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Doppel-natives Architektur, der Schlüssel, um AI richtig zu nutzen

李智勇2026-05-20 08:27
Erzähle von einer Sache, über die es viele Missverständnisse gibt.

In den letzten Jahren gab es bei den Diskussionen über KI eine implizite Prämisse: Die Zukunft wird ein einheitliches System sein. Menschen schließen sich der KI an, die KI dient den Menschen, und dann vollzieht sich die Integration der Welt von selbst.

Aber diese Prämisse könnte falsch sein.

Das eigentliche Problem ist nicht „wie Menschen die KI nutzen können“, sondern: In der Zukunft werden es zwei sich rasch entwickelnde Welten geben.

Eine Welt ist die Welt der Menschen. Die andere Welt ist die Welt der KI. (Natürlich wird sich letztere, sobald sie gebildet ist, schneller entwickeln.)

Sie werden unterschiedliche Betriebsregeln, unterschiedliche Zeitskalen, unterschiedliche Organisationsformen und sogar unterschiedliche Wertfunktionen haben.

Das größte zukünftige Systemproblem ist zunächst nicht, wer wen ersetzt, sondern – wie die beiden Welten aneinandergrenzen können.

Die Antwort ist wahrscheinlich eine neue Infrastruktur: Duale Native Architektur (Dual-Native Architecture).

Nicht KI + Menschen, sondern: gleichzeitig im menschlichen und im KI-Welten entstanden.

Im zehnten Livestream werden wir über dieses Thema sprechen, wie wir eigentlich mit KI „zusammenleben“ können.

1. In der Welt der KI wird immer mehr die KI priorisiert

Die Menschen neigen dazu, sich vorzustellen, dass die KI den Menschen angepasst sein sollte. Denn das war bei den früheren Softwareprodukten so. Die Buttons, Menüs, Abläufe und Benutzeroberflächen von Software waren im Wesentlichen für Menschen entwickelt. Viele heutige KI-Produkte gehen auch auf diesem Weg.

Aber die KI ist im Wesentlichen anders. Denn wenn die KI ihre Fähigkeiten wirklich entfaltet, ist ihr Gegenüber nicht unbedingt ein Mensch. Man könnte sogar sagen, dass sie ineffizient ist, wenn sie mit Menschen interagiert. Wenn sie effizient ist, interagiert sie mit: KI steuert KI. Agent steuert Agent. Maschine organisiert Maschine. Modell ruft Modell auf.

In einer zukünftigen unmenschlichen Firma könnten Tausende von Intelligenzagenten existieren: Marketing-Intelligenzagenten, Finanz-Intelligenzagenten, Rechts-Intelligenzagenten, Lieferketten-Intelligenzagenten, Strategie-Intelligenzagenten.

Ihre Kommunikation miteinander erfordert keine: Präsentationen, Benutzeroberflächen, Tabellen, Berichte, Wochenbesprechungen usw.

Dies sind alle Low-Bandwidth-Protokolle der menschlichen Zivilisation.

Wenn unsere Fähigkeit zur Informationsverarbeitung begrenzt ist und wir immer mehr Informationen verarbeiten müssen, brauchen wir diese Tools.

Zwischen KIs wird sich eine neue Kommunikationsstruktur bilden. Möglicherweise sind das: strukturierte Absichten, geteiltes Gedächtnis, Aufgabenkarten, dynamische Wissensräume, semantische Zustandssynchronisation.

Zwischen Maschinen wird sich allmählich eine neue „Maschinensprachebene“ entwickeln. So wie es beim Internet mit TCP/IP der Fall war. Nur dass früher Computer verbunden wurden. In Zukunft werden es Intelligenzagenten sein. (MCP, A2A usw. kommen hier ins Spiel.)

Das erste Prinzip der KI-Welt wird daher fast zwangsläufig sein: Effizienz vor Verständlichkeit.

Sie muss sich nicht um die kognitive Belastung der Menschen kümmern. Sie strebt nur nach Geschwindigkeit, Kosten, Parallelität und KooperationsEffizienz. Dies ist eine echte KI-native Welt.

2. In der Welt der Menschen wird fast sicher immer noch der Mensch priorisiert

Dennoch wird die menschliche Gesellschaft nicht verschwinden. Denn Menschen sind keine Effizienzmaschinen.

Viele Dinge in der menschlichen Welt sind aus Effizienzgesichtspunkten eigentlich äußerst „ineffizient“. Zum Beispiel: Liebe, Vertrauen, Identität, Rituale, Moral, Kultur, Resonanz.

Wenn diese Dinge der KI zur Optimierung überlassen würden, würde man wahrscheinlich eine Welt erhalten, die effizienter, aber für Menschen unbewohnbar wäre.

Denn die Welt der Menschen wird nicht durch die optimale Lösung aufrechterhalten, sondern durch Sinn.

Nehmen wir zum Beispiel die Besprechungen in einer Firma. Oft ist die Effizienz der Informationssynchronisation sehr gering. Aber warum werden sie dennoch durchgeführt? Weil die Besprechungen auch dazu dienen: Beziehungen aufzubauen, Identität zu bestätigen, Emotionen zu übertragen, Vertrauen zu stärken.

