Jensen Huang hat sich mit Unitree zusammengeschlossen, um eine Basis für einen humanoiden Roboter herzustellen.
Am 1. Juni veröffentlichte die offizielle Website von Unitree den humanoiden Roboter H2 Plus und gab detaillierte Informationen über die Roboterstruktur, Rechenleistung, feinfühlige Manipulation und die Entwicklungsumgebung dieses Roboters preis.
Außerdem stellte Huang Renxun auf der heutigen GTC Taipei den NVIDIA Isaac GR00T Referenz-Humanoiden Roboter vor.
Dieser Roboter integriert den Unitree H2 Plus Humanoiden Roboter, die Sharpa Wave taktile Fünffingerhand, die auf NVIDIA Jetson Thor basierende Onboard-Computing-Einheit sowie die Isaac GR00T-Software und den Arbeitsablauf in ein einziges integriertes Referenzdesign.
Der NVIDIA Isaac GR00T Referenz-Humanoiden Roboter wird Ende dieses Jahres von Unitree offiziell auf den Markt gebracht und richtet sich hauptsächlich an Hochschulen und Universitätsforscher, um die Schwelle für die Hardwareintegration, Datenerfassung, Simulationsschulung, Strategiedurchsetzung und reale Maschinenverifizierung bei der Forschung an fortschrittlichen humanoiden Robotern zu senken.
Nach den Informationen auf der offiziellen Website von Unitree sind die Grunddaten des H2 Plus wie folgt:
Rumpf: Der H2 Plus ist 182 Zentimeter hoch, wiegt mit Batterie etwa 70 kg und hat eine Laufzeit von etwa 3 Stunden. Der Roboter hat insgesamt 31 Freiheitsgrade, darunter 6 Freiheitsgrade pro Bein, 7 Freiheitsgrade pro Arm, 3 Freiheitsgrade an der Hüfte und 2 Freiheitsgrade am Kopf.
Feinfühlige Hand: Wenn er mit einer Paar Sharpa Wave taktiler Fünffingerhände (22 aktive Freiheitsgrade pro Hand) ausgestattet ist, hat der Roboter insgesamt 75 Freiheitsgrade.
Die Anzahl der taktilen Pixel an der Spitze einer einzelnen Fingerhand von Sharpa Wave beträgt über 1.000, die Drucksensitivität erreicht 0,005 N; die Traglast kann bis zu 30 kg betragen, die Greifkraft beträgt 150 N und die Spitzenkraft 20 N.
Kraftausgabe: Das maximale Spitzendrehmoment der Armgelenke des H2 Plus beträgt 120 N·m, das maximale Spitzendrehmoment der Beingelenke beträgt 360 N·m; die Nennlast der Arme beträgt etwa 7 kg und die Spitzenlast etwa 15 kg.
Erfassungssystem: Der H2 Plus ist am Kopf mit einer 5-MP-Humanoid-Zweiaugen-Kamera mit großem Blickwinkel ausgestattet. Der horizontale Blickwinkel beträgt 140° ± 3, der vertikale Blickwinkel 102° ± 3. Die Kamera verfügt über die Fähigkeit zur globalen Belichtung und einen Tiefenschärfenbereich von 0,4 m bis unendlich.
Der Roboter kann optional auch mit einer Handgelenkkamera ausgestattet werden. Die Handgelenkkamera ist eine 3-MP-Weitwinkelkamera, die ebenfalls die globale Belichtung unterstützt.
Rechenleistung: Der H2 Plus ist mit einem NVIDIA Jetson T5000-Modul mit hoher Rechenleistung ausgestattet. Dieses Modul basiert auf der NVIDIA Blackwell-Architektur-GPU und hat eine KI-Rechenleistung von 2.070 TFLOPS (FP4 — sparse), was den Anforderungen an die Echtzeitsensorverarbeitung und die Roboterrechnung entspricht.
Es ist erwähnenswert, dass der H2 Plus auch in die NVIDIA Isaac-Ökosystem integriert ist. Auf der offiziellen Website von Unitree wird angezeigt, dass der H2 Plus mit dem NVIDIA Isaac GR00T-Modell ausgestattet ist und über ein Open-Source-Modell, ein Simulationsframework und einen Referenzarbeitsablauf von Daten bis zur Implementierung verfügt.
Bezüglich der Interaktions- und Verbindungskapazität unterstützt der H2 Plus Ethernet, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 und USB-Verbindungen. Er ist mit einem Mikrofonarray und einem leistungsstarken Lautsprecher ausgestattet und unterstützt die Sprachinteraktion.
Außerdem verfügt der H2 Plus über eine ferngesteuerte Notaus-Funktion, die es ermöglicht, den Betrieb des Roboters schnell und sicher abzubrechen.
Fazit: Der Humanoid-Roboter bekommt eine Standardbasis
Von der Einführung des H2 Plus durch Unitree bis zur Schaffung des NVIDIA Isaac GR00T Referenz-Humanoiden Roboters auf dessen Basis hat die Branche der Humanoid-Roboter erstmals eine Referenzplattform geschaffen.
In der Vergangenheit mussten viele Roboterunternehmen oft die Integration von Roboterstruktur, feinfühliger Hand, Rechenleistung, Modell bis hin zum Simulationsschulungsablauf selbst erledigen. Jeder Roboter war wie ein eigenes Projekt.
Der Wert der Referenzplattform liegt darin, die schwierigsten und am häufigsten wiederholten grundlegenden Integrationsarbeiten in der Branche zu erledigen, damit mehr Teams auf einer einheitlichen standardisierten Basis weiter innovieren können.
Dies bedeutet auch, dass der Branchenwettbewerb sich von der Einzelarbeit der einzelnen Unternehmen bei der Herstellung ganzer Maschinen hin zur Innovation auf der Grundlage einer Standardplattform entwickelt. Das Auftauchen dieses Referenzdesigns könnte der Schlüsselpunkt sein, an dem eine Branche von der frühen Erforschung hin zu einer reifen Ökosystementwicklung übergeht.
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Account „Robotervorausblick“. Autorin: Xu Lisi, Redakteur: Mo Ying. Veröffentlicht von 36Kr mit Genehmigung.