Apple ist offiziell mit Linux kompatibel und setzt auf nahtlose Integration.
Bei der Arbeit im Bereich Coding haben macOS und Linux jeweils ihre Stärken:
Das eine zeichnet sich durch Benutzerfreundlichkeit und raffinierte Tools aus, was das Schreiben von Code zu einem Vergnügen macht. Das andere überzeugt mit Standards und einem ausgereiften Ökosystem, was das Ausführen von Code besonders angenehm gestaltet.
Jetzt müssen Programmierer aber nicht mehr zwischen beiden wählen. Sie können nun reibungslos Linux auf Apple-Computern ausführen.
Bei der WWDC hat Apple kürzlich Container machine open source veröffentlicht: Eine hochintegrierte Linux-Umgebung, die nahtlos auf Apple-Computern läuft.
Der von Apple offiziell festgelegte Workflow sieht so aus:
Man editiert auf einem Mac und baut sowie führt den Code in einer Linux-Umgebung aus. So können Entwickler von der Codeerstellung bis zum Ausführen des Codes ein optimales Erlebnis genießen.
Nun, das Ziel ist klar: Apple möchte den Mac mit nativen Containern zu einem noch attraktiveren Hauptarbeitsgerät für Entwickler machen.
Eigentlich hat Apple es geschafft, die Herzen der Entwickler zu gewinnen. Die zugehörigen Diskussionen auf Hacker News haben eine ähnliche Popularität wie Claude Fable 5.
Apples natives Linux-Container
Bei der WWDC des vergangenen Jahres hat Apple Containerization, ein Swift-Framework zur Ausführung von Linux-Containern auf macOS, open source gemacht.
Die Container machine baut auf diesem Framework auf und zeichnet sich durch Schnelligkeit, Leichtgewichtigkeit und einfache Verwaltung aus. So wird der Wechsel zwischen macOS und Linux reibungslos.
Im Gegensatz zu normalen Containern sind normale Container eher für das einmalige Ausführen von Anwendungen geeignet, und der Zustand wird möglicherweise nicht dauerhaft aufbewahrt. Im Gegensatz dazu ist die Container machine eher wie ein wiederverwendbares „Linux-Arbeitszimmer“, in dem Tools und Umgebungen … auch am nächsten Tag dort fortgesetzt werden können, wo man am Vortag aufgehört hat.
Nach Angaben von Apple ist die Container machine eine Linux-Umgebung, die in einer unabhängigen, leichten virtuellen Maschine läuft und die gleichen OCI-Images wie Container verwendet.
Sie behält sowohl die Leichtgewichtigkeit und das Image-Ökosystem von Containern als auch die Zustandspersistenz von virtuellen Maschinen bei.
Die Nutzungserfahrung ist wie folgt:
Der Arbeitsordner wird zwischen macOS und Linux geteilt. Beispielsweise kann man ein Code-Repository, das sich im Verzeichnis $HOME auf macOS befindet, auch in der Container machine zugreifen.
MacOS-eigene Tools wie Leistungsprofiler, Screenshot-Tool und Browser können auch direkt die auf Linux erstellten Inhalte anzeigen, ohne dass man Dateien kopieren muss.
Apple reicht den Entwicklern die Hand
Diese Aktion von Apple ähnelt der damaligen von Microsoft bei der Einführung von WSL.
Viele Internetnutzer haben auch sofort gedacht: Ist das nicht einfach WSL für macOS?
Es gibt natürlich noch viele Probleme. Beispielsweise fehlen in der ersten Version viele übliche Containerisierungsfunktionen, und es gibt Einschränkungen bei der Freigabe von Arbeitsspeicher an macOS … Und brauchen Entwickler, die sich an Docker gewöhnt haben, wirklich eine Container machine?
Aber egal wie man es sieht, die Container machine ist wie eine ausgedehnte Hand von Apple an die Entwickler, und sie trifft tatsächlich den Kernpunkt:
Beim Schreiben von Code ist der Mac wirklich komfortabel. Aber wenn es um das Ausführen von Diensten, die Bereitstellung und die Anpassung an die Online-Umgebung geht, ist Linux immer noch die beste Wahl.
Zwar schreibt man heute möglicherweise kaum noch selbst Code, aber bei der Programmierung spielt die Entwicklererfahrung dennoch eine wichtige Rolle (doge).
Referenzlinks:
[1]https://github.com/apple/container/blob/main/docs/container-machine.md
[2]https://developer.apple.com/cn/videos/play/wwdc2026/389/
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Account „Liangziwei“. Autor: Yuyang. Veröffentlicht von 36Kr mit Genehmigung.