Frontlinie | Bambu Lab lanciert das UV-Drucker-Projekt für Konsumenten und hat die ersten Forschungs- und Entwicklungsstellen bereits ausgeschrieben.
Text von Zhang Ziyi
Redaktionelle Bearbeitung: Yuan Silai
Laut Informationen von 36kr hat Bambu Lab das Projekt für verbraucherorientierte UV-Drucker gestartet, und die ersten Stellen für Forschungs- und Entwicklungsmitarbeiter wurden kürzlich zur Rekrutierung ausgeschrieben.
Am 19. August bestätigte Bambu Lab, dass das Unternehmen das Projekt für verbraucherorientierte UV-Drucker bereits gestartet hat. Eine mit Bambu Lab vertraute Quelle berichtete, dass derzeit mehr als zehn Stellenbereiche für das Projekt geplant sind, die Forschungs- und Entwicklungsgliederungen wie Druckkopfantrieb, Wellenform und Tintenpfad, Materialprüfung sowie Softwarekooperation abdecken.
Derzeit sind auf der offiziellen Website von Bambu Lab Stellen wie Experte für UV-Drucktechnik, FPGA-Entwicklungsingenieur, Tintenstrahlsteuerungsingenieur und Konstruktionsingenieur (Tintenpfadsystem) ausgeschrieben. Aus den Stellenanforderungen geht hervor, dass einige Positionen von den Bewerbern Erfahrung bei der Auswahl oder Entwicklung gängiger Druckköpfe wie Epson, Ricoh und Xaar sowie Erfahrung in der Massenproduktion von industriellen und gewerblichen Tintenstrahlgeräten verlangen.
Das bedeutet, dass Bambu Lab nach 3D-Druck und Laserbearbeitung in ein weiteres digitales Fertigungsgerät einsteigt: den UV-Drucker.
UV-Druck wird derzeit hauptsächlich in Bereichen wie Werbung, Verpackung und industriellem Druck angewendet. Im Vergleich zu gewöhnlichen Heimdruckgeräten sind das Gerätevolumen, der Preis und die Nutzungshürde herkömmlicher UV-Drucker höher. Laut in Pressemitteilungen zitierten Daten von Mordor Intelligence belief sich der weltweite Markt für UV-Drucker im Jahr 2026 auf etwa 1,1 Milliarden US-Dollar. Es wird erwartet, dass er bis 2031 1,58 Milliarden US-Dollar erreicht, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,59 % im Zeitraum von 2026 bis 2031 entspricht.
Für Bambu Lab liegt der Schlüssel zum Einstieg in diesen Markt nicht nur darin, einen UV-Drucker herzustellen, sondern darin, ob es sein bisheriges Produktkonzept bei verbraucherorientierten 3D-Druckern fortsetzen kann – die ursprünglich für professionelle Nutzer konzipierten Geräte zu verkleinern, die Nutzungshürde zu senken und durch die Kombination von Hard- und Software auch normalen Nutzern die Durchführung komplexerer Fertigungsabläufe zu ermöglichen.
Im vergangenen Jahr hat Bambu Lab die Produktgrenzen außerhalb des 3D-Drucks deutlich erweitert.
Das im März 2025 vorgestellte Flaggschiffprodukt H2D integriert neben dem 3D-Druck weitere Bearbeitungsverfahren wie Laserschneiden und -gravieren, CNC-Messerschneiden und Zeichnen. Am 13. August dieses Jahres hat Bambu Lab zudem das Laserprodukt R1 vorgestellt. Nach dem Start des UV-Drucker-Projekts decken die derzeit von Bambu Lab öffentlich vorangetriebenen technischen Routen bereits 3D-Druck, Laserbearbeitung und UV-Druck ab.
Aus diesen Produktmaßnahmen geht hervor, dass Bambu Lab versucht, sich von einem Unternehmen für 3D-Drucker zu einem Hardwareunternehmen zu entwickeln, das mehr Verfahren der Tischfertigung abdeckt.
Im Vergleich zum 3D-Druck umfasst der UV-Druck jedoch neue technische Systeme wie Druckköpfe, Tintenpfade und Materialanpassung. Diese groß angelegte Rekrutierung von Ingenieuren mit Erfahrung im Bereich Tintenstrahlgeräte zeigt auch, dass sich das Projekt noch in der Phase befindet, in der der Aufbau von Team und technischen Fähigkeiten zur Produktverwirklichung vorangetrieben wird. Über die Produktform, den Preis und das Veröffentlichungsdatum des ersten verbraucherorientierten UV-Druckers hat Bambu Lab bisher keine Angaben gemacht.