Der Vater von Googles TPU wurde über Nacht von Anthropic abgeworben.
Vater des Google TPUs wechselt zu Anthropic?
Gleich heute früh wurde die KI-Branche von dieser Nachricht überflutet.
Ausländische Medien enthüllten eine Sensation: Anthropic hat es geschafft, den ehemaligen Google-Manager, den berühmten „Vater des TPUs“ Amir Salek, abzuwerben!
Es sieht so aus, als wolle Anthropic selbst Chips herstellen.
Zuvor hat Anthropic bereits den Kernmitarbeiter für die Eigenentwicklung von Chips von OpenAI abgeworben.
Offensichtlich hat der wahre Entscheidungskampf um das Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) bereits von der Softwareebene auf die Chipebene übergegriffen!
Vater des TPUs + Überläufer von OpenAI, diese Besetzung ist erschreckend stark
Für die Eigenentwicklung von Chips sind die „genialen Köpfe“ immer das Wichtigste.
Die Abwerbeaktion von Anthropic diesmal ist ein gezielter Treffer.
In der Halbleiter- und KI-Rechenleistungsbranche ist der Name Amir Salek weithin bekannt.
Er ist der berühmte Vater des Google TPUs und war 9 Jahre lang die zentrale Seelenfigur dieses Projekts.
Bevor er zu Google kam, arbeitete Salek bereits unter Jensen Huang und leitete das SoC-Designteam von Nvidia, sodass er die grundlegende Logik von GPU und komplexen Chiparchitekturen bestens kennt.
2013 trat er in Google ein. In diesen 9 Jahren hat er nicht nur das maßgeschneiderte Siliziumteam von Google von Grund auf aufgebaut, sondern auch die ersten sieben Generationen von TPUs unter seiner Leitung ausgeliefert!
Man muss wissen, dass TPU das „Wunderwerk der Rechenleistung“ war, das Google damals speziell für das KI-Maschinelle Lernen entwickelt hat, um die Abhängigkeit von Nvidia zu beseitigen.
Gerade wegen des TPUs hat Google das Selbstvertrauen, sich mit Nvidia zu messen.
Nach seinem Ausscheiden aus Google im Jahr 2022 war Salek nicht untätig, sondern trat bei dem weltweit führenden Private-Equity-Unternehmen Cerberus Capital Management als Senior Managing Director ein.
Dadurch beherrscht er nicht nur die Technik, sondern auch das Kapitalmanagement und die kommerzielle Expansion von unternehmensweiten Chipprojekten.
Heute berichtet dieser „Vater des TPUs“, der Technik, Management und Geschäftssinn in sich vereint, offiziell an James Bradbury, den Leiter der Rechenabteilung von Anthropic.
Darüber hinaus hat Anthropic nicht nur Google abgeworben, sondern auch die Trumpfkarte von OpenAI nicht verschont.
Erst im Juni dieses Jahres wechselte Clive Chan geräuschlos zu Anthropic.
Er war der zweite Hardware-Mitarbeiter im Team für die Eigenentwicklung von Chips bei OpenAI und zudem ein frühes Kernmitglied des streng geheimen Eigenentwicklungs-Chipprojekts von OpenAI (Codename Jalapeno).
Das Chipherstellungsteam von Anthropic hat nun perfekt den „Gründungsleiter des Google TPU“ + den „Kernfachmann für die Eigenentwicklung von Chips bei OpenAI“ zusammengebracht.
Gleich in diesem Monat hat Anthropic gerade angekündigt, dass die interne Custom-Silicon-Abteilung offiziell gegründet wird – es sieht so aus, als seien sie bereit, das Spiel grundlegend zu verändern.
Warum selbst Chips herstellen?
Man sagt, Anthropic hat so viel Geld eingesammelt und wird zudem von Amazon AWS und Google Cloud unterstützt – warum sollte man sich die Mühe machen, selbst Chips zu entwickeln, statt einfach Nvidias H100 zu kaufen, die doch so gut ist?
Die Antwort lautet: Man kann sie sich leisten, aber man kann die Kosten nicht auf Dauer tragen; statt sich von anderen abhängig zu machen, ist es besser, selbst die Kontrolle zu übernehmen.
Jensens Huang Grafikkarten sind zwar gut, aber die Geräte sind teuer und die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Berichten zufolge werden die Rechenleistungskosten von Anthropic im Jahr 2026 auf 19 Milliarden US-Dollar geschätzt, während die Inferenzkosten im Jahr 2025 das Budget um 23 % überschritten haben. Die Bruttomarge des Unternehmens im Jahr 2025 betrug 40 %, was einen deutlichen Abstand zu dem von den Investoren mitgeteilten Ziel von 77 % Bruttomarge aufweist, das vor dem erwarteten Börsengang an der NASDAQ erreicht werden soll.
