50.000 Schritte marschiert, Ersthand-Informationen von der IFA 2026: Über 1000 chinesische Hersteller erreichen einen historischen Rekord, und Physical AI trifft genau den Nerv der ausländischen Besucher.
Roboter und KI dringen in reale Anwendungsbereiche ein – chinesische Unternehmen zielen auf die spezifischen Bedürfnisse des Auslandsmarktes ab.
Autor | Li Shuiqing, Chen Junda
Redakteur | Xinyuan
Vor-Ort-Bericht von Zhidongxi am 5. September in Berlin: Am 4. September wurde die weltweit älteste Verbraucherelektronikmesse – die Internationale Funkausstellung Berlin 2026 (IFA 2026) eröffnet. Das Team von Zhidongxi ist vor Ort angekommen und hat fast 50.000 Schritte zurückgelegt, um alle Informationen aus erster Hand über diese Messe zu sammeln.
Beim Betreten des Messegeländes wird man sofort von humanoiden Robotern, KI-Kühlschränken, KI-Waschmaschinen, KI-Brillen und KI-Kopfhörern empfangen. Man merkt schnell, dass die diesjährige IFA immer stärker „KI-fokussiert“ wird. Und an der Spitze dieser Entwicklung stehen nach wie vor eine Gruppe chinesischer Hersteller.
Nach unseren Statistiken nehmen an der diesjährigen IFA insgesamt 932 Unternehmen aus dem chinesischen Festland teil. Zusammen mit Unternehmen aus Hongkong, Macau und Taiwan übersteigt die Zahl 1000, was mehr als die Hälfte aller Aussteller ausmacht und einen historischen Rekord darstellt. Überall im Messegelände ist fast überall chinesische Kommunikation zu hören.
Besonders im IFA Next-Pavillon haben chinesische Roboterunternehmen fast den gesamten Bereich eingenommen. Unternehmen wie Unitree, Fourier Intelligence, UBTech, Accelerated Evolution und YuanPoint Roboter präsentieren alle ihre humanoiden Roboter, sodass die Anzahl der humanoiden Roboter den historischen Höchstwert der IFA erreicht.
Wie ist die Resonanz? Europäische Besucher stimmen mit ihrer Anwesenheit ab. Viele interagieren persönlich mit den Exponaten, einige versuchen sogar, über die Absperrung zu klettern, um mit dem Roboter, der einen Rundkick vorführt, „ein paar Runden zu kämpfen“. Produkte, die sich hinlegen lassen, um Massagen durchzuführen, mit Exoskeletten laufen können oder Haare schneiden, sind im Allgemeinen beliebter als konversationelle KI, die nur „geistig anregend“ wirkt. Die physische KI-Interaktion trifft genau ihren Nerv.
Gleichzeitig sucht KI nach neuen Zugangspunkten. KI-Smartphones, KI-Anhänger, KI-Armbänder, KI-Haustiere, KI-Exoskelette und KI-Brillen tauchen massenhaft auf. Obwohl sie weniger „Schaueffekte“ wie auf der CES aufweisen, passen sie immer besser zu realen Lebensszenarien.
Große Haushaltsgerätehersteller sind nach wie vor die Aushängeschilder der IFA. TCL, Hisense, Changhong, Haier und Midea haben alle ihre allumfassenden KI-Lösungen vorgestellt, deren Pavillons oft Tausende von Quadratmetern groß sind und ganze Bereiche einnehmen. Xiaomi, das zum ersten Mal an der Messe teilnimmt, hat ebenfalls einen großen Auftritt. Sobald wir aus dem Flugzeug stiegen, sahen wir ihre überall verbreiteten Werbungen. Die Marke Xiaomi Mi Home hat während der IFA offiziell angekündigt, dass sie den europäischen Markt in großem Maßstab betritt.
AliExpress, die zu Alibaba gehört, ist zum ersten Mal auf der IFA erschienen. Fast 30 chinesische Marken für den Auslandsmarkt kamen zu ihrem Stand, um Fotos zu machen. Sie umfassen führende Unternehmen in Bereichen wie Großhaushaltsgeräte, Reinigungsroboter, intelligentes Zuhause und KI-Hardware.
Verbraucherelektronikriesen wie Lenovo und Samsung haben nicht direkt an der Messe teilgenommen, sondern gleichzeitig unabhängige Pressekonferenzen in Berlin veranstaltet. Lenovo hat die gesamte Palette seiner KI-PCs vorgestellt, mit rollbaren und klappbaren Bildschirmen, die nacheinander präsentiert werden. Laptops mit dem NVIDIA RTX Spark-Chip können Modelle mit hunderten Milliarden Parametern lokal ausführen. Diese neuen PCs sind während der IFA zu einem beliebten Gesprächsthema geworden.
