Nach dem großen Erfolg von SpaceX entwickelten sich die Sieben Riesen zu FAB 10
SpaceX' IPO am vergangenen Freitag war bei den Privatanlegern ein riesiger Erfolg und hat auch die Märkte dazu gebracht, über eine Neudefinition der gesamten Technologiebranche nachzudenken.
Nach einem am vergangenen Sonntag von Vanda Research veröffentlichten Analysereport haben Retailinvestoren an SpaceX' Börsengangstag Netzeinkäufe in Höhe von 117 Millionen US - Dollar getätigt, was 56 % aller Privatanlegerschäfte an diesem Tag an der US - Börse ausmacht.
Es ist zu beachten, dass die von Vanda statistisch erfassten 117 Millionen US - Dollar an Privatanlegerschäften nur die Käufe am Sekundärmarkt am Börsengangstag widerspiegeln und nicht die zahlreichen Gelder von Privatanlegern, die über Broker an der IPO - Platzierung beteiligt waren.
Weitere Daten zeigen, dass bei der 75 - Milliarden - US - Dollar - IPO die Privatanleger schließlich ca. 20 % der Platzierungsanteile erhielten, was über dem Durchschnitt liegt; Hedgefonds erhielten 10 %, während langfristige institutionelle Anleger 70 % erwarben.
Die Begeisterung des Marktes für SpaceX zeigt erneut, dass die Anlegergelder weiterhin auf wenige Tech - Unternehmen mit riesigem Marktwert konzentriert werden. Diese Unternehmen dominieren nicht nur die Börsenentwicklung, sondern treiben auch die gesamte Tech - Investitionswelle voran.
Mit SpaceX' formellem Eintritt in diese Gruppe und der voraussichtlichen zukünftigen Börsengänge von OpenAI und Anthropic ist die Wall Street der Meinung, dass das bisherige Konzept der "Magnificent Seven" nicht mehr anwendbar ist.
Die sogenannten "sieben US - Tech - Giganten" sind (sortiert nach Marktwert) Nvidia, Google, Apple, Microsoft, Amazon, Broadcom, Tesla und Meta.
Vanda sagte: "Wenn der Markt in den letzten Jahren von den 'Magnificent Seven' dominiert wurde, war der vergangene Freitag vielleicht das eindeutigste Signal, dass die Anleger sich nun auf die von uns genannten 'FAB 10' (Frontier AI & Big Tech 10, 10 führende Künstliche - Intelligenz - und Tech - Giganten) konzentrieren."
Laut Vanda umfasst die FAB 10 die ursprünglichen sieben Giganten plus SpaceX, OpenAI und Anthropic. Die beiden letzteren Unternehmen sind noch nicht an der Börse notiert, aber der Markt erwartet, dass sie später in diesem Jahr an die Börse gehen werden und einen Marktwert von mehreren hundert Milliarden US - Dollar erreichen könnten.
Vanda ist der Meinung: "Diese Unternehmen repräsentieren gemeinsam die Entwicklungstrends der Künstlichen Intelligenz und der Technologiebranche in den nächsten zehn Jahren."
Es ist erwähnenswert, dass Michael Hartnett, der Chefstratege der Bank of America, in seiner "Anleitung zum Investmentuniversum" auch eine "AI Big 10" - Gruppe vorgeschlagen hat. Im Gegensatz zur FAB 10 bevorzugt die Bank of America die sieben Giganten plus Broadcom, AMD und Micron.
Die Forscher von Vanda haben darauf hingewiesen, dass die Popularität von SpaceX möglicherweise Gelder aus anderen beliebten Sektoren abzieht. Insbesondere die Chip - Aktien, die zuvor stark gestiegen waren, könnten an Beliebtheit bei den Privatanlegern verlieren.
Der Bericht heißt: "Die Halbleiteraktien, die einst die Privatanlegerschäfte dominierten, werden zunehmend zur Quelle für die Neuverteilung von Geldern für neue Chancen."
Dennoch sind viele Wall - Street - Experten der Meinung, dass die Bewertungen im Tech - Sektor bereits Anzeichen von Blasen aufweisen. Wenn OpenAI und Anthropic nach ihrem Börsengang nicht gut abschneiden, muss möglicherweise die gesamte Branche neu bewertet werden.
Dan Alpert, Gründer und leitender Gesellschafter von Westwood Capital, sagte: "Im Grunde fehlt es dem Markt an ausreichend guten Kapitalanlagemöglichkeiten. Wenn diese hochgejubelte IPO am Ende nicht gut abschneidet, werden die Anleger die Bewertungen des gesamten Tech - Sektors neu bewerten."
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat - Account "Kechuang Daily", Autor: Zhao Hao, veröffentlicht von 36Kr mit Genehmigung.