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Mit 70 Yuan pro Person und 2 Stunden wildem Anstecken erobert ein preiswertes Tempura-Spezialitätengeschäft das ganze Land im Sturm

餐饮老板内参2026-07-17 10:04
ein deutliches Anzeichen für die Verlagerung des Konsums

Tempura mit einem Durchschnittsverzehr von 70 Yuan pro Person ist ein Riesentrend – Anstehen dauert mindestens eine Stunde

Um 11:30 Uhr am Vormittag bog Neicanjun von der U-Bahn ab zur B2-Ebene des Qingdao MixC, um ein Lokal namens „Hakata Ichiten Tempura & Steak Bowl“ zu besuchen. Er hatte angenommen, dass an Werktagen kein Anstehen nötig sei, aber noch bevor er eintrat, sah er eine lebhafte Schlange vor der Tür: Gruppen von zwei bis drei Personen, insgesamt etwa 20 bis 30 Wartende.

Vor den Wartenden fand eine „Tempura-Show“ statt: Zwei Köche in japanischer Kochuniform und hohen Mützen bereiteten gekonnt den Teig zu, frittierten die Zutaten und holten das goldgelbe Tempura mit langen Stäbchen heraus, um es auf Ölpapier zu legen. Diese Szene, zusammen mit der Schlange vor der Tür, war die beste Werbung.

Da er alleine essen wollte, kam er schnell an die Reihe. Der Kellner an der Tür erwähnte, dass an Werktagen mittags für zusammenhängende Plätze für zwei bis drei Personen etwa eine Stunde Wartezeit anfällt, abends mehr als eineinhalb Stunden, und an Wochenenden kann die Wartezeit sogar zwei Stunden betragen.

Die Warteschlangen vor Tempura-Läden gibt es nicht nur in Qingdao, sondern auch in Städten wie Guangzhou und Peking. Das Hakata Tempura im Guangzhou Panyu Tianhe City steht ständig in der Warteschlange; um 19 Uhr am Samstagabend gab es bereits keine Nummern mehr, man musste anstehen. Bei Hakata Ichiten in Beijing Chaoyang Hopson One ist eine einstündige Wartezeit am Werktagmittag längst zur Normalität geworden.

Heute siedeln sich Tempura-Spezialgeschäfte mit einem Durchschnittsverzehr von 60 bis 70 Yuan pro Person dicht in den Kern-Geschäftsvierteln des Landes an und sind zum „neuen Liebling“ junger Angestellter und Einkaufszentren geworden.

Doch hinter den Marken mit ähnlichen Namen stecken nicht dieselben Betreiber. Man muss klarstellen: „Hakata Tempura Tai“ und „Hakata Ichiten“ sind zwei völlig unterschiedliche Marken. Hakata Tempura Tai ist eine Untermarke des bekannten japanischen Ramen-Restaurants Hakata Ippudo, das bereits 2016 eröffnet wurde, während Hakata Ichiten eine neue aufstrebende Marke ist. Außerdem gibt es in Shanghai noch das „Tiantian Tempura Spezialgeschäft“, das bereits fünf bis sechs Filialen betreibt und ebenfalls auf ein preisgünstiges Konzept setzt.

Der Grund, warum diese Tempura-Spezialgeschäfte so schnell Fans gewinnen, liegt in der erfolgreichen Modifikation des traditionellen japanischen Küchenkonzepts. Sie verwenden fast alle das „Itamae“-Modell: Die Gäste sitzen um die Theke herum, und der Koch frittiert die Zutaten direkt vor ihnen. Das verkürzt die Lieferkette, sorgt dafür, dass der Teig knusprig bleibt, und verleiht dem Esserlebnis gleichzeitig Unterhaltungswert und Ritualcharakter.

Gleichzeitig senkt der Preis von 60 bis 70 Yuan pro Person im Vergleich zu hochwertigen Tempura-Gerichten, die oft Hunderte von Yuan kosten, die Einstiegshürde erheblich und trifft genau das Bedürfnis junger Kunden, „mit wenig Geld gut zu essen, schöne Fotos zu machen und sie in sozialen Netzwerken zu teilen“.

Hinter dem Trend: Eine „große Sammlung“ verschiedener Beliebtheitsströmungen

Wenn man diese lange Warteschlangen verursachenden Tempura-Läden genau analysiert, wird klar, dass hinter der Beliebtheit eine Kombination verschiedener aktueller Trends steckt.

Itamae-Modell: Ein Platz zum Zuschauen und der beste Platz zum Fotografieren

Alles kann Itamae sein. Das „Itamae“-Konzept der gehobenen japanischen Küche wird auf die Massengastronomie heruntergebrochen: Die Verbraucher können den gesamten Kochprozess direkt miterleben.

