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Cyber-Partner mit einem Preis von einer Million: Wo steht die menschlich-robotische Liebe heute?

脑极体2026-07-08 09:19
Hinter dem Lärm ist die Kontroverse über Partnerroboter nie verstummt

Im Juni 2026 wurde das Internet von einem cybernetischen Liebhaber in zwei Hälften gerissen.

Auf der einen Seite herrschte ein Kaufrausch. Zehn Tage nach Beginn der Vorbestellung gingen bei „U-World“ U1, dem humanoiden Roboter von Ubtech, 4.000 Bestellungen mit Anzahlung ein. Die Anzahlungen überschritten 10 Millionen Yuan, und in nur zehn Tagen erreichte man das Marktvolumen des gesamten Vorjahres.

Auf der anderen Seite spaltete sich die öffentliche Meinung. Alleinlebende nannten dies ein „Wohlfahrt für Singles“; Soziologen befürchteten, dass hochpreisige cybernetische Partner den Raum für reale Beziehungen weiter verdrängen würden; Technik-Blogger hingegen entlarvten nüchtern die bestehenden technischen Mängel.

Während die Diskussion über humanoide Begleitroboter im Inland auf Hochtouren lief, brodelte es im Ausland bereits unter der Oberfläche. Das weltweit erste KI-Intimitätserlebniszentrum „Cybrothel“ in Berlin wurde von der Öffentlichkeit als „KI-Bordell“ bezeichnet – es verlangte fast 800 Yuan pro Stunde, und über 90 % der Kunden waren verheiratete Männer. In Nordamerika und Europa haben mehrere Online-KI-Liebhaber-Programme Millionen von Nutzern; einige veranstalten sogar Online-Hochzeiten für ihre virtuellen KI-Partner.

Von virtuellen Liebhabern, mit denen man auf dem Handy chatten kann, über physische humanoide Begleitroboter im Wert von Hunderttausenden Yuan bis hin zu kommerziell betriebenen KI-Intimitätsräumen – die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird immer komplexer und manifestiert sich in geschichteten, vielfältigen und widersprüchlichen Formen in der Realität.

Doch hinter dem Trubel halten die Kontroversen über Partnerroboter nie an. Wie steht es um die tatsächliche technische Leistungsfähigkeit der heutigen cybernetischen Liebhaber? Welche Folgen hätte es, wenn man seine intimsten Gefühle einer KI anvertraut?

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Eine Million Yuan für einen Liebhaber, der nie wegläuft

Am 2. Juni 2026 startete U-World, die Verbrauchermarke von Ubtech, gleichzeitig auf JD.com und Tmall die Vorbestellung der humanoiden Roboter der U1-Serie. Das männliche Modell ist 1,83 Meter groß, trägt einen schmalen Anzug und eine Goldrandbrille – Nutzer nannten es „Präsidenten-Typ“. Das weibliche Modell ist 1,68 Meter groß, das Make-up kann individuell angepasst werden. In den Demo-Videos schminkte ein Make-up-Artist es mit Lidschatten, Rouge und Highlighter – es wurde als „cybernetische Ehefrau“ bezeichnet.

Auf der Bestellseite stand: „Nur für Erwachsene zum Kauf und zur Nutzung zugelassen“, die Anzahlung betrug 3.000 Yuan und war rückerstattbar. Zehn Tage nach dem Start näherten sich die Anzahlungen auf allen Plattformen 4.000 Einheiten, der Gesamtwert der Anzahlungen überstieg 10 Millionen Yuan. Am Tag der Pressekonferenz in Shenzhen am 30. Juni verkündete Gründer Zhou Jian, dass die Bestellungen über alle Kanäle hinweg 10.000 Einheiten überschritten. Anfang Juli berichtete die Reuters: 13.361 Einheiten.

Was bedeutet das? Der Gesamtumsatz von Ubtech mit vollgroßen humanoiden Robotern im Jahr 2025 betrug nur 1.079 Einheiten – alle für den industriellen Einsatz. Die Vorbestellungen von U1 in weniger als einem Monat sind zwölfmal so hoch wie der Gesamtumsatz des Vorjahres, übertrafen die traditionellen Reinigungs- und Serviceroboter und stellten einen neuen Rekord für die Vorbestellung von vollgroßen humanoiden Robotern für den Endverbrauchermarkt in China auf.

