten Transaktionsgebiete.
Chengdu: Im ersten Halbjahr wurden rund 2.500 Immobilien aus gerichtlichen Versteigerungen abgeschlossen, mit einer Liquidationsrate von rund 13,7 %, einem durchschnittlichen Preis von rund 6.391 Yuan pro Quadratmeter und einem Preisabschlag von rund 76 %. Die Aktivität liegt weiterhin an der Spitze der Region Südwestchina.
Hangzhou: Im ersten Halbjahr wurden rund 2.130 Immobilien abgeschlossen, mit einer Liquidationsrate von rund 47,3 %, einem durchschnittlichen Preis von rund 9.845 Yuan pro Quadratmeter und einem Preisabschlag von rund 75 %. Die Liquidationsrate gehört zu den Spitzenwerten der wichtigsten Städte des Landes.
Peking: Im ersten Halbjahr wurden rund 1.547 Immobilien abgeschlossen, mit einer Liquidationsrate von rund 35 % und einem durchschnittlichen Preis von rund 29.802 Yuan pro Quadratmeter. Im Bezirk Chaoyang lag die Liquidationsrate über 45,5 % – hochwertige Vermögenswerte in zentralen Lagen weisen eine gute Liquidität auf.
Marktausblick
Im ersten Halbjahr 2026 wurde das politische Umfeld für den Markt für gerichtliche Versteigerungen von Immobilien weiter optimiert. Städte wie Zhongshan und Suzhou haben die detaillierten Regelungen für die Nutzung von Wohnbaukrediten (Gongjijin-Krediten) zum Kauf von gerichtlich versteigerten Immobilien klargestellt: Käufer dürfen diese Immobilien mit solchen Krediten erwerben, wobei Kreditbetrag, -quote und -laufzeit den Regeln für gebrauchte Wohnimmobilien folgen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen senkte die Hürden für Transaktionen von gerichtlichen Versteigerungsimmobilien deutlich und stärkte die Beteiligungsbereitschaft des Marktes.
Für das zweite Halbjahr 2026 wird der Markt für gerichtliche Versteigerungen voraussichtlich folgende Trends zeigen:
1. Hohes Gesamtvolumen bleibt erhalten: Angesichts der wirtschaftlichen Strukturanpassung und der gesteigerten Effizienz der gerichtlichen Vollstreckung wird das Angebot an Immobilien aus gerichtlichen Versteigerungen voraussichtlich stetig wachsen.
2. Preisdifferenzierung vertieft sich weiter: Die Preise für gerichtlich versteigerte Wohnimmobilien in den Kerngebieten der Erststädte bleiben stabil, während die Preise in Dritt- und Viertstädten weiter unter Abwärtsdruck stehen.
3. Politische Vorteile entfalten sich weiter: Maßnahmen wie die Nutzung von Wohnbaukrediten zum Erwerb von gerichtlichen Versteigerungsimmobilien werden voraussichtlich in weiteren Städten eingeführt und die Marktnachfrage weiter beleben.
4. Beteiligung professioneller Institutionen steigt: Mit zunehmender Standardisierung des Marktes werden mehr Finanzinstitute, Vermögensverwaltungsgesellschaften und professionelle Investoren aktiv am Markt für gerichtliche Versteigerungen teilnehmen.
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Offiziellen Konto „China Index Academy“, Autor: Zhongzhi Research, und wird von 36Kr mit Genehmigung veröffentlicht.