Erster Testbericht zum iPhone 18 Pro Max: Kaum Überraschungen, aber nicht völlig ohne jede Überraschung
Am 18. September wurde die iPhone 18-Serie offiziell in den Verkauf gebracht, und Lei Tech hat das iPhone 18 Pro Max sofort nach der Veröffentlichung erhalten.
Im Vergleich zum radikalen iPhone 17 Pro Max im letzten Jahr hat Apple dieses Jahr deutlich zurückhaltender agiert. Nach der Keynote hatte selbst Xiao Lei kaum einen Grund gefunden, der einen unbedingt notwendigen Gerätewechsel rechtfertigt. Aber egal wie die Parameter auf dem Papier aussehen, ob ein Smartphone gut zu bedienen ist, merkt man erst, wenn man es selbst in der Hand hat und ausprobiert. Nach einem eintägigen kurzen Test hat Xiao Lei einige andere Eindrücke von diesem iPhone 18 Pro Max gesammelt.
Wie schlägt sich also dieses „König der Smartphones“ mit einem Einstiegspreis von über 10.000 Yuan dieses Jahr? Kommen wir direkt zum Thema.
Kaum sichtbare Änderungen am Äußeren, große Modifikationen im Inneren
Im Vergleich zum iPhone 17-Serie, die letztes Jahr mit zahlreichen Verbesserungen aufwartete, fällt das iPhone 18 Pro Max dieses Jahr deutlich unspektakulärer aus. Schließlich hat das iPhone 17 Pro Max erst vor kurzem das einstückige Gehäuse aus Aluminium und das neue horizontale Kamera-Design erhalten, es ist offensichtlich unwahrscheinlich, dass Apple dieses Design schon ein Jahr später komplett über den Haufen wirft. Insbesondere im Bereich des Kamera-Designs behält das iPhone 18 Pro Max die horizontal angeordnete „erhöhte Plattform“ bei, die Position der drei Kameras und die gesamte Anordnung weisen keine offensichtlichen Änderungen auf. Als dieses Design letztes Jahr vorgestellt wurde, löste es große Kontroversen aus: Vor allem der zweifarbige Effekt aus Glas auf der Rückseite und dem Aluminium-Gehäuse gefiel einigen Nutzern wegen hoher Wiedererkennbarkeit, während andere ihn als unästhetisch empfanden.
Das Gerät, das wir vor uns haben, ist in der neuen Farbe „Burgundrot“ gehalten. Im Vergleich zum auffälligen „Sternenorange“ des letzten Jahres fällt dieses Rot deutlich zurückhaltender aus. In Innenräumen oder an Orten mit schwachem Licht wirkt es eher als ein violettstichiges Dunkelrot, erst bei Sonnenlicht oder starker Beleuchtung tritt die rote Farbe deutlich hervor. Xiao Lei findet aber, dass der größte Vorteil dieser Weinrot-Farbe darin liegt, dass die Farbteilung auf der Rückplatte nicht mehr so zerrissen wirkt und das Gerät einen einheitlicheren Gesamteindruck hinterlässt.
(Bildquelle: Aufnahme von Lei Tech)
Aus persönlicher ästhetischer Sicht gefällt Xiao Lei diese Farbe sehr. Einerseits ist sie nicht so aufdringlich wie ein leuchtendes Rot, andererseits bietet sie als neue Hauptfarbe dieses Jahres eine ausreichend hohe Wiedererkennbarkeit. Als Lei Tech heute im Apple Store im Tianhe-Einkaufszentrum in Guangzhou vorbeischaute, stellte sich heraus, dass die Weinrot-Farbe tatsächlich die am meisten von Scalpern und Erstkunden beachtete Farbe ist – zumindest löst sie das Problem, dass man „mehr als 10.000 Yuan für ein neues iPhone ausgibt, aber andere es nicht erkennen können“.
Auf der Vorderseite gibt es ebenfalls kaum Änderungen, der Bildschirm misst nach wie vor 6,9 Zoll und die gesamte Anzeigequalität lässt keine Wünsche offen. Die einzig auffällige Änderung ist der kleinere Dynamic Island. Für Nutzer, die bereits seit mehreren iPhone-Generationen an das System gewöhnt sind, bringt diese kleine Anpassung kaum neue Überraschungen.
(Bildquelle: Aufnahme von Lei Tech, links das iPhone 18 Pro Max, rechts das iPhone 16 Pro Max)
Betrachtet man also das Äußere, wirkt das iPhone 18 Pro Max eher als eine kleine Überarbeitung des Vorgängermodells. Wenn man die beiden Geräte nebeneinanderlegt, ist es ohne genaue Prüfung kaum möglich, sie auf den ersten Blick zu unterscheiden – und das macht es natürlich schwer, bei Nutzern der iPhone 17-Serie einen Wechselimpuls auszulösen.
Obwohl das Äußere kaum verändert wurde, hat Apple dieses Jahr fast alle Verbesserungen auf das Innere des Smartphones verlegt: Der A20 Pro nutzt erstmals das 2-nm-Fertigungsverfahren, die Fläche der VC-Wärmeleitplatte wurde weiter vergrößert, und Akkulaufzeit sowie Ladegeschwindigkeit werden weiter verbessert. Noch wichtiger ist, dass die Hauptkamera endlich mit einer variablen Blende ausgestattet ist und die native Kamera-App erstmals Steuerungsfunktionen für professionelle Parameter wie Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich freigibt.
(Bildquelle: Aufnahme von Lei Tech, oben die kleinste Blende, unten die größte Blende)
Wir sprechen jetzt ausführlich über die variable Blende: Diese Technologie ist in der Smartphone-Branche längst kein neues Konzept mehr. Huawei, Samsung und Xiaomi haben bereits Produkte mit dieser Funktion auf den Markt gebracht, deren Aufnahmeergebnisse sehr gut sind. Apple hat bisher an festen Blenden festgehalten und sich zur Bewältigung verschiedener Aufnahmesituationen hauptsächlich auf Mehrbildsynthese, HDR und Nachtmodus verlassen. Dieses Konzept wurde über Jahre verwendet und lieferte sehr stabile Ergebnisse.
Aber mit der immer größer werdenden Hauptkamera-Sensoren werden die Nachteile einer großen festen Blende immer deutlicher. Der Punkt, der den Alltag der Nutzer am meisten beeinträchtigt, ist die Schärfentiefe: Bei Aufnahmen von einzelnen Personen oder Objekten ist die natürliche Unschärfe durch die große Blende sehr nützlich, aber bei Gruppenfotos, Nahaufnahmen von Produkten oder Dokumenten führt die zu geringe Schärfentiefe leicht dazu, dass der Vordergrund scharf ist, der Hintergrund aber bereits unscharf wird. Dieses physikalische Problem lässt sich kaum nur durch Algorithmen lösen. Auf dem iPhone 18 Pro Max können wir die Blende auf f/2.8 oder sogar f/4.0 schließen, um einen größeren Schärfentiefbereich zu erhalten.
Umgekehrt kann bei Nacht die volle Öffnung von f/1.48 die einfallende Lichtmenge so weit wie möglich erhöhen.
Aus der kurzen halbtägigen Erfahrung von Xiao Lei wird man bei der variablen Blende von Apple nicht auf den ersten Blick denken, dass „die Bildqualität massiv verbessert wurde“. Sie wirkt eher wie eine neue professionelle Fähigkeit, die dem iPhone bisher fehlte. Für normale Nutzer, die nur den Auslöser drücken, ist sie vielleicht nicht so wichtig. Aber für Menschen, die wirklich mit dem iPhone Fotos, Videos aufnehmen oder sogar Inhalte erstellen, bietet diese Hauptkamera dieses Jahr deutlich mehr neue Möglichkeiten.
Die Telefoto-Leistung ist auf Flagship-Niveau, bremst die variable Blende sie aus?
Seit jeher ist der größte Vorteil der iPhone-Bildverarbeitung ihre Stabilität. Man muss nichts über Fotografie verstehen, sich nicht um Verschlusszeit, Weißabgleich oder Belichtungsparameter kümmern – man holt das Smartphone heraus, drückt den Auslöser und erhält normalerweise ein Foto, das zumindest nicht schlecht ist. Dieses Konzept von Apple macht das iPhone zu einem sehr nützlichen „Aufzeichnungsgerät“, und das ist auch der Grund, warum über Jahre hinweg sowohl normale Nutzer als auch professionelle Kreative gerne mit dem iPhone Videos aufnehmen.
