Nach dem Besuch des deutschen Bundeskanzlers in China haben wir einige Veränderungen beobachtet.
Schließlich ist in einer Zeit, in der die globale Automobilindustrie sich beschleunigt hin zu Elektromobilität und Intelligenz wandelt, Koexistenz und gemeinsamer Gewinn der einzig optimale Lösungsansatz.
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Kurz nach dem chinesischen Neujahr im Jahr 2026, dem Jahr des Pferdes im chinesischen Tierkreis, besuchte der deutsche Bundeskanzler Merz China mit einer hochrangigen Delegation, die aus 30 Top-Manageren deutscher Unternehmen bestand. Dies war das Highlight der obersten Ebene der China-EU-Interaktionen seit dem Neujahr. Dabei spielte die Automobilindustrie als "Ballaststein" der chinesisch-deutschen Wirtschafts- und Handelskooperation eine zentrale Rolle auf der gesamten Agenda. In diesem Artikel werden wir anhand der verschiedenen Kooperationsprojekte, die chinesische und deutsche Automobilunternehmen umsetzen werden, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der chinesisch-deutschen Automobilkooperation aus vier Dimensionen - industrielle Grundlage, offizielle Position, Unternehmensstrategie und Veränderungen in der Kooperation - tiefgehend analysieren.
01 Die Einigung auf "Wir ineinander"
Die Kooperation zwischen chinesischen und deutschen Automobilunternehmen hat längst die einfache "Kauf-Verkauf-Beziehung" überwunden und ein tief verknüpftes industrielles Koexistenzmodell geschaffen. Diese Bindung wurde während Merzs China-Besuch durch eine Reihe von bevorstehenden Kooperationsprojekten weiter verstärkt.
In der Zeit der Verbrennungsmotorenfahrzeuge eroberten deutsche Marken wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz dank ihrer tiefgreifenden Fertigungskompetenz, präzisen Fahrwerkseinstellungen und Markenreputation schnell den chinesischen Markt, gewannen eine riesige Anzahl von Kunden und erzielten beachtliche Gewinne. China wurde damit der größte einzelne Markt für deutsche Automobilhersteller weltweit. Dreißig Jahre Kooperationserfahrung legten eine solide Grundlage für die nachfolgende tiefe Zusammenarbeit und machten die Strategie "In China, für China" zur Einigkeit unter den deutschen Automobilherstellern.
Mit der Transformation der globalen Automobilindustrie hin zu Elektromobilität und Intelligenz wird die Komplementarität der Stärken beider Seiten immer deutlicher. China hat die weltweit umfassendste Branchenkette für Elektromobile aufgebaut, von der Batterieherstellung, der intelligenten Fahrgastzelle bis hin zur fortschrittlichen Fahrerassistenztechnik, und bildet ein ganzheitliches Ökosystem von der Forschung und Entwicklung bis zur Serienproduktion. Deutschland hingegen behält seine Kernkompetenzen in der hochwertigen Fertigungstechnik und der Qualitätskontrolle für Automobilanwendungen und verfügt über ein weltweites Vertriebsnetzwerk und Zugang zu europäischen Märkten.
Die bevorstehenden Kooperationsprojekte sind ein lebendiges Beispiel für die Komplementarität der Stärken. Hier ist eine Zusammenfassung der Kernprojekte:
Hinweis: Zusammenfassung basierend auf den am Ende des Artikels aufgeführten Informationsquellen, nur zur Orientierung.
In den folgenden Kapiteln werden wir die Einzelheiten erläutern. Es ist jedoch nicht schwer zu erkennen, dass die Komplementarität der Stärken die unverzichtbare Grundlage für die chinesisch-deutsche Automobilkooperation bildet - kein Land kann die gesamte Automobilbranchenkette allein abdecken. Nur durch die Zusammenarbeit können die Transformationskosten gesenkt und die technischen Risiken verteilt werden, um ein win-win-Szenario zu erreichen.
02 Merzs "pragmatische Signale"
Das wichtigste Signal von Merzs China-Besuch war, dass die deutsche Regierung endgültig auf die Verwendung von antagonistischen Äußerungen verzichtete und sich wieder auf pragmatische Gespräche konzentrierte. Sie sprach sich klar gegen die Entkopplung von China aus. Die zahlreichen bevorstehenden Kooperationsprojekte zwischen chinesischen und deutschen Automobilunternehmen sind die direkte Umsetzung dieser pragmatischen Position.
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Merz erklärte an mehreren Stellen öffentlich, dass eine Entkopplungspolitik nur Deutschland selbst schaden würde. Die Stabilität der globalen Industriekette und des globalen Versorgungskettensystems ist untrennbar von der Zusammenarbeit zwischen den beiden großen Industriestaaten China und Deutschland. Die Automobilindustrie ist ein hoch globalisierter Sektor. Die künstliche Trennung des Marktes und die Unterbrechung des technologischen Austauschs würden letztendlich die Betriebskosten der Unternehmen erhöhen, die industrielle Transformation verzögern und das gemeinsame Interesse der Verbraucher und der Branche beider Seiten schädigen. Als Merz in Peking ein neues Mercedes-Benz S-Klasse-Sedan testfuhr, erlebte er persönlich das von Mercedes-Benz und dem chinesischen Unternehmen Momenta gemeinsam entwickelte Fahrerassistenzsystem und lobte die enge Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen aufrichtig. Diese Details sind ein direktes Zeugnis für die Unterstützung der deutschen Seite bei der bilateralen industriellen Zusammenarbeit.
Es ist zu beachten, dass die Offenheit der deutschen Seite nicht grenzenlos ist, sondern "Offenheit und Regeln gehen Hand in Hand".
Die deutsche Regierung betont, dass die offene Zusammenarbeit auf der Grundlage eines fairen Wettbewerbs, transparenter Regeln und eines effektiven Schutzes des geistigen Eigentums aufgebaut werden muss. Der europäische Markt begrüßt chinesische Automobilprodukte und Investitionen, die den internationalen Regeln entsprechen. Gleichzeitig erwartet die deutsche Seite, dass der bilaterale Handel und die Investitionen ausgewogen und nachhaltig entwickelt werden. Handlungen wie Dumping, Überkapazität und Infringement des geistigen Eigentums werden nicht toleriert.
Diese Äußerungen berücksichtigen sowohl das reale Interesse der deutschen Automobilindustrie als auch die politische Ausrichtung innerhalb der EU und zeigen eine rationale, pragmatische und ausgewogene Haltung. Das Pilotprojekt für die grenzüberschreitende Datenübertragung des Batteriepasses zwischen BMW und CATL sowie die gemeinsame Entwicklung der CEA-Elektronik- und Elektrifizierungsarchitektur zwischen Volkswagen und chinesischen Unternehmen sind typische Beispiele für die vertiefte Zusammenarbeit beider Seiten innerhalb des Regelrahmens.
Die zahlreichen bevorstehenden Kooperationsprojekte werden in einem Rahmen von "Offenheit + Regeln" geordnet vorangetrieben und schrittweise umgesetzt.
03 Kollektives "Beschleunigen" und "Erhöhen"
Nach der Festlegung der obersten Ebene haben die begleitenden deutschen Automobilmanager mit ihren praktischen Äußerungen ihre Entschlossenheit gezeigt, sich im chinesischen Markt zu verankern - China ist nicht mehr nur ein reiner Verkaufsmarkt, sondern der zentrale Knotenpunkt für globale Forschung und Entwicklung, Lieferketten und Innovation. Die bevorstehenden Kooperationsprojekte machen diese Entschlossenheit noch konkreter und greifbarer.
Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW Group, sagte ganz offen, dass Unternehmen, die das Potenzial und die Innovationskraft des chinesischen Marktes ignorieren, Schwierigkeiten haben werden, langfristige Chancen in der globalen Konkurrenz zu nutzen. BMWs Expansion in China hat bereits die Phase der vollständigen Umsetzung erreicht. Die bevorstehenden Kooperationsprojekte umfassen mehrere Dimensionen wie Produkte, Technologie und Lieferketten:
Im April 2026 wird auf der Auto China in Peking die langspurige Version des neuen BMW iX3, speziell für den chinesischen Markt entwickelt, weltweit vorgestellt. Die Radbasis des Fahrzeugs ist um mehr als 100 Millimeter länger als die der Auslandsversion. Die Sitze wurden von einem Team in Shanghai speziell entwickelt, um den Vorlieben chinesischer Benutzer gerecht zu werden. Das Fahrzeug ist mit einer 800 - V - Hochspannungsplattform und neuen zylindrischen Batterien ausgestattet. Die Gesamtreichweite (CLTC) übersteigt 900 Kilometer. Es ist auch ein von Alibaba und BMW gemeinsam entwickeltes KI - Assistenten - System mit Sprachinteraktion ohne Aktivierungswort integriert.
Zugleich wird die Zusammenarbeit zwischen BMW und CATL bei der Batterieentwicklung stetig vorangetrieben. Gemeinsam wird auf der Grundlage der europäischen Catena - X - Blockchain - Plattform ein Kohlenstoffrechnungsstandard aufgebaut, um BMWs Elektromodelle mit einem grünen Label der chinesischen Lieferkette auf den Weltmarkt zu bringen. Darüber hinaus wird das von BMW und Momenta gemeinsam entwickelte Fahrerassistenzsystem für alle Fahrbedingungen auf die komplexen Straßenverhältnisse in China optimiert und wird später in mehreren chinesisch produzierten Modellen eingesetzt. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit Huawei Terminal vertieft, um die HarmonyOS - Ekosystem in das Fahrzeugsystem zu integrieren.
Im Jahr 2026 werden die drei Marken von BMW etwa 20 neue oder verbesserte Modelle für den chinesischen Markt bringen, von denen mehr als die Hälfte reine Elektromodelle sind. Die Produktionsbasis in Shenyang wird auch die Massenproduktion des sechsten Generations - Batterieprojekts vorbereiten.
Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Mercedes - Benz Group, sagte, dass die technologische Iterationsgeschwindigkeit und das Innovationsökosystem in China der Schlüssel für die intelligente Upgrades der Automobile sind. Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes - Benz und China wird beschleunigt umgesetzt. Besonders bemerkenswert ist die tiefe Zusammenarbeit im Bereich der Fahrerassistenztechnik:
Das von beiden Seiten gemeinsam entwickelte Fahrerassistenzsystem deckt bereits Autobahn -, Stadt - und Parkmanöver ab. Das neu eingeführte Konzept des "Mensch - Maschine - Ko - Pilotings" bietet ein reibungslosereres Fahrgefühl beim Spurwechsel. Das System ist bereits im neuen E - Class CLA verbaut und wird im Jahr 2026 in neun neuen Mercedes - Benz - Modellen, darunter der langspurige E - GLC SUV und die neue S - Klasse, eingesetzt, um alle Marktsegmente abzudecken. In Zukunft werden beide Seiten das System auf der Grundlage des Momenta R6 - Deep - Learning - Modells verbessern, um die Reaktionsfähigkeit auf unvorhergesehene Risikoszenarien zu optimieren. Gleichzeitig wird die Massenproduktion des L3 - Fahrerassistenzsystems in China bis 2027 vorangetrieben und die Produktionskapazität für Elektromobile erhöht.
Volkswagen betrachtet China sogar als "zweiten Heimatmarkt". Während Merzs China - Besuch kündigte Volkswagen zusammen mit BYD die Gründung einer Joint Venture an, um die Stärken von Volkswagens hochwertiger Fertigung und BYDs Batterietechnologie zu kombinieren und eine international konkurrenzfähige Produktpalette für Elektromobile zu schaffen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Kooperationsprojekte von Volkswagen in China:
Erstens wird die Produktionsbasis in Hefei weiter ausgebaut. Das erste von Volkswagen und XPeng gemeinsam entwickelte Modell soll 2026 in Produktion gehen. Die von Volkswagen speziell für den chinesischen Markt entwickelte CEA - Elektronik - und Elektrifizierungsarchitektur ist bereits fertiggestellt. Das erste Modell, das auf dieser Plattform basiert, das Volkswagen ID.07, wird im zweiten Quartal 2026 in der Fabrik in Anhui in Serie gehen und sowohl die Fahrqualität deutscher Fahrzeuge als auch die lokale intelligente Erfahrung bieten.
Zweitens wird die Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und SAIC weiter vertieft. Während Merzs China - Besuch wurden die Ergebnisse der Zusammenarbeit weiter festgelegt. Die Joint - Venture - Vereinbarung zwischen Shanghai Volkswagen wurde bis 2040 verlängert. Beide Seiten werden gemeinsam drei Plug - in - Hybrid - und zwei reine Elektromodelle entwickeln. Basierend auf der reifen Elektromobilplattformtechnik von SAIC wird die Joint Venture in umgekehrter Richtung gestärkt. Ab 2026 werden mehrere Elektromodelle nacheinander auf den Markt gebracht, was die neue Kooperationssituation der gegenseitigen Stärkung beider Seiten zeigt.
Darüber hinaus werden ab 2026 die Volkswagen - Marken von FAW - Volkswagen und die Jetta - Marke elf neue Modelle speziell für den chinesischen Markt einführen. Das erste reine Elektromodell der Jetta - Marke wird 2026 auf den Markt kommen und mit der SOA - Elektronik - und Elektrifizierungsarchitektur und einem branchenführenden intelligenten Lösungssystem ausgestattet sein. Volkswagen plant, bis 2030 in China 100 % erneuerbare Energie für die Produktion zu nutzen. FAW - Volkswagen wird auch die gemeinsame Entwicklung des Hybridantriebs leiten und bis 2030 mehr als 20 neue Modelle einführen, um "die gemeinsame Entwicklung von Verbrennungsmotoren und Elektromotoren und die volle Intelligenz beider" zu erreichen.
04 Vom "Markt gegen Technologie" zum "gegenseitigen Stärkenausgleich"
Während Merzs China - Besuch zeigten die zahlreichen Umsetzungsergebnisse der chinesisch - deutschen Automobilkooperation eine strukturelle Veränderung der industriellen Beziehung beider Seiten - das Ende des früheren einseitigen Modells, bei dem die ausländischen Partner die Technologie und die chinesischen Partner den Markt bereitstellten, und der Beginn einer neuen Phase der gegenseitigen technologischen Integration und der ganzheitlichen Kettenzusammenarbeit.