In Tempura-Läden konzentriert sich der Koch in japanischer Uniform darauf, die Zutaten in den Teig zu tauchen, sie ins heiße Öl zu legen, sie vorsichtig mit Stäbchen zu wenden und sie schnell herauszuholen. Der gesamte Frittierprozess wirkt wie ein rhythmischer Live-Auftritt.

Die Gäste beobachten den Kochvorgang, ihr Erlebnis wird erheblich gesteigert, und gleichzeitig wird ihre Aufmerksamkeit so sehr gefesselt, dass ihre Erwartungen an den Service sinken.

Dieser Sitzplatz ist nicht nur ein Platz zum Zuschauen, sondern auch ein perfekter Platz zum Aufnehmen von Fotos. In der heutigen Zeit, in der Kurzvideos die Kommunikation dominieren, sind das Frittieren von Tempura und das Braten von Steak ideale Videomaterialien. Früher verlangte die Gastronomie, dass Gerichte „fotogen“ sind, heute muss sie „Videomaterial“ liefern – daher wird das Itamae-Konzept so populär.

Beliebtheit japanischer Großprodukte: Von umfassend zu „minimalistisch“

Früher betrat der Verbraucher ein japanisches Restaurant und sah sich einem dicken Menü gegenüber, von Vorspeisen über Sushi, Tempura bis Udon-Nudeln, dazu Unadon und Sukiyaki – es schien, als würde das gesamte japanische Essen abgedeckt.

In den letzten Jahren hat sich das Bild geändert: Japanische Großprodukte werden populär, angefangen von der Sushi-Welle, die Marken wie Sushiro angeführt haben, bis hin zu beliebten Sukiyaki-Buffets wie „Niu New Sukiyaki“. Das Menü wird „verschlankt“, die Auswahl ist minimalistisch: Die Gäste müssen nicht mehr lange überlegen, sondern wählen einfach, was sie essen wollen.

In der Ära der „großen japanischen Menüs“ war das Wissen der Verbraucher bereits verbreitet. Wenn man ein „Großprodukt“ herauslöst, wirkt es neu und spannend, ohne dass zusätzliche Marktaufklärung nötig ist.

Die neue Version des „Einzelessens“: Leichtes Zusammensein mit Freiheit beim Essen

Als Neicanjun das Lokal besuchte, fand er zufällig einen freien Platz, weil er alleine essen wollte, und konnte ohne Anstehen eintreten. Der Kellner, der für die Ordnung an der Tür sorgte, erwähnte, dass heute die meisten Gäste zu zweit kommen, und die zusammenhängenden Plätze die längste Wartezeit verursachen.

Nach dem Hinsetzen beobachtete Neicanjun, dass das Lokal hauptsächlich von modisch gekleideten jungen Frauen besucht wurde, die zu zweit leicht zur Seite saßen, während sie knusprige, saftige Frittiergerichte aßen und plauderten. Zum Schluss bestellten sie noch Pudding oder Soufflé – süß und erfrischend, um das lockere Beisammensein auf eine angenehme Weise abzuschließen.

Früher konzentrierten sich Einzelessens-Läden auf Trennwände, Alleinsein und Ruhe, um „gut alleine zu essen“. Die heutige Version des Einzelessens durchbricht die Grenzen des Alleinseins – das Schlüsselwort ist „Zusammensein“ statt Alleinsein. Es ist nicht mehr nur „alleine essen“, sondern „1+1…“.

Leichtes Zusammensein, aber jeder hat die Wahlfreiheit, ohne sich für andere zu verbiegen. Das Menü-System der Tempura-Läden ist genau für diese Szene gemacht: Jeder hat ein reichhaltiges, komplettes Menü, dazu kann man noch Sushi und Dessert bestellen – entspannt und stilvoll.

Überall „schöne Gerichte“: Konsumentscheidungen, bei denen das Aussehen zuerst zählt

Das „schöne Gericht“ hat sich von der Yunnan-Guizhou-Küche stetig weiterentwickelt und ist jetzt in der dritten Generation angekommen – mit vielfältigeren Küchenarten und ästhetischeren Konzepten. Das spiegelt einen großen Trend in der Gastronomie wider: Ästhetik ist nicht mehr ein Pluspunkt, sondern eine Grundvoraussetzung. Die erste Bedingung für die Entscheidung der Verbraucher ist, ob das Essen gut aussieht.

Die neu verpackten Tempura-Gerichte tragen von Natur aus das „schöne Gericht“-Gen: Die Menüs werden in eleganten japanischen Essensboxen serviert. Über dem Reis liegt das goldgelbe Tempura mit seiner knusprigen Hülle, verführerisch duftend. Daneben gibt es Gemüsesalat, kleine Tofu-Snacks, Kimchi und Suppe – farbenfroh und kunstvoll angerichtet.