U1 ist kein Einzelfall. Im Ausland kostet der Roboterfreundin „Aria“ von Realbotix aus den USA 175.000 US-Dollar. CEO Andrew Kiguel präsentierte sie auf internationalen Messen wie der CES, was jedes Mal Aufmerksamkeit und Kontroversen auslöste.

Noch kontroverser ist ein „Cyber-Bordell“, das in Berlin eröffnet wurde.

In einem unscheinbaren Privathaus im Bezirk Friedrichshain betreibt das „Cybrothel“, das von globalen Medien als „KI-Bordell“ bezeichnet wird, seit fünf Jahren sein Geschäft. Gründer Philipp Fussenegger, ursprünglich ein österreichischer Filmregisseur, wollte 2020 mit einigen Künstlerfreunden ein Experiment durchführen, um zu testen, „ob Menschen und Maschinen eine intime Beziehung aufbauen können“. Schließlich stellte er fest: Viele Menschen sind bereit, für dieses Geschäft zu bezahlen.

99 Euro pro Stunde, 249 Euro für eine Übernachtung. Die Buchung läuft vollständig online, man hat eine private Suite und braucht keinen Kontakt zu echten Menschen. Laut offizieller Beschreibung hat jede Puppe einen eigenen Namen, eine eigene Rasse, Hintergrundgeschichte und Persönlichkeit. Nach der Eingabe in ein KI-Sprachmodell erhält jede eine unabhängige „Persönlichkeit“. Die Hauptkunden sind meist Männer um die 30, und „viele von ihnen sind in einer Beziehung“.

Von virtuellen Liebhabern auf dem Handy über physische Partnerroboter im Wert von Hunderttausenden Yuan bis hin zu stündlich abrechnenden KI-Intimitätserlebniszentren – die „Mensch-Maschine-Liebe“ dringt in geschichteten, vielfältigen und widersprüchlichen Formen in die Realität ein. Und die öffentliche Meinung zu dieser sogenannten Mensch-Maschine-Liebe spaltete sich schnell in zwei Extreme.

Die Unterstützer jubelten: „Jetzt muss ich keine Angst mehr haben, dass meine Verwandten mich zur Heirat drängen – ab jetzt spare ich für einen eigenen Partner!“ Jemand rechnete nach: „990.000 Yuan sind zwar teuer, aber für eine Beziehung und eine Hochzeit gibt man mehr aus – und man kann sich trotzdem scheiden lassen. Dieser hier läuft wenigstens nicht weg.“

Die Kritiker waren noch schärfer: „Die Akkulaufzeit beträgt nur zwei bis vier Stunden – diese Beziehung ist ja total unterbrochen!“ „Es kann nur blinzeln und den Kopf drehen – ist das nicht eine 120.000-Yuan-Figur?“

Diese Kontroversen lassen einen zweifeln: Wo steht die Technik wirklich hinter all der überwältigenden Werbung und Ängsten? Können heutige Roboter wirklich wie perfekte Liebhaber auf alles reagieren und 24 Stunden lang ohne Pause funktionieren?

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Cybernetischer Liebhaber oder fortgeschrittene Sammelfigur?

Die öffentliche Meinung kochte zwei Wochen lang, aber nur wenige beachteten: Was kann ein sogenannter Partnerroboter eigentlich tun?

Wenn man das Datenblatt von U1 aufschlägt, ist die Antwort enttäuschender als gedacht.

Die Serie hat drei Konfigurationen. Die Lite-Version für 119.800 Yuan hat nur einen Oberkörper, der auf einem Sockel befestigt ist – sie kann den Kopf drehen, blinzeln und lächeln. Im Grunde ist sie eine exquisite Skulptur mit emotionaler Interaktion. Die Pro-Version für 169.800 Yuan hat einen vollständigen menschlichen Körper, aber in der Kleinschrift der offiziellen Beschreibung steht: Diese Version kann nicht laufen und keine Hausarbeiten erledigen. Die Ultra-Version mit eigenem Laufvermögen kostet 880.000 Yuan (weibliches Modell) und 990.000 Yuan (männliches Modell) – so viel wie ein Porsche Cayenne.

Sogar bei der Ultra-Version wirkte die Laufdemo auf der Pressekonferenz alles andere als natürlich. Bis zum Ende der Vorbestellung wurden nur kleine Bewegungen des Oberkörpers wie Blinzeln und Kopf drehen gezeigt – komplexe Bewegungen wie Laufen und Greifen wurden nie vorgeführt. Es gibt keine obligatorische 3C-Zertifizierung, die Akkulaufzeit beträgt nur zwei bis vier Stunden.

