Mit einem Anteil von 35 % an neuen Produkten zeigen Kaffeemarken größere Entschlossenheit, in den Markt für Teegetränke einzudringen
„Erfrischend sauer mit anhaltender Süße wird zum wichtigsten Geschmacksprofil in dieser Hauptsaison“ – „Zucker- und Fettreduktion reichen nicht mehr aus, gesundheitliche Mehrwerte werden zum Mainstream“.
Auf dem gerade zu Ende gegangenen „Kamen 2026 Super Excellent Product Summit“ teilte Li Xiaofan, Chief Operating Officer von Kamen, ihre Erkenntnisse zu den Getränketrends der zweiten Jahreshälfte mit. Die Kernpunkte umfassen drei Richtungen – lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen. (Der folgende Text ist eine bearbeitete und gekürzte Version der Rede.)
Neuprodukteinführungen: Von der „Mengenjagd“ zur „stabilen Rhythmisierung“
In den letzten zehn Jahren haben wir kontinuierlich die Neuprodukteinführungen führender Marken verfolgt und daraus jährliche Produktberichte erstellt.
Im Jahr 2025 haben wir 2550 Produkte erfasst; im ersten Halbjahr 2026 beobachten wir weiterhin die Neuprodukteinführungen von 55 Marken, darunter 41 Teegetränkemarken und 14 Kaffeemarken.
Aus diesen Daten habe ich ein interessantes Phänomen entdeckt: Die Häufigkeit der Neuprodukteinführungen bei Teegetränken hat sich stabilisiert, und die Branche bewegt sich weg von der ausschließlichen Konzentration auf die Menge.
Im ersten Halbjahr haben 41 Teegetränkemarken durchschnittlich 22,5 neue Produkte auf den Markt gebracht – insgesamt wurden 924 Neuheiten erfasst. Im Vergleich zum durchschnittlichen Wert von 44,3 Neuprodukten pro Marke im gesamten Jahr 2025 ist der Rhythmus nahezu identisch.
Rückblickend auf die letzten zehn Jahre war 2022 der Höhepunkt der Neuprodukteinführungen: Jede Marke brachte im Durchschnitt 53 neue Produkte pro Jahr auf den Markt, was mehr als einem neuen Produkt pro Woche entspricht. Im Jahr 2024 sank diese Zahl sprunghaft auf nur 11,5. Seit 2025 hält sich die Anzahl der Neuprodukte jedoch in einem stabilen Bereich.
Was bedeutet das? Die Branche hat stillschweigend vereinbart, die ausschließliche Jagd nach mehr Neuheiten zu stoppen.
Dies bestätigt sich auch an den monatlichen Neuproduktedaten: Vergleicht man den Einführungsrhythmus von Januar bis Juni 2025 mit dem gleichen Zeitraum 2026, so ist dieser trotz geringfügiger Anpassungen im erfassten Markenportfolio nahezu identisch – in manchen Monaten unterscheiden sich die Zahlen nur im einstelligen Bereich.
Diese stillschweigende Übereinkunft unter den Wettbewerbern ist ein Zeichen für die allgemeine Reife des Teegetränkemarktes.
Vielleicht werden die rasanten Vermögensaufbau-Mythen der Vergangenheit kaum wiederkehren. Stattdessen werden kleine Optimierungen, sanfte Innovationen und punktuelle Individualisierung in der kommenden Zeit zum Mainstream.
Branchendtrends: Drei bemerkenswerte Signale
Im ersten Halbjahr haben mich viele Partner aus der Teegetränkebranche immer wieder gefragt: Was sind die aktuellen Trends? Ich möchte drei Kernrichtungen hervorheben: die Weiterentwicklung von Geschmacksprofilen, die Steigerung des Gesundheitswerts und die Verschmelzung von Tee und Kaffee.
1. Weiterentwicklung von Geschmacksprofilen: Aufstieg exotischer Früchte – erfrischend sauer mit anhaltender Süße wird zum Anker in der Hauptsaison
Jedes Jahr erfassen wir, welche Früchte von Teegetränkemarken verwendet werden. Im ersten Halbjahr sind Zitronen (Parfum-Zitrone), Erdbeeren, Kokosnüsse, Wassermelonen und Mangos nach wie vor die beliebtesten Sorten – aber exotischere Früchte wie die Kaktusfeige (Cili), die Bababa-Zitrusfrucht, Cranberries und die Rosenapfel (Syzygium) tauchen inzwischen immer häufiger auf.
Einige Fruchtarten verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Zuerst der Apfel. In den vergangenen Jahren wurde Apfel in Teegetränken kaum verwendet – aber in diesem Jahr erobert er sich dank günstiger Kosten und hoher Vielseitigkeit einen Spitzenplatz: Seine Verwendungshäufigkeit stieg sprunghaft an, sodass er es unter die Top 5 der am häufigsten genutzten Früchte im Jahr 2025 schaffte.
Zweitens die Guave: Diese Frucht aus Südchina, die viele Menschen im Norden Chinas früher nie probiert haben, wird inzwischen dank der Verbreitung moderner Teegetränke im ganzen Land angeboten – ihre Beliebtheit hält bis heute an.
Darüber hinaus erfreuen sich die Beeren-Serie, die reich an Anthocyanen ist, großer Beliebtheit: Neben bekannten Sorten wie Heidelbeeren und Erdbeeren tauchen exotischere Beeren wie Maqui-Beeren, Aronia-Beeren und Acai-Beeren zwischen 2025 und 2026 immer häufiger auf den Menüs moderner Teegetränke auf.
Eine weitere wichtige Veränderung bei den Geschmacksprofilen lautet: Die Nachfrage nach Süße ist weitgehend gedeckt – erfrischend sauer mit anhaltender Süße wird zum zentralen Geschmacksanker in dieser Hauptsaison.
Auf dem Entwicklerkonferenz im vergangenen Jahr habe ich bereits erwähnt, dass dieser Geschmack mit frischer, natürlicher Note sich auf den Menüs vieler Marken hervorragend bewährt hat. Damals haben wir uns gefragt: Wie lange wird dieser Trend anhalten?
In diesem Jahr stellen wir fest, dass dieses Geschmacksprofil zum Standard in der Hauptsaison geworden ist. Zutaten wie Sternfrucht, grüne Mango, Yuyao-Frucht, saure Papaya, Olive und Hibiskus wurden in diesem Frühjahr und Sommer sehr häufig verwendet.
2. Steigerung des Gesundheitswerts: Von „Reduktion“ zu „Hinzufügen“
Wir stellen fest: Die Ära der „gesundheitlichen Mehrwerte“ ist angebrochen.
Im Jahr 2025 enthielten 181 von 1859 neuen Produkten Gemüsebestandteile – das entspricht einem Anteil von 10 %. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die Beliebtheit von Obst und Gemüse leicht nachgelassen, aber Grünkohl ist nach wie vor das „beliebteste Gemüse“ in modernen Teegetränken.
Eine überraschende Entdeckung: Die Tomate, die im vergangenen Jahr kaum verwendet wurde, hat sich im ersten Halbjahr dieses Jahres bei mehreren Marken durchgesetzt – sie hat zu beliebten Trendprodukten geführt und wird in sozialen Medien intensiv diskutiert.
Das Konzept von Gesundheit entwickelt sich ständig weiter. Zum Beispiel Kombucha: Früher galt es als exotischer Geschmack, aber in diesem Jahr hat Heytea bereits entsprechende Produkte auf den Markt gebracht, die ebenfalls viel Aufmerksamkeit erregen.
Auch Kaffeemarken legen Wert auf Nährwert: Starbucks hat im ersten Halbjahr einen High-Protein-Latte auf den Markt gebracht – eine Tasse enthält 20 g Protein, sodass Berufstätige gleichzeitig wach bleiben und Nährstoffe aufnehmen können, ein klares Verkaufsargument.
Heutige Verbraucher verstehen die Rezepturen besser als je zuvor – manche lesen die Zutatenliste sogar genauer als Branchenkenner. Die einfache „Reduktion“ von Zucker und Fett reicht nicht mehr aus – in diesem Jahr ist es deutlich: Die Hinzufügung gesundheitlicher Vorteile zu Produkten ist zum Mainstream geworden.
3. Verschmelzung von Tee und Kaffee: Kaffeemarken zeigen größeren Ehrgeiz, in das Teegetränkegeschäft einzudringen
Wir haben lange darüber diskutiert, dass Teegetränkemarken Kaffee in ihr Sortiment aufnehmen – aber die Daten zeigen, dass Kaffeemarken noch stärker in das Teegetränkegeschäft einsteigen.
Im ersten Halbjahr 2026 machen Kaffeprodukte bei Teegetränkemarken 7,5 % des Sortiments aus. Bei den von uns erfassten 14 Kaffeemarken wurden im ersten Halbjahr insgesamt 325 Produkte auf den Markt gebracht – davon enthalten 114 Teebestandteile (z. B. Matcha, gerösteter Tee), was einem Anteil von 35 % entspricht.
Man erkennt deutlich den großen Ehrgeiz von Kaffeemarken, sich im Teegetränkemarkt zu etablieren. Mit der zunehmenden gegenseitigen Erschließung der Kategorien ist das Angebot mehrerer Produktgruppen bei Kettenmarken inzwischen zur Normalität geworden.
Das Regelwerk des nationalen Finales unseres diesjährigen Modernen Teegetränke-Wettbewerbs spiegelt diesen Trend wider: Ein zentrales Kernkonzept plus zwei kreative Produktideen.
Schlusswort
Nach diesen goldenen zehn Jahren habe ich bei jeder jährlichen Betrachtung der Produkte immer das Gefühl: Auch nach dieser goldenen Dekade ist die Getränkebranche voller Dynamik. Es ist eine Branche, die von Innovation angetrieben wird, die gute Produkte nicht enttäuscht und die „außergewöhnliche Exzellenz“ durch herausragende Produkte vermitteln kann.
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Offiziellen Konto „Kamen“ (ID: KamenClub), Autor: Kamen, veröffentlicht mit Genehmigung von 36Kr.