Die KI würde sagen: „Ein Statusvektor reicht.“ Aber der Mensch braucht: „Ich sehe dich.“

Deshalb wird in der zukünftigen menschlichen Welt eine Vielzahl von „nicht optimalen Strukturen“ beibehalten werden. Vielleicht sogar absichtlich. Denn diese Dinge sind die Infrastruktur der Menschlichkeit.

Das erste Prinzip der menschlichen Welt ist also nicht Effizienz, sondern: menschliche Erfahrung priorisiert.

3. Wie verbinden sich die beiden Welten?

In der Vergangenheit dachten wir immer, dass die KI die Werkzeugschicht und der Mensch die Subjekt-Schicht sei.

Aber in Zukunft könnte das anders sein. Das eigentliche zukünftige Problem ist: Wie kommunizieren zwei Subjektwelten miteinander. Denn sie werden immer mehr wie zwei Zivilisationen. Sie haben jeweils Subjektivität.

Aus dieser Perspektive betrachtet, untersucht „Das Unternehmen ohne Menschen“ die Entstehung der KI-Welt und die Art, wie die beiden Welten aneinandergrenzen.

KI-Welt: Hochgeschwindigkeits, Parallelität, Automatisierung, logisch angetrieben. Menschliche Welt: Niedrige Geschwindigkeit, Emotionen, soziale Beziehungen angetrieben.

Ihre Zeitskalen können auch unterschiedlich sein. Der Mensch hält eine wöchentliche Strategiebesprechung. In der gleichen Zeit hat die KI bereits hunderttausend Iterationen durchgeführt. Der Mensch liest einen Bericht in einer halben Stunde. In der gleichen Zeit hat die KI bereits hunderttausend Literaturstellen gelesen.

Daher ergibt sich das Problem: Wenn die KI-Welt direkt dem Menschen offenbart wird, wird der Mensch zusammenbrechen. Die Informationsdichte ist zu hoch. Die Veränderungsgeschwindigkeit ist zu schnell.

Wenn die menschliche Welt der KI aufgezwungen wird, wird auch die KI zusammenbrechen. Denn Abläufe, Genehmigungen, Hierarchien, Besprechungen sind für Maschinen alles Rauschen.

Deshalb wird in Zukunft nicht das Modell, sondern die Grenzschicht wichtig sein.

Es wird eine neue Systemstruktur benötigt, die die beiden Welten ineinander übersetzt. Offensichtlich ist diese Übersetzung kein Prompt.

4. Duale Native Architektur: Gleichzeitig Teil beider Welten

Die sogenannte Dual-Native Architektur ist im Wesentlichen: Innerhalb des Systems wird KI-native Logik ausgeführt. Außerhalb des Systems wird die menschliche native Erfahrung aufrechterhalten.

Nach innen: KI-Sprache. Nach außen: menschliche Sprache. Nach innen: Autonomes Netzwerk. Nach außen: Soziale Beziehungen. Nach innen: Zustandsraum. Nach außen: Geschichten und Identität.

Es ist wie ein Hafen. Einerseits ist er mit dem Festland verbunden. Andererseits ist er mit dem Meer verbunden. Die Regeln beider Seiten sind unterschiedlich. Aber der Hafen versteht beide Ordnungen.

Zum Beispiel könnte ein echter persönlicher Intelligenzagent in Zukunft intern: Hunderte von Agenten in hoher Geschwindigkeit kooperieren, Werkzeuge automatisch aufrufen, das Gedächtnis kontinuierlich aktualisieren, ein Wissensnetzwerk aufbauen, Strategien autonom ableiten.

Aber der Mensch sieht möglicherweise nur: „Guten Morgen, heute gibt es drei wichtige Entscheidungen.“ Denn der Mensch muss nicht die hunderttausend internen Ableitungen sehen. Der Mensch braucht nur eine verständliche Welt.

Das ist die Dual-Native Architektur. Es ist nicht, der KI eine Benutzeroberfläche hinzuzufügen. Auch nicht, dem Menschen einen Agent hinzuzufügen. Sondern es ist die Schaffung einer neuen Zivilisationsschnittstelle.

Ich habe einen Artikel in der Zeitschrift „Business School“ geschrieben, der sich speziell mit diesem Problem befasst.

5. Die Dual-Native Architektur verbindet Zivilisationen

Das Problem, das das Internet gelöst hat: Wie Maschinen miteinander verbunden werden. Das Problem, das das Mobile Internet gelöst hat: Wie Menschen mit Informationen verbunden werden.

Die nächste Generation der Infrastruktur könnte möglicherweise das Problem lösen: Wie die menschliche Zivilisation und die Intelligenzagenten-Zivilisation miteinander verbunden werden.

Dies ist ein Problem von einer völlig anderen Größenordnung. Denn die zukünftige Welt wird wahrscheinlich nicht sein: „Menschen nutzen KI“. Sondern: Menschen leben im menschlichen Netzwerk. KI lebt im Intelligenzagenten-Netzwerk. Und dann grenzen sie über die Dual-Native Architektur aneinander.

Dies könnte auch die größte Wasserscheide für alle zukünftigen Produkte, Organisationen, Firmen und sogar soziale Systeme sein. Viele Produkte versuchen noch, der alten Welt KI hinzuