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2026, wie kann man am Billionen-IPO-Fest von SpaceX teilnehmen?

RockFlow U2026-01-09 15:53
Warum ist das Jahr 2026 ein Schlüsseljahr?

Wie versteht man die drei Entwicklungsphasen der Weltraumlaufbahn?

Phase 1: Infrastruktur (Infrastructure) – drastische Kostensenkung und Demokratisierung des Zugangs zum Orbit

In jeder Branche markiert die Reife der Infrastruktur einen drastischen Rückgang der Grenzkosten. Dies gilt insbesondere für den kommerziellen Weltraumsektor:

Von "Gold" zu "Eisen" im Bezug auf die Frachtkosten: In den letzten 50 Jahren war der Weltraumsektor "aus Gold gemacht". Da die Raketen nicht wiederverwendbar waren, beliefen sich die Kosten für das Einschleusen von einem Kilogramm Nutzlast in den Orbit auf über 20.000 US-Dollar. Die Falcon 9 von SpaceX hat diese Kosten auf etwa 2.500 US-Dollar gesenkt, und mit der Reife des Starships im Jahr 2026 soll das Ziel sein, sie auf 100 - 200 US-Dollar pro Kilogramm zu drücken.

Normalisierung von Hochfrequenzstarten: Die Infrastruktur betrifft nicht nur die Kosten, sondern auch den Durchsatz. SpaceX hat bereits ein Tempo von mehreren Starten pro Woche erreicht. Dies bedeutet, dass der Orbit nicht mehr ein nur gelegentlich besuchtes Laboratorium ist, sondern eher ein "öffentliches Gelände", vergleichbar mit einer Autobahn.

Besetzung von Orbitressourcen: Die Orbitpositionen und Frequenzressourcen im niedrigen Erdorbit (LEO) werden nach dem Prinzip "wer zuerst kommt, mahlt zuerst" verteilt. SpaceX hat bereits fast 10.000 Satelliten in den Orbit gebracht, was im Wesentlichen einer "Landbesitzfeststellung" im Weltraum entspricht.

Phase 2: Kommerzielle Anwendungen (Commercial Application) – von "Wissenschaftlichen Experimenten" zu "Alltagsbedürfnissen der Masse"

Mit einem kostengünstigen Transportmittel (der Infrastruktur) beginnen die Anwendungen wie Pilze nach dem Regen zu wachsen.

Starlink: Die erste phänomenale Anwendung. Sie hat bewiesen, dass Weltrauminfrastruktur direkt Cashflow generieren kann. Es geht hier nicht mehr darum, Raketenmotoren zu verkaufen, sondern globale Bandbreitensubskriptionen. Mit 8,5 Millionen Nutzern und einer Gewinnspanne von 70 % hat Starlink das Weltraumkonzept von einer "geldfressenden Maschine" zu einer "Gelddruckmaschine" verwandelt.

Direkte Verbindung von Satelliten mit Mobiltelefonen (D2D): Der letzte Schritt zur Erschließung des Endverbrauchermarktes. ASTS, SATS und SpaceX haben Frequenzspectrum erworben, um es möglich zu machen, dass die weltweit 5 Milliarden normalen Smartphones ohne jegliche Modifikation mit Satelliten verbunden werden können. Dies bedeutet, dass Weltraumanwendungen offiziell von "Bedürfnissen nur einiger weniger Branchen" zu einer "Notfallausstattung für jeden" geworden sind.

Orbitalherstellung und Rechenzentren: Die Nutzung der Mikrogravitation im Weltraum zur Herstellung von perfekten Kristallen (für die Biopharmazie) oder von Glasfasern, oder die Installation von Künstlicher-Intelligenz-Servern (AI Data Centers) in der vakuumkühlen Weltraumumgebung. Diese Anwendungen waren in einer Zeit mit Kosten von 2.500 US-Dollar pro Kilogramm reine Phantasie, in einer Zeit mit 100 US-Dollar pro Kilogramm hingegen lukrativ.

Phase 3: Ökonomischer geschlossener Kreislauf (Economic Closed-Loop) – Eigenständige Finanzierung und Macht zur Regelsetzung

Dies ist die ultimative Logik hinter SpaceXs Zielwert von 1,5 Billionen US-Dollar: Es ist nicht mehr auf Subventionen von der Erde angewiesen, sondern hat ein eigenständiges Ökosystem geschaffen.

Profitrückfluss in die Forschung und Entwicklung: Die jährlichen Milliarden von US-Dollar an Gewinn, die Starlink generiert, werden nicht mehr benötigt, um Kapital zu beschaffen, sondern direkt in die Marsmigration, die Mondbasis und die Weiterentwicklung des Starships investiert. Diese "Selbstfinanzierungsfähigkeit" haben traditionelle Weltraumunternehmen (die auf Zuschüsse von der NASA angewiesen sind) nie gehabt.

