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Es wurde enthüllt, dass ein kleiner Computerhersteller die CPU gefälscht hat. Die Wurzel des Problems liegt jedoch in der Gier eines Konzerns.

三易生活2026-03-11 21:21
Ähnliche Dinge sind im PC-Bereich tatsächlich schon mehr als einmal passiert.

Wenn die CPU eines Computers offenbar "gefälscht" werden kann, ist dies nun das Ergebnis einer hohen technologischen Fähigkeit kleiner Firmen, die jedoch falsch eingesetzt wird, oder ist es eine unvermeidliche Folge der Faulheit und Gier der gesamten Branche?

Für die PC-Branche haben "unkonventionelle Kleinunternehmen" oftmals mehr zu bieten, als die meisten Menschen vermuten. Obwohl ihre Produkte möglicherweise alte Chips verwenden oder die Verarbeitung nicht sehr gut sein mag, können diese zusammengeschusterten Geräte einerseits die Bedürfnisse von Benutzern erfüllen, die ein Computer brauchen, aber über ein sehr begrenztes Budget verfügen. Andererseits ist es für einige aufregungsfreudige Medien mittlerweile ein Garant für hohe Klickzahlen, die Praktiken dieser Kleinunternehmen aufzudecken.

Kürzlich haben einige ausländische Medien berichtet, dass sie von Benutzern darüber informiert wurden, dass bei dem "CoreBook X" Notebook von Chuwi möglicherweise ein CPU-Fälschungsfall vorliegt. Dabei wird ein älterer CPU-Typ als neuerer und fortschrittlicherer verkauft.

Intuitiv scheint dies unmöglich zu sein. Nicht, dass das "Fälschen von CPUs" überhaupt nicht vorkommen würde, sondern weil es in der Regel unmöglich ist, eine gefälschte CPU zu starten. Deshalb treten solche Fälschungen normalerweise nur im Einzelhandel von CPUs auf (z. B. beim Rückgabewettbewerb mit gefälschten CPUs) und nicht in fertigen Computern. Wenn der Computer nicht einmal starten kann, würde die Fälschung ja sofort aufgedeckt werden.

Bild von Notebook Check

Aber Technikexperten haben durch Demontage und Tests festgestellt, dass die Fälschung bei diesem Notebook von Chuwi tatsächlich recht raffiniert ist. Die "gefälschte CPU" wird sowohl im BIOS als auch im Betriebssystem als falscher Typ angezeigt und kann normal gestartet und verwendet werden. Erst wenn man Testsoftware ausführt oder den Computer direkt öffnet, wird festgestellt, dass die Leistung nicht mit dem Chip übereinstimmt.

Wie wird dies dann möglich?

Einfach ausgedrückt, scheint Chuwi bei diesem Notebook einen AMD Ryzen 5 5500U als Ryzen 5 7430U zu "verkaufen". Ihre Methode ist im Wesentlichen sehr einfach und grob: Sie ändern einfach den Produktnamen, der der CPU-ID im BIOS zugeordnet ist. So wird dieser alte Chip aus dem Jahr 2021 sowohl im BIOS als auch im Betriebssystem als neuerer Typ aus dem Jahr 2023 angezeigt.

Aber damit entsteht ein Problem: Wenn man den Anzeigenamen der CPU im BIOS ändert, wird es dann beim Installieren von Treibern oder Ausführen von Software nicht zu Fehlern kommen?

Tatsächlich nicht. Dies liegt jedoch nicht an der "hohen technologischen Kompetenz" der Ingenieure von Chuwi, sondern daran, dass AMD in seiner Produktlinie der Ryzen 5000-Serie für Mobilgeräte bereits viele "Fallstricke" gelegt hat.

Zunächst scheint der Ryzen 5 5500U auf den ersten Blick ein Mitglied der Ryzen 5000-Serie mit Zen3-Architektur zu sein. Tatsächlich ist er eher ein Produkt, das aus dem CPU-Teil des Ryzen 5 4600U mit Zen2-Architektur und dem GPU-Teil des Ryzen 5 5600U mit Zen3-Architektur zusammengesetzt wurde.

Der Ryzen 5 5600U wurde leicht offiziell übertakten und wurde dann der Ryzen 5 5625U. Im Jahr 2023 wurde der Ryzen 5 5625U dann "umgekleidet" und ist nun der Ryzen 5 7430U.

Der eine ist ein 4000er-Typ, der sich als 5000er-Typ ausgibt, der andere ist ein 5000er-Typ, der sich als 7000er-Typ ausgibt, aber beide teilen den gleichen Basiscode.

Mit anderen Worten: Der 5500U und der 7430U scheinen zwar der 5000er-Serie mit Zen3-Architektur bzw. der 7000er-Serie mit Zen4-Architektur zugehören, aber tatsächlich sind beide "Umkleidungen" und gehören einst zur gleichen Produktgeneration. Aus diesem Grund können sie, obwohl sie eine Architekturgeneration auseinander liegen, die gleiche CPU-Mikrocode von AMD nutzen und die gleichen Treiber verwenden. Wenn also die Ingenieure einer Kleinfirma den Gedanken haben, den 5500U als 7430U auszugeben, gibt es keine Probleme auf System- und Softwareebene und der Computer kann normal funktionieren.

Hinter der Wut der Schleicherfirmen steckt oft die Absicht der großen Firmen, alte Bestände zu liquidieren oder technische Lücken zu lassen.

Naturgemäß werden die Chiphersteller diese Art von "Umkleidungsfälschungen" nicht fördern. Das Problem ist jedoch, dass es die Vorgehensweise der Hersteller selbst war, neue und alte Architekturen zu mischen und einen Chip über mehrere Generationen hinweg "umzukleiden", was die technischen Lücken für die heutige "Prozessorfälschung" geschaffen hat.

Ähnliche Dinge sind in der PC-Branche bereits mehrmals passiert. Beispielsweise hat Intel bei den 6./7./8./9. Generationen der Core-Prozessoren die Architektur nicht geändert, aber die CPU-Schnittstelle geändert. Das Ergebnis war, dass es eine Vielzahl von gefälschten Mainboards gab, die ein B150 als Z390 ausgaben. Auch die Chipgruppen B85 und X299, die sich in Architektur und Funktion stark unterscheiden, wurden zu Objekten von "Schleichermainboards", nur weil sie die gleiche CPU-Architektur unterstützen und die gleiche CPU-Mikrocode teilen.

Im Wesentlichen haben die Hersteller aus Bequemlichkeit und Kostensenkung Gründe in der Produktgestaltung "Wiederverwendungsmöglichkeiten" gelassen, die schließlich von Schleicherfirmen missbraucht wurden. Obwohl man sagen kann, dass die Hersteller nicht absichtlich Fälschungen fördern wollten, hätten die Benutzer weniger Verluste erleiden und weniger betrogen werden können, wenn die Hersteller nicht zuerst die Grundlage dafür gelegt hätten.

Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Account "San Yi Life" (ID: IT-3eLife), Autor: San Yi Jun, veröffentlicht von 36Kr mit Genehmigung.