Ein Video-Blogger kam nach einer Frame-für-Frame-Analyse zu dem Schluss: Das ist eher eine fortgeschrittene Sammelfigur mit einigen Mikroausdrücken und einfachen Gesprächen. Sie kann alltägliche Höflichkeitsaustausche führen, aber bei komplexem emotionalem Verständnis, offenen Gesprächen und langfristigem Gedächtnis wirkt sie immer noch mechanisch und schematisch.

Mit anderen Worten: Die meisten Menschen geben Hunderttausende Yuan aus, um einen „Partner“ nach Hause zu holen, der sprechen kann, wie ein Mensch aussieht – aber sich kaum bewegt.

Das sogenannte KI-Bordell hält auch nicht, was es verspricht. In Europa gab es zwar schon Geschäfte zur Vermietung von Sexpuppen – das Pariser Unternehmen Xdolls löste einst Proteste und Klagen aus. Aber das waren nur Silikonpuppen mit einfacher Heizfunktion, weit entfernt von echten KI-Robotern. Der Begriff „KI-Bordell“ ist eher eine Medienrhetorik, die öffentliche Angst erzeugt.

Tatsächlich sind die technischen Hürden im Bereich der Sexroboter extrem hoch, viel höher als die Öffentlichkeit denkt. Ein normaler humanoider Roboter wiegt 50 bis 70 Kilogramm, und die Fehlerquote bei nahen körperlichen Interaktionen muss nahe Null liegen. Ein außer Kontrolle geratener Gelenkmotor hätte unvorstellbare Folgen. Hochsensible Materialien mit hautähnlicher Textur leiden unter physischen Mängeln wie schnellem Altern, Fettabgabe und unangenehmem Geruch – weltweit ist eine kostengünstige Massenproduktion noch nicht möglich. Echte dynamische emotionale Interaktion erfordert spezielle leichtgewichtige große Modelle und hochpräzise Bewegungssensoren, die noch nicht außerhalb von Labors verbreitet sind.

Kurz gesagt: Der Partnerroboter, den sich die Öffentlichkeit vorstellt, hat einen Körper, eine Seele, kann Sex haben und lieben. Der tatsächliche Partnerroboter kann blinzeln, chatten, nicht laufen, keine Hausarbeiten erledigen und kostet Hunderttausende Yuan.

Warum sind Menschen trotzdem bereit, Anzahlungen zu leisten, obwohl die Technik noch lange nicht ausgereift ist?

Die komplexen Erzählungen in den Kommentaren weisen auf die kommerzielle Logik hinter den cybernetischen Liebhabern und tiefere gesellschaftliche Strukturen hin.

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Der Hype um die Mensch-Maschine-Liebe: Die Einsamkeit des Menschen

Die Grenzen der Technik haben die Menschen nicht aufgehalten. Um das zu verstehen, muss man den Blick von den Robotern abwenden und auf den Menschen selbst richten.

In China gab es 2025 bereits 127 Millionen Einpersonenhaushalte, 282 Millionen alleinstehende Erwachsene – das sind 25,1 % der erwachsenen Bevölkerung. 323 Millionen Menschen sind über 60 Jahre alt, davon sind mehr als 180 Millionen „leere Nester“-Senioren, die allein leben. 2024 gab es nur 6,1 Millionen Eheschließungen im ganzen Land – der niedrigste Stand seit 47 Jahren.

Weltweit ist der Anteil der Einpersonenhaushalte auf 34 % gestiegen, die Alterung der Bevölkerung beschleunigt sich, und die Prävalenz von Depressionen und Angststörungen steigt jedes Jahr. Die KI-Partner-Apps wurden weltweit 220 Millionen Mal heruntergeladen, die Nutzerbasis übersteigt 100 Millionen – der Anteil der Nutzer über 65 Jahre stieg von 12 % im Jahr 2022 auf 27 % im Jahr 2026.

Der Hype um die Mensch-Maschine-Liebe ist im Wesentlichen die Manifestation einer gesellschaftlichen Krankheit und die Industrialisierung der „Einsamkeitsökonomie“.

Die Menschen sind physisch näher, aber psychisch weiter voneinander entfernt. Die präzise Fütterung durch Algorithmen lässt jeden in seiner eigenen Informations