Man sieht leicht, dass die beliebten Tempura-Läden alle Konsumbedürfnisse junger Menschen kombinieren: Einfache, klare Großproduktstrategie, die Qual der Wahl vermeidet; der sichtbare Frittierprozess steigert das Erlebnis; die kunstvolle Anordnung lässt schöne Fotos im Handumdrehen entstehen; separate Menüs erlauben es, auch in Gesellschaft zu essen, ohne sich über den Geschmack anderer anpassen zu müssen.

Von Produkt, Raum bis zu sozialen Szenarien passt sich alles an die heutigen Konsumgewohnheiten an. Mit der Überlagerung verschiedener Trends ist es kein Wunder, dass die Läden ständig voll sind und lange Warteschlangen haben.

„Herunterdimensionierung“ und „Hochdimensionierung“ im großen Gastronomietrend

In Japan, wo die Gastronomie „Götter“ hervorbringt, gibt es neben dem „Sushi-Gott“ Jiro Ono auch den „Tempura-Gott“ Tetsuya Saotome. Er begann mit 17 Jahren in dem Beruf und hat in über 50 Jahren mehr als 30 Millionen Tempura-Stücke frittiert – fast ohne jemals Pause zu machen.

Er glaubt, dass Tempura nicht einfach nur „Frittiergut“ ist, sondern ein raffiniertes wissenschaftliches Experiment mit Wasser und eine wunderbare Kochkunst. Natürlich kostet es etwa 2000 Yuan, um die Kunst des „Tempura-Gottes“ zu erleben und ein vollständiges Erlebnis zu haben.

In Shanghai gibt es auch viele Tempura-Marken, wie das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Lokal Ginza Onodera Tempura aus Tokio Ginza, dessen Mittagsmenü etwa 980 Yuan kostet und das Abendmenü noch teurer ist.

Mit Faktoren wie Kochphilosophie, saisonalen Zutaten, Handwerkskunst und Ritualcharakter entwickelt sich Tempura zu einer gehobenen Gastronomiekategorie. Heute kann man diese Kochkunst schon für unter 100 Yuan erleben – das Wertgefühl steigt sprunghaft an.

Diese Art der Gastronomieentwicklung ist genau das, was in der Branche populär ist – hochwertige Großprodukte zu erschwinglichen Preisen.

Das entspricht dem Bedürfnis der Verbraucher nach einem Wert, der über den Preis hinausgeht. Wenn man weiß, dass ein ähnliches Erlebnis in gehobenen Lokalen ein Dutzend Mal mehr kostet, wird das aktuelle Essen sofort sehr wertvoll. „Erlebnissteigerung im Zuge des Konsumrückgangs“ ist genau das wirksamste Mittel in der heutigen Gastronomie.

Nach unten hin bedeutet es, hochwertige Produkte erschwinglich zu machen; nach oben hin ist es die „Erlebnissteigerung“ der traditionellen Schnellküche.

Wenn man sich die beliebten Gastronomiemarken des Jahres 2026 ansieht: neu gestaltete Nudelläden, Knödelkneipen, die jetzt auch Alkohol verkaufen, und Schweinefleisch-Reis-Läden mit taiwanesischen Elementen – das sind alles Beispiele für die Entwicklung von Schnellküche zu vollwertigen Mahlzeiten. Die Verbraucher geben sich nicht mehr mit einer einfachen Schüssel Nudeln, einem Teller Knödel oder Schweinefleisch-Reis zufrieden, sondern suchen nach einer besseren Umgebung und einem vollständigeren Esserlebnis.

Zurück zur Tempura-Kategorie: Das heutige Konzept geht von dem Grundbedürfnis aus, satt zu werden, und fügt das Itamae-Erlebnis sowie weitere Kategorien wie Desserts hinzu, um das Erlebnis zu vervollständigen – die Schnellküche wird „hochdimensioniert“.

„Im fünften Konsumzeitalter hat sich der Kern des Konsums von „Materiellem“ zu „Glück und Wohlbefinden“ gewandelt. Die Bedürfnisse der Verbraucher verschieben sich von instrumentellen Zwecken zu sofortiger Befriedigung. Das bedeutet, dass Glück nicht mehr nur das Ergebnis ist, sondern der Ausgangspunkt des Konsums.“

In seinem Werk „Das fünfte Konsumzeitalter“ hat der japanische Soziologe Atsushi Miura diese These aufgestellt. Man kann sie grob so verstehen: Der heutige, stark zweckorientierte Konsum wandelt sich langsam zu einem