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Die Lage hat sich über Nacht umgekehrt: Südkoreas Chip-Aktien stürzen ab, während Technologiewerte an der Hongkong-Börse stark anziehen – das globale Kapital im KI-Bereich vollzieht eine große Umschichtung.

36氪的朋友们2026-07-09 18:34
Die Aktienmärkte Südkoreas und Hongkongs kehren ihre Bewegungen um, und Kapital strömt in weniger überlaufene chinesische KI-Vermögenswerte

Laut Berichten mehrerer ausländischer Medien haben die in der Vergangenheit zurückgebliebenen Technologieaktien in Hongkong kürzlich eine Erholung erlebt, während der anhaltende Ausverkauf südkoreanischer Chip-Aktien den KOSPI in einen Bärenmarkt gezogen hat. Dies bedeutet, dass Kapital in weniger überfüllte KI-Handelsbereiche strömt. 

Laut Berichten der Nachrichtenagentur Dow Jones stieg der Hang-Seng-Index in Hongkong am Mittwoch dieser Woche um 3,0 %, während der als „Hongkongs Nasdaq“ bekannte Hang-Seng-Tech-Index um 5,0 % anstieg. Gleichzeitig fiel der KOSPI um 5,3 % und notierte damit insgesamt 23 % unter seinem jüngsten Hoch – damit ist er in den Bärenmarkt eingetreten. 

Die Bewegungen der beiden Märkte haben sich umgekehrt: Im ersten Halbjahr dieses Jahres gehörte der KOSPI zu den leistungsstärksten Indizes in Asien, während der Hang-Seng-Index deutlich zurückblieb. 

Am Mittwoch stieg der Hang-Seng-China-Unternehmensindex zeitweise um 3,4 % und verzeichnete damit den größten Anstieg seit 14 Monaten. An diesem Tag schossen die Aktien von Alibaba um 12 % nach oben – die beste Tagesperformance seit fast einem Jahr. Baidu stieg um 6,3 % und Tencent Holdings um 3,8 %. 

Das Wall Street Journal zitierte Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets, mit der Aussage, dass Anleger zwar nicht unbedingt KI aufgeben, aber die überfülltesten Segmente dieses Handels verlassen und nach anderen KI-Treibern suchen. 

Der erwähnte Bericht der Nachrichtenagentur Dow Jones weist darauf hin, dass Hongkong eine ideale Wahl zu sein scheint, da die an der Hongkonger Börse notierten Internetaktien traditionell untergewichtet sind und niedrige Bewertungen aufweisen. Trotz des Anstiegs am Mittwoch liegen die Aktienkurse von Alibaba und Tencent im laufenden Jahr beide noch über 20 % im Minus. 

Gleichzeitig warnten Analysten in den Berichten, dass der aktuelle Anstieg in Hongkong zwar erste Anzeichen einer Portfolio-Umverteilung zu sein scheint, es aber zu früh ist, von einer dauerhaften Sektorrotation zu sprechen. Sie fügten hinzu, dass eine nachhaltigere Erholung des Hongkonger Marktes weiterhin von der Leistung der Internetunternehmen und der globalen Liquidität abhängt. 

Das Büro des Chief Investment Officer (CIO) von UBS Wealth Management äußerte die institutionelle Ansicht, dass KI ein wichtiger Treiber dieser Hausse ist. Der asiatisch-pazifische Raum als Kern der globalen KI-Wertschöpfungskette zeigt eine besonders beeindruckende Leistung. Die ostasiatischen Märkte mit hohem Technologieaktienanteil haben deutlich überboten, während Volkswirtschaften mit geringerem Technologieexposition durch hohe Ölpreise und schwachen Konsum belastet werden. 

Mit Blick auf das zweite Halbjahr ist die Institution der Ansicht, dass KI weiterhin der Haupttreiber für weitere Marktzuwächse ist, und Chancen in anderen asiatischen Sektoren und Märkten verdienen Aufmerksamkeit. Laut UBS zeigen die führenden chinesischen Internetplattformen klare Anzeichen einer beschleunigten KI-Monetarisierung, und mit der Einführung neuer KI-Agenten-Generationen dürften die Umsätze mit Cloud-Diensten verbessert werden. Das KGV des MSCI China auf Basis erwarteter Gewinne liegt derzeit nur bei 10,8 – die Institution hält dies für eine Unterbewertung der raschen Übernahme von KI in Chinas digitaler Wirtschaft. Die Institution bleibt optimistisch gegenüber großen Internet- und Plattformunternehmen mit starkem Potenzial für KI-Monetarisierung, führenden Cloud-Diensten und stabilen Kerngeschäften sowie gegenüber ausgewählten Halbleiter- und KI-Infrastrukturunternehmen, die von der inländischen Substitution und KI-Investitionsausgaben profitieren. 

Darüber hinaus berichten mehrere Medien, dass die große Wall-Street-Bank Goldman Sachs, die seit über einem Jahr südkoreanische Aktien hält, ihren Kunden nun empfiehlt, Kapital von südkoreanischen KI-Aktien in entsprechende chinesische Aktien zu verlagern. In einem kürzlich erschienenen Bericht mit dem Titel „Investment Strategy: Long China's AI Value Chain“ schrieb der Goldman-Sachs-Analyst Louis Mille: „Chinas KI-Branche ist offiziell in unseren Fokus gerückt.“ Der Grund dafür sei, dass „eine beispiellose Kombination aus massiver staatlicher Unterstützung, steigender globaler Nachfrage und struktureller Kapitalrotation China zu einem der bemerkenswertesten Wachstumsthemen im heutigen Technologiesektor macht.“ 

Goldman Sachs nennt drei Schlüsselpunkte zur Begründung seiner Investmentthese: Erstens besteht eine deutliche Fehlausrichtung zwischen Marktkapitalisierung und Marktpotenzial chinesischer KI-Unternehmen, sodass reichlich Raum für eine Aufwärtsbewertung besteht. Zweitens verfügt Chinas KI-Wertschöpfungskette über einzigartige Wettbewerbsvorteile, die vom Markt unterschätzt werden. Drittens entwickelt sich der chinesische KI-Sektor im Vergleich zu anderen chinesischen Vermögenswerten besser, und Kapital wird strukturell aufgestockt. 

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten dienen nur als Referenz und stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen sind mit Risiken verbunden – Vorsicht ist beim Markteintritt geboten. 

Dieser Artikel stammt vom WeChat-Offiziellen Konto „Zhongxin Jingwei“ (ID: jwview), Autor: Luo Kun, und wird mit Genehmigung von 36Kr veröffentlicht.