Für einen Giganten wie Anthropic, der sich der AGI verschrieben hat, sollte die „Nvidia-Steuer“ so weit wie möglich verringert werden.
Die Eigenentwicklung von Chips ist der einzig richtige Weg.
Darüber hinaus sind allgemeine GPUs schließlich nicht speziell für Claude angepasst.
Apples M-Chips können eine Vielzahl herkömmlicher PC-Prozessoren übertreffen, was auf das gemeinsame Design von Software und Hardware zurückzuführen ist.
Anthropic möchte dasselbe auch für Claude erreichen.
Wenn die Leute, die den Algorithmus des Claude-Großmodells kennen, mit den Leuten zusammenarbeiten, die die unterliegenden Chips entwerfen, können „Modell + Chip“ tief miteinander verbunden werden.
Das zukünftige Claude könnte bei deutlich niedrigeren Kosten eine weit über die Konkurrenz hinausgehende Inferenzgeschwindigkeit und Intelligenzstufe erreichen.
Darüber hinaus muss Anthropic mit einer internen Chipherstellungsabteilung nicht mehr in der Schlange stehen, um an knappe Rechenzentrumsressourcen zu gelangen.
Dadurch können sie nicht nur die Hardware nach ihren eigenen Anforderungen anpassen, sondern auch Engpässe in der Lieferkette wirksam verringern.
Nicht nur die Siliziumchips im Fokus
Das Bild von Anthropic als „Infrastruktur-Wahnsinniger“
Zugleich mit der Einstellung von Amir Salek führt Anthropic weltweit eine erstaunliche „Großeinkaufsaktion für Rechenleistungsinfrastruktur“ durch.
Erstens ihre erste Vorbereitung: Die bestehenden Großlieferanten halten.
Anthropic hat die Verbindungen zu seinen bestehenden Lieferanten nicht abrupt abgebrochen. Es wurde enthüllt, dass sie weiterhin massiv Chips von Nvidia, Amazon und Google kaufen.
Die zweite Vorbereitung: Hohe Investitionen in externe Startups, um die zukünftige Produktionskapazität zu sichern.
Anthropic hat zudem äußerst selten hohe Summen in externe Chipherstellungsunternehmen investiert.
Kürzlich haben sie bei Fractile, einem britischen Startup für KI-Chips, eine anfängliche verbindliche Bestellung im Wert von bis zu 250 Millionen US-Dollar aufgegeben.
Wie bekannt ist, entwickelt Fractile eine völlig neue Hardwarearchitektur, die verspricht, LLM-Inferenz mit extrem niedrigem Stromverbrauch zu ermöglichen.
Mit dieser Aktion erreicht Anthropic, dass sie nicht nur selbst Chips herstellen, sondern auch die vielversprechende Produktionskapazität von Drittanbieter-Chip-Startups sichern.
Die dritte Vorbereitung: Aggressiv Land erwerben, um Rechenzentren und Strom zu sichern.
Kürzlich hat Anthropic heimlich eine Reihe von Infrastrukturvereinbarungen getroffen, deren Partner sogar Riot Platforms Inc. (eines der größten Mining-Unternehmen der USA) und Volta Infra Holdings Ltd. umfassen.
Die zyklischen Schwankungen auf einem Markt führen dazu, dass viele Mining-Anlagen nach einer Umorientierung suchen.
Anthropic ist dabei, massiv günstig einzukaufen.
Offensichtlich baut sie mit einer radikalen Haltung ihre eigene, exklusive Festung der Rechenleistung auf.
Heute hat der Wettbewerb zwischen den Großunternehmen für Großmodelle sein Gesicht vollständig verändert.
Früher konkurrierte man um Algorithmen und Daten, später um die Finanzierung.
Jetzt hat der Kampf die Chipherstellung erreicht.
Wer als Erster den geschlossenen Kreislauf aus „Modellarchitektur + unterliegendem Siliziumchip“ abschließt, kann bei den Inferenzkosten einen sprunghaften Vorsprung erzielen.
Heute hat OpenAI den Jalapeno-Chip, Anthropic hat den von Amir Salek angeführten, exklusiv für Claude entwickelten TPU.
Wer die Rechenleistung beherrscht, kann die Zukunft der AGI definieren.
Referenzquellen:
https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-08-21/anthropic-taps-google-chip-veteran-as-part-of-push-into-hardware
https://www.techtimes.com/articles/325089/20260820/anthropic-bet-250m-unshipped-silicon-why-fractile-earned-pre-revenue-contract.htm
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Offiziellen Konto „Xinzhiyuan“, Autor: ASI Offenbarung, Redakteur: Aeneas, veröffentlicht mit Genehmigung von 36Kr.