Die Kurse der Chipaktien in den USA, Japan und Südkorea sind stark gefallen – und China soll schuld sein?
Chipsaktien haben weltweit auf den Aktienmärkten eine beispiellose Dominanz.
Allerdings haben Aktienhändler möglicherweise bemerkt, dass die Chipsaktien in letzter Zeit etwas unsicher sind.
So stürzten am Donnerstag die Chipsaktien aus den USA, Japan und Südkorea kollektiv: Die südkoreanische SK Hynix verlor 15%, Samsung Electronics 9%, die japanische Kioxia Holdings 13%, die amerikanische Micron Technology 5% und SanDisk 14%...
Das hat viele Anleger in Panik versetzt.
Der Grund für den Absturz soll ein Bericht der Bloomberg sein: Apple überlegt, Speicherchips von den chinesischen Unternehmen Yangtze Memory Technologies (YMTC) und ChangXin Memory Technologies (CXMT) zu kaufen.
Außerdem heißt es im Bericht, dass Apple nur über die Anschaffung von chinesischen Chips diskutiert.
Warum hat eine so einfache Nachricht weltweit einen Absturz der Chipsaktien ausgelöst?
Der direkteste Grund:
Apple ist wirklich in Eile und braucht chinesische Speicher.
Wegen der AI - Boom sind die Preise für Chips in die Höhe geschossen. Nehmen wir beispielsweise Hynix: Die Betriebsgewinnspanne im ersten Quartal dieses Jahres betrug beispiellos 72%. Tatsächlich können auch diejenigen, die in diesem Jahr ein Notebook oder ein Handy gekauft haben, das spüren.
Fast alle elektronischen Produkte von Apple sind auf Speicherchips angewiesen.
Jetzt hat Apple keine andere Wahl, als die Preise zu erhöhen.
Der Preis des Einsteiger - Modells des MacBook Neo ist um 900 Yuan gestiegen, der des MacBook Air um 1.500 Yuan, und der des Basis - iPads aus der Tablet - Produktlinie um 800 Yuan... In den letzten zehn Jahren hat Apple noch nie in einem so großen Umfang die Preise erhöht.
Das Ziel besteht hauptsächlich darin, die gestiegenen Kosten für die Speicher zu übertragen.
Eine Preiserhöhung wirkt sich natürlich auf den Absatz und die Geschäftsergebnisse aus.
Indem Apple jetzt an Yangtze Memory Technologies und ChangXin Memory Technologies herantritt, kann es mindestens zwei Ziele erreichen.
Erstens kann es mit neuen Partnern Kraft schöpfen.
So kann es mit Samsung und SK Hynix um Preise handeln: Wenn Sie nicht den Preis senken, suche ich chinesische Hersteller.
Zweitens hat Apple tatsächlich vor, Chips von Yangtze Memory Technologies und ChangXin Memory Technologies zu kaufen.
Es heißt, dass Apple ständig die US - Regierung davon zu überzeugen versucht.
Auf einer tieferen Ebene hat China bereits einen Fuß in der globalen Chip - Branche festgesetzt.
Jeder weiß, dass Apple sehr streng bei der Qualitätssicherung seiner Produkte ist.
Die Entscheidung von Apple, Yangtze Memory Technologies und ChangXin Memory Technologies auszuwählen, spricht für die Qualität chinesischer Chips.
Es gibt Daten, die zeigen, dass die Kapazität chinesischer Chips im Mainstream - Prozess 2025 bereits 30% überschritten hat.
Darüber hinaus zeichnen sich chinesische Produkte vor allem durch ein hervorragendes Preis - Leistungsverhältnis und eine hohe Qualität aus.
Derzeit besteht weltweit ein Mangel an "Chips", aber China hat ein vollständiges und riesiges Lieferketten - System, das eine stabile Massenlieferung gewährleisten kann.
Das ist für Technologie - Giganten wie Apple äußerst attraktiv.
Natürlich muss an dieser Stelle bemerkt werden: Chinesische Chips haben noch nicht das Niveau erreicht, um weltweit führend zu sein. Bei Hochleistungs - Chips (den fortschrittlichsten 3 - nm - und 2 - nm - Prozessen), Hochleistungs - AI - Chips (z. B. auf der Stufe von Nvidias H100/H200) und den fortschrittlichsten Mobiltelefon - Prozessoren besteht ein großer Abstand.
An dieser Stelle muss man von Huang Renxun, auch bekannt als "Lao Huang", sprechen.
Er hat sich immer gegen die übermäßigen Beschränkungen der USA bei der Exportierung von Chips nach China gewandt.
Einerseits ist er ein Geschäftsmann und möchte natürlich den chinesischen Markt erobern.
Wichtiger noch ist, dass Lao Huang sehr klug ist:
Beschränkungen, insbesondere gegenüber einem Land von der Größe Chinas, werden nur stärkere Konkurrenten hervorbringen.
Die Chinesen geben nie auf. Wenn man China keine Chips, Lithographieanlagen oder Chip - Materialien verkauft, wird China natürlich Geld und Personal in die Eigenentwicklung investieren.
Wenn China einmal in der Lage ist, diese Produkte selbst herzustellen, wird es für die Unternehmen anderer Länder nicht nur um einen zusätzlichen Konkurrenten gehen, sondern sie könnten sogar keine Reste mehr bekommen.
Weil die Kapazitätsvorteile Chinas zu stark sind.
Die gegenwärtigen Handlungen von Apple bestätigen diese Logik.
Obwohl die US - Regierung von "Entkopplung" spricht, zeigt Apple mit seinen Handlungen:
Die globale Arbeitsteilung ist der kostengünstigste Weg. Eine Zwangsblockade wird nur dazu führen, dass US - Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Zurück zur Anfangsfrage: Es ist völlig unbegründet, die Abstürze der Chipsaktien aus den USA, Japan und Südkorea China anzulasten.
Wir werden natürlich nicht wegen eines Berichts über einen Sieg jubeln, und wir müssen uns auch nicht wegen "Engpässen" entmutigen lassen.
Die Entscheidungen auf dem kommerziellen Markt sind oft ehrlicher als alle Slogans.
Das Friedenszeichen von Apple und die Warnung von Huang Renxun zeigen:
China wird benötigt und wird zu einem nicht zu vernachlässigenden Spieler auf dem globalen Chip - Markt.
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat - Account "Zhengjieju" (ID: zhengjieclub), geschrieben von Zhengjieju und mit Genehmigung von 36Kr veröffentlicht.