Man kann sehen, dass die IFA nach mehr als hundert Jahren sich von einer Radiomesse zu einer Technologiebühne für physische KI und humanoide Roboter entwickelt. Und chinesische Hersteller wandeln sich von reinen Produktverkäufern zu Definierern neuer Produktkategorien.
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Berliner Roboter-„Parade“:
Humanoide Roboter dringen in die Verbraucherelektronik ein
Die Hauptakteure sind alle chinesisch
Die diesjährige Präsentationsplattform für humanoide Roboter auf der IFA ist die größte in der Geschichte der IFA, und die Hauptakteure sind zweifellos chinesische Hersteller.
Der Stand von Unitree befindet sich an einer auffälligen Position direkt am Eingang des IFA Next-Pavillons. In der Mitte steht eine Kampfplattform, daneben arbeiten Roboter mit geschickten Händen an feinen Aufgaben, sie sind „geistig und körperlich begabt“, und ausländische Besucher drängen sich in mehreren Reihen darum.
Nicht weit davon entfernt ist Qiangqing ebenfalls zum ersten Mal hier. Sein vollformatiger humanoider Roboter T800 ist 1,73 Meter groß und demonstriert vor Ort Aktionen wie Drachenschlag, Rundkick und schnelle Wiederaufrichtung nach einem Sturz. Mit einem Drehmoment von 450 N·m soll seine Gesamtkörperleistung bereits die eines erwachsenen Mannes gleicher Statur erreicht oder sogar übertroffen haben. Viele Ausländer versuchen, über die Absperrung zu klettern, um mit ihm „ein paar Runden zu kämpfen“. Das beweist eines: Ein kampfstarker Roboter hat immer Zuschauer.
▲ Qiangqing T800
Ebenso beliebt ist der Stand von Fourier Intelligence. Demonstrationen wie die Tai-Chi-Vorführung des A3, das interaktive Fotoerlebnis A3×LinkSoul, die Vorführung traditioneller chinesischer Kalligraphie des A2, der autonome industrielle Materialtransport des G2 und die geschickte Hand OmniHand, die chinesische Zuschauer schon oft gesehen haben, ziehen viele Ausländer zum Zuschauen und Interagieren an.
Accelerated Evolution hat ein Fußballfeld in das IFA-Messegelände gebracht und demonstriert vor Ort autonomen KI-Fußballwettbewerb, bei dem die Roboter ohne Fernsteuerung selbstständig Positionen einnehmen, den Ball stehlen, schießen und sich nach Stürzen wieder erholen. Seine Flaggschiff-Plattform für die humanoid Entwicklung Booster T2 wurde ebenfalls vorgestellt.
Die verbraucherorientierte Marke für verkörperte Intelligenz Qiyuan Roboter unter Fourier Intelligence legt Wert auf Freundlichkeit. Die beiden Produkte Q1 und T1 haben zwei offizielle IFA-Preise gewonnen, und ihr maßgeschneiderter Roboter wurde zum ersten Mal auf der IFA vorgestellt. Der bekannte Technik-Blogger Linus hat sein klassisches IP-Image zu einem Mini-Linus-Themenroboter umgestaltet, was neue Ideen für ein offenes und anpassbares Ökosystem zeigt.
▲ Qiyuan Roboter
YuanPoint Roboter unter Leshang Technology hat die gerade am 2. September veröffentlichte Geek-Version des Roboter Bridge „Xiaoqiao“ vorgestellt. Dieser Roboter gilt als der weltweit erste humanoide Hochleistungsroboter im Preissegment von 10.000 Yuan, der zum Einführungspreis von 8888 Yuan vorbestellt werden kann. Er unterstützt Rückwärtssalto, Tanzen und Springen, bietet offene Schnittstellen für Fernsteuerung und Bewegungserfassung und kann auch mit VR-Geräten zur Steuerung verbunden werden.
▲ YuanPoint Roboter
Die neue Generation des humanoiden intelligenten Arbeitsbegleiters PUDU D7 von Pudu wurde am selben Tag erstmals in Europa vorgestellt und erhielt den IFA-Innovationspreis, der von der IFA offiziell verliehen wird. Besucher vor Ort können mit ihm interagieren, ihn bitten, Dinge zu holen, und sogar Fotos mit ihm machen.
XPeng hat dieses Mal auch seinen humanoiden Roboter Iron nach Europa gebracht, allerdings gibt es nur eine statische Präsentation. Der Mitarbeiter am Stand hat uns gesagt, dass es sich nur um eine leere Hülle handelt.
Der Roboter CyberOne von Xiaomi wurde zum ersten Mal im Ausland vorgestellt und hat vor Ort mit den Besuchern interagiert.