Aber umgekehrt ist Apple für professionelle Nutzer, die gerne mit Einstellungen experimentieren, nicht sehr freundlich. Obwohl es nach und nach professionelle Formate wie ProRAW, ProRes und Log freigegeben hat und immer wieder betont, dass das iPhone an echten Filmproduktionen teilnehmen kann, weigert sich Apple bisher, die grundlegende Parametersteuerung freizugeben. Um Verschlusszeit, ISO oder Weißabgleich anzupassen, musste man entweder auf Drittanbieter-Kamera-Apps zurückgreifen oder professionelle Geräte anschließen.
(Bildquelle: Grafik von Lei Tech)
Dieses Jahr ändert Apple dieses „alte Konzept“ endlich: Jetzt kann man nicht nur Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich anpassen, sondern auch das Histogramm in Echtzeit anzeigen. In Kombination mit der variablen Blende erhält das iPhone endlich eine Aufnahmelogik, die der von professionellen Kameras ähnelt.
Nach all diesen theoretischen Ausführungen ist es Zeit für einen praktischen Test, beginnen wir mit dem direkt sichtbaren Bildeindruck.
(Bildquelle: Aufnahme von Lei Tech)
Aus den Tagesaufnahmen geht hervor, dass das iPhone 18 Pro Max den typischen bekannten Apple-Stil beibehält. Es erhöht die Bildhelligkeit nicht absichtlich übermäßig und hält die Farbsättigung zurückhaltend. Die Helligkeitsverhältnisse zwischen weißen Wänden, schwarzen Fensterrahmen und umgebenden Pflanzen sind vollständig erhalten. Insbesondere die Lichter auf der Wand werden nicht übersteuert, um die Schatten aufzuhellen, und die dunklen Bereiche im Inneren des Fensters werden nicht zwangsläufig so aufgehellt, dass sie grau wirken.
Viele aktuelle Smartphones liefern Fotos, die auf den ersten Blick sehr ansprechend wirken: Der Himmel ist blauer, die Blätter sind grüner und die Schatten sind heller. Nach längerem Betrachten wirken die Bilder aber schnell „gleichförmig“. Das iPhone 18 Pro Max geht hier deutlich zurückhaltender vor und hält sich näher an das Helligkeitsverhältnis, das man mit bloßem Auge vor Ort wahrnimmt.
(Bildquelle: Aufnahme von Lei Tech)
Bei Farben wie Lila-Rot, die leicht zu Übersteuerung neigen, wird die Farbe der Blüten auf dem iPhone 18 Pro Max nicht durch eine erzwungene Erhöhung der Sättigung verfälscht, und die Blätter werden nicht zu einem extrem leuchtenden Grün. Bei genauer Betrachtung der Blüten erkennt man einen natürlichen Farbverlauf, und die Textur auf den Oberflächen der Blätter bleibt relativ vollständig erhalten.
Natürlich hat dieser Stil auch den Nachteil, dass die Fotos auf den ersten Blick etwas „grau“ wirken. Wenn man den hellen, durchsichtigen und hoch gesättigten Direktausgabe-Effekt von chinesischen Flagship-Smartphones bevorzugt, wird man den standardmäßigen Aufnahmestil von iPhone vielleicht nicht mögen.
(Bildquelle: Aufnahme von Lei Tech)
In diesen Szenen mit hohem Helligkeitsunterschied gibt es klare Ebenen zwischen der Helligkeit der Wand, den Schatten der Bäume und dem Baumstamm im Vordergrund, die Licht- und Schattenverhältnisse werden nicht durch den HDR-Algorithmus zwangsläufig ausgeglichen. Das iPhone 18 Pro Max drückt die dunklen Bereiche nicht komplett unter, um den Himmel und die Wand zu erhalten, und hellt die Schatten nicht so auf, dass das gesamte Foto einen starken typischen HDR-Effekt bekommt.
Aber ehrlich gesagt kann das völlige Unterdrücken von Lichtern manchmal den Bildeindruck beeinträchtigen – das ist vermutlich genau das Aufnahmekonzept von Apple.
Die Leistung der Telefoto-Kamera ist ebenfalls sehr stabil.
Aus zwei Aufnahmen desselben Gebäudes geht deutlich hervor, dass beim Wechsel von der nativen 4-fach-Telefoto auf 8-fach die Details der Fensterrahmen und Wandtexturen auf dem