Ein kleines 4-köpfiges Team, das sich ausschließlich der Herstellung eleganter Werkzeuge widmet, hat mit „elektronischen Anhängern“ einen Vorbestellungsumsatz von 2 Millionen erzielt.
Wenn man von E-Paper-Hardware spricht, denken die meisten Menschen zuerst an E-Reader und digitale Bilderrahmen.
Kürzlich hat ein inländisches Team eine originelle Idee umgesetzt und E-Paper zu einem Anhänger verarbeitet, der als „elektronischer Taschenanhänger“ an der Tasche befestigt oder auch als Namensschild, Tischdekoration und Ähnliches verwendet werden kann. Insgesamt liegt die Hauptänderung des Produkts in seiner Form, die Verwendung ist nach wie vor mit den meisten E-Paper-Hardwareprodukten identisch: Man kann Fotos und Illustrationen über die dazugehörige App austauschen.
Dieses Produkt wurde am 11. August auf Kickstarter zur Crowdfunding gestartet, der Verkaufspreis beträgt 49,9 US-Dollar, was etwa 335 Renminbi entspricht – für einen Anhänger ist das nicht billig. Doch etwa eine Woche nach dem Start erreichte der Crowdfunding-Betrag fast 380.000 US-Dollar und wurde von mehr als 3300 Nutzern unterstützt.
„TICKEY“ startete am 11. August die Crowdfunding und erzielte bis zum 2. September rund 380.000 US-Dollar | Quelle: Kickstarter
1. Mit E-Paper zur Freiheit der Anhänger
Als „elektronischer Taschenanhänger“ zieht „TICKEY“ die Nutzer zuerst durch sein Aussehen und Design an.
Das Produkt ist 3,8 mm dick und wiegt 45 g, ungefähr so viel wie ein normaler Acryl-Anhänger, sodass es leicht zu tragen ist. An den oberen und unteren Enden des Gehäuses wurde ein Design hinzugefügt, das an Kinokarten erinnert. In der oberen rechten Ecke und an der Oberseite sind Aufhängelöcher vorgesehen, sodass es an der Tasche befestigt oder mit einer Aufhängekordel als Namensschild verwendet werden kann.
Quelle: Kickstarter
Der Hersteller hat abnehmbare Paneele für das Produkt entworfen, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich sind. Nutzer können die Paneele nach Ende der Crowdfunding separat erwerben und sie mit verschiedenen Fotos und Illustrationen kombinieren, um ihren persönlichen Ausdruck zu verwirklichen.
„TICKEY“ unterstützt den Austausch von Paneelen | Quelle: Kickstarter
Im Kernbereich wurde „TICKEY“ mit der Funktion des „unbegrenzten Bildwechsels“ ausgestattet: Nutzer können Bilder direkt über Bluetooth an das Gerät senden oder Bilder in der dazugehörigen App bearbeiten und dann an das Gerät übermitteln. Später plant das Team auch die Funktion des zeitgesteuerten Bildwechsels hinzuzufügen, sodass der Bildschirm zu verschiedenen Zeiten automatisch zwischen Bildern wechseln kann.
Quelle: Kickstarter
Mit einem Anhänger und austauschbaren Zubehörteilen wird die „Freiheit der Anhänger“ verwirklicht.
Zwischen dem Ziel der Freiheit der Anhänger und der Umsetzungsmethode mit E-Paper besteht jedoch eine gewisse Lücke. Im Vergleich zu Handybildschirmen kann E-Paper weit weniger Farben darstellen.
Das 3,7-Zoll-Farb-E-Paper, das in „TICKEY“ verbaut ist, kann laut Hersteller mehr als 48 Farben darstellen – im Vergleich zu E-Papieren mit 4 oder 16 Farben, die bei einigen früheren Hardwareprodukten verwendet wurden, eignet es sich besser zur Anzeige von Fotos und Illustrationen.
Quelle: Kickstarter
Da Anhänger meist im Freien verwendet werden, wurde „TICKEY“ entsprechend angepasst: Im Gegensatz zu einigen hintergrundbeleuchteten elektronischen Bildschirmen, die bei starkem Licht leicht abdunkeln und die Sicht beeinträchtigen, behält „TICKEY“ auch im Sonnenlicht eine gute Farbwiedergabe bei.
Vergleich der Anzeige von „TICKEY“ mit anderen elektronischen Produkten im Sonnenlicht: „TICKEY“ zeigt auch unter Sonneneinstrahlung lebendige Farben | Quelle: Kickstarter
Die Akkulebensdauer ist der „traditionelle Vorteil“ von E-Paper: Nach der Aktualisierung des Bildes wird fast kein Strom verbraucht. Selbst wenn das Gerät ausgeschaltet ist, bleibt das letzte Bild auf dem Bildschirm erhalten. Laut offiziellen Angaben beträgt die Akkulebensdauer von „TICKEY“ mehr als zwei Monate, wenn es hauptsächlich als Anhänger verwendet wird. Dadurch ähnelt das Produkt eher einem Taschenanhänger als einem elektronischen Gerät, das ständig gewartet werden muss.
Aus den Kommentarbereichen auf Kickstarter geht hervor, dass die Nutzer „TICKEY“ als Anhänger wahrnehmen. Die meisten Fragen der Nutzer konzentrieren sich auf das Aussehen des Produkts, wobei Fragen zum Austausch von Paneelen und zur Anzeigequalität des Bildschirms am häufigsten genannt werden.
Das Team gibt sich jedoch offensichtlich nicht damit zufrieden, nur Dekorationsartikel herzustellen. Neben der Funktion als Anhänger wurden weitere Nutzungsszenarien für diesen Bildschirm erweitert.
Beispielsweise plant der Hersteller, Funktionen wie Wetter, Kalender und Pomodoro-Timer in die App zu integrieren. Wenn Nutzer „TICKEY“ nicht nach draußen tragen, können sie es auch auf den Tisch stellen oder an den Kühlschrank magnetisch befestigen, um es als Informationsbildschirm oder Tischassistent zu verwenden.
Tisch-Nutzungsszenario von „TICKEY“ | Quelle: Kickstarter
Wenn man es unterwegs verwendet, können Nutzer mit einem leichten Tippen des Handys auf „TICKEY“ (NFC) ihre persönliche Homepage, ihr Portfolio, Veranstaltungsseiten oder Social-Media-Links öffnen und es anderen als elektronische Visitenkarte oder Messenamensschild vorzeigen.
„TICKEY“ wird als Namensschild verwendet | Quelle: Kickstarter
Für fortgeschrittene Nutzer bietet „TICKEY“ auch eine Entwicklerausgabe an. Die Entwicklerversion verwendet dieselbe Kernhardware wie die Standardversion, verfügt aber über zusätzliche 128 MB Speicherplatz und einen offenen Firmware-Entwicklungsbereich, um Entwickler zur Erweiterung neuer Funktionen anzuregen.
Allerdings verfügt E-Paper schließlich nicht über Interaktionsfunktionen. Am Beispiel der oben genannten Aufgabenliste müssen Nutzer weiterhin das Handy zur Interaktion verwenden und das Bild neu übermitteln, wenn der Fortschritt abgeschlossen ist. Hier gibt es noch viele Interaktionsdetails, die optimiert werden müssen.
Quelle: Kickstarter
Laut eigenen Angaben des Enilinx-Teams wurde „TICKEY“ entwickelt, weil man „das Gefühl von E-Paper liebt, das ständig vorhanden ist. Es zeigt nur ein Bild, das für dich in diesem Moment Bedeutung hat, sodass die Technologie auf natürliche Weise in unserem Alltag präsent ist.“ Ob als Taschenanhänger, Informationstafel oder Namensschild – „TICKEY“ lässt das E-Paper aus fest installierten Geräten heraustreten und gelangt in alltäglichere, nähere Nutzungsszenarien der Nutzer.
Die kleinen Bedürfnisse im eigenen Leben zu erkennen und sie mit Technologie zu Hardware-Lösungen umzusetzen, ist nicht der erste Versuch von Enilinx.