Recht zur Regelsetzung und Bildung des Erd-Mond-Wirtschaftskreises: Wenn ein Unternehmen den Zugang zum Orbit, die globale Bandbreite und die Rechenleistung im Orbit kontrolliert, hat es auch das Recht zur Regelsetzung. Unternehmen wie LUNR, FLY und RKLB haben in SpaceXs Ökosystem nach der Preissenkung ihre Nischen gefunden – Mondinfrastruktur, spezielle Startdienste, Orbitaltransport – und bilden möglicherweise die Weltraumversion des "Erdwirtschaftsnetzwerks".

Warum ist das Jahr 2026 ein Schlüsselmoment?

Wenn man sagt, dass das Jahr 2020 die "Laborphase" des Weltraumsektors war, dann ist das Jahr 2026 der "Abschluss des großen Infrastrukturprojekts". SpaceX hat den Sprung von "Raketenbau" zu "Regelsetzung" geschafft. ASTS, RKLB und RDW bemächtigen sich derzeit die Vorsprünge auf der Anwendungsseite. Anstatt sich noch darum zu kümmern, ob die Rakete explodieren wird, interessieren sich die Anleger nun für die tatsächlichen Einnahmen und Gewinne dieser riesigen "Orbitalgeldmaschine".

SpaceX – Die "zwei Säulen" hinter dem Wert von 1,5 Billionen US-Dollar

Im Jahr 2026 haben die traditionellen Bewertungsmodelle wie P/E oder P/S für SpaceX vollkommen versagt. Das Unternehmen plant, mit einem Wert von 1,5 Billionen US-Dollar an den Markt zu gehen, was eine erste Bewertung der "Infrastrukturschicht außerirdischer Zivilisationen" in der Menschheitsgeschichte darstellt.

Sprung in der Bewertungslogik: Von "Raketenunternehmen" zu "Außerirdischer Infrastruktur"

SpaceXs Zielwert von 1,5 Billionen US-Dollar entspricht den geschätzten Einnahmen von etwa 22 - 24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Dies bedeutet einen Preis-Umsatz-Verhältnis (P/S) von 63 - 68. Die P/S-Verhältnisse traditioneller Luft- und Raumfahrtriesen wie Boeing und Lockheed Martin liegen nur bei 1,5 - 2. Der Grund, warum SpaceX einen 30-fachen Aufschlag gegenüber seinen Konkurrenten verlangen kann, ist, dass es die Transformation von einem "Anlagenlieferanten" zu einem "Infrastrukturbetreiber" vollzogen hat. Der Kern hierbei ist die Cashflow-Hegemonie von Starlink: Bis September 2025 hat Starlink weltweit bereits über 8,5 Millionen Nutzer erreicht und wächst mit einer Rate von 1 Million Nutzern pro Quartal. Mit einer Gewinnspanne von über 70 % handelt es sich um ein typisches SaaS-Finanzmodell, nicht um ein Modell mit hohen Anlagekosten.

Starship: Die "industrielle Singularität" durch drastische Kostensenkung

Das Starship ist auf "vollständige und schnelle Wiederverwendbarkeit" ausgelegt. Dies bedeutet, dass die Startkosten nicht mehr in "Jahren" oder "Monaten" abgeschrieben werden, sondern in "Stunden" umgesetzt werden. Das Research-Team von RockFlow ist der Meinung, dass die von dem Starship bewirkte Kostensenkung revolutionär sein wird: Die Falcon 9 hat die Kosten bereits auf 2.500 US-Dollar pro Kilogramm gesenkt, und das Ziel des Starships ist es, sie auf 100 - 200 US-Dollar pro Kilogramm zu bringen. Aus der Perspektive früherer technologischer Fortschritte werden Geschäftsmodelle, die zuvor wirtschaftlich nicht machbar waren (wie Weltraumherstellung, Asteroidenabbau, Orbitalrechenzentren), sobald die Kosten für den Eintritt in den Orbit um 99 % sinken, plötzlich rentabel. SpaceX errichtet über den Starship eine absolute Monopolstellung in Bezug auf die schwere Tragfähigkeit. Andere Optionen für US-amerikanische Anleger außerhalb von SpaceX

RKLB – Die "zweite Wahl" am nächsten an SpaceX

Wenn man sagt, dass SpaceX ein Riesenkreuzer ist, dann ist Rocket Lab der "FedEx" im Weltraum. Es ist derzeit der zweitgrößte aktive Anbieter von Orbitalstartdiensten weltweit und der stärkste kommerzielle Konkurrent von SpaceX.

Neutron-Rakete: Differenzierte Abschöpfung von Marktanteilen

Das Kernwaffen von RKLB ist die derzeit in der Entwicklung befindliche Neutron-Rakete. Die Neutron hat eine Tragfähigkeit von 13 Tonnen und ist speziell für mittelgroße Satelliten entwickelt. Sie vermeidet geschickt einen direkten Konflikt mit dem Starship und richtet sich stattdessen an kommerzielle Kunden, die keine "schwere Tragfähigkeit" benötigen, sondern eher an "Hochfrequenzstarten" interessiert sind. Die Neutron soll im Jahr 2026 ihren Erstflug durchführen. Bei Erfolg würde RKLB die einzige Alternative zu SpaceX auf dem Markt sein, mit vergleichbaren Startkosten und Reifegrad.

Der versteckte Treiber der Raumfahrt-Systeme (Space Systems)

Über 60 % der Einnahmen von RKLB stammen tatsächlich aus Satellitenkomponenten (Sternsensoren, Solarmodule, Reaktionsräder). Ein beeindruckender Fakt ist, dass RKLB derzeit über 1 Milliarde US-Dollar an Auftragseingängen hat. Darüber hinaus liegt das Preis-Umsatz-Verhältnis von RKLB derzeit bei etwa 12 - 15. Mit der Senkung der Startschwelle durch den Starship wird die Nachfrage nach Satellitenkomponenten exponentiell steigen. Das Research-Team von RockFlow ist überzeugt, dass RKLB als Lieferant von Teilen von den Vorteilen der gesamten Weltrauminfrastruktur profitieren wird.

ASTS – Der echte "Weltraum-SaaS"

ASTS ist möglicherweise das am stärksten disruptivste Unternehmen auf dem Markt mit dem höchsten asymmetrischen Risiko-Nutzen-Verhältnis. Im Gegensatz zu Starlink verkauft ASTS keine Pakete direkt an Endnutzer, sondern kooperiert mit Mobilfunkbetreibern wie AT&T und Vodafone. Seine beiden Kernvorteile sind:

Reibungslose Akquise von Kunden: Weltweit können 3 Milliarden Mobilfunknutzer einfach per SMS auf den "Bestätigen"-Button klicken, um im Bereich ohne Netzabdeckung auf das Satellitennetz zugreifen zu können. ASTS teilt den Gewinn mit den Mobilfunkbetreibern.

Betriebliche Hebelwirkung: Sobald 45 - 60 Satelliten (Block 2) im Jahr 2026 in den Orbit gebracht sind, sind die Grenzkosten für die Versorgung von 1 Million oder 100 Millionen Nutzern nahezu null. Dies ist der echte "Weltraum-SaaS".

SATS: Spacexs Frequenznachschubstation

Der größte Wert von SATS liegt offensichtlich nicht in seinem rückläufigen Satellitenfernsehgeschäft, sondern in den drahtlosen Frequenzlizenzen, die es besitzt. SpaceX hat zuvor 17 Milliarden US-Dollar für die Übernahme der SATS-Assets ausgegeben, um im Wesentlichen das Eintrittskarten für die "Direkte Verbindung mit Mobiltelefonen (Direct-to-Cell)" zu erwerben. Vor der letzten Kurssteigerung hat der Markt offensichtlich den Wert der Frequenzen in SATSs Bilanz stark unterschätzt. Das Research-Team von RockFlow ist der Meinung, dass im Zuge von Spacexs Börsengang "Ressourcenassets" wie SATS, die sich an der Basis der Wertschöpfungskette befinden, einer drastischen Neubewertung ihrer Wertschöpfungspotenzials unterzogen werden.

RDW: Der Architekt der Weltraumfabriken

RDW ist der ungekronte König im Bereich der "Weltraumherstellung". Sowohl Spacexs Orbitalrechenzentren als auch NASAs Mondbasis benötigen RDWs ROSA (Roll-out Solar Array). Derzeit steht der Markt vor einem finanziellen Wendepunkt: Im dritten Quartal 2025 haben die Einnahmen erstmals 100 Millionen US-Dollar überschritten, und die Verluste nehmen stetig ab. RDW hat sich von einem Konzeptunternehmen zu einem Infrastrukturlieferanten mit realen Verträgen gewandelt. Mit einem Unternehmenswert im Verhältnis zu den Einnahmen (EV/Revenue) von nur etwa 5 - 6 gibt es noch erhebliches Potenzial für Kurssteigerungen.

LUNR: Der Infrastrukturanker am südlichen Pol des Mondes

Die Missionen IM-1 und IM-2 haben LUNRs Fähigkeit zum präzisen Landeanflug am südlichen Pol des Mondes bewiesen. Seine zukünftigen Einnahmequellen umfassen Lieferungen, Datenübertragungen und Infrastruktur als Dienstleistung. Derzeit liegt der Auftragseingang von LUNR bei 328 Millionen US-Dollar, und es ist ein unverzichtbarer Teil von NASAs Artemis-Programm.

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