2. Kleines Team mit 4 Mitgliedern, spezialisiert auf schöne kleine Tools
Hinter „TICKEY“ steht das Enilinx-Team mit nur 4 Mitgliedern. Auf der offiziellen Website des Teams wird seine Produktlogik mit dem Satz „We Build What We Need“ zusammengefasst: Man entwickelt Tools, die man selbst braucht, aber auf dem Markt nicht finden kann. Gleichzeitig legt das Team bei der Erschließung von Bedürfnissen auch großen Wert auf das Aussehen und den persönlichen Ausdruck der Produkte, wie aus seinen früheren Produkten hervorgeht.
Sein vorheriges Crowdfunding-Produkt „Flexbar“ ist ein typisches Beispiel. Apple hat früher das Touch Bar auf dem MacBook Pro eingeführt, bei dem ein Touchscreen einen Teil der physischen Funktionstasten über der Tastatur ersetzte. Doch dieses Design wurde bald eingestellt. Das Enilinx-Team war der Ansicht, dass Geräte mit „anpassbarem Aussehen und vereinfachtem Arbeitsablauf“ wie das Touch Bar immer noch Potenzial haben, und beschloss daher, „diese Idee weiterzuverfolgen“ und das Tisch-Hardwareprodukt „Flexbar“ auf den Markt zu bringen.
„Flexbar“ ist mit einem 10-Zoll-OLED-Langbildschirm ausgestattet und kann über USB mit Windows und Mac verbunden werden. Im Gegensatz zum ursprünglichen Touch Bar von Apple ist das Produkt nicht mehr an der Tastatur befestigt: Es kann horizontal, vertikal platziert oder separat auf den Tisch gestellt werden. Gleichzeitig unterstützt es haptisches Feedback, Kurzbefehle und den automatischen Wechsel der Steuerungsoberfläche für verschiedene Software.
Quelle: Kickstarter
Ähnlich wie „TICKEY“ lässt auch „Flexbar“ den Nutzern Raum für individuelle Anpassungen des Aussehens. Die Hardware selbst ist in verschiedenen Farben wie Silber und Space-Schwarz erhältlich. Bei der Anzeige können Nutzer über das dazugehörige Werkzeug selbst Schaltflächen, Symbole und Oberflächenlayouts entwerfen und sogar den gesamten Bildschirm zu einem „Tschüss-Bar“ mit persönlichen ästhetischen Elementen gestalten.
„Tschüss-Bar“: Die Dekoration von „Flexbar“ mit persönlichen ästhetischen Elementen | Quelle: Xiaohongshu
Dieses auf den ersten Blick Nischenbedürfnis wurde schließlich von 2009 Nutzern unterstützt und erzielte einen Crowdfunding-Betrag von rund 330.000 US-Dollar.
Darüber hinaus beteiligte sich Enilinx im Jahr 2026 an dem Design des E-Paper-Monitors „Modos Flow“, was ebenfalls die große Wertschätzung des Teams für Aussehen und Details widerspiegelt. Das Team gibt an, dass es sich nicht damit zufriedengebe, „die Bauteile in ein Gehäuse zu stecken“, sondern die Dicke des Gehäuses und die Ränder wiederholt anzupassen. Sogar um die weiße Farbe des bedruckten Bereichs des Gehäuses dem Weiß des E-Paper-Panels anzunähern, wurde die Tintenfarbe mehrfach angepasst.
Von „Flexbar“ über „Modos Flow“ bis hin zu „TICKEY“ ist die Produktidee sehr konsistent: Sie lösen Bedürfnisse und lassen den Nutzern gleichzeitig Raum für individuelle Anpassungen nach ihren eigenen Anforderungen, wobei großer Wert auf ästhetisches Design und persönlichen Ausdruck der Produkte gelegt wird. Für das Enilinx-Team ist das Aussehen kein Zusatz jenseits der Funktionen, sondern ein wichtiger Anreiz, der darüber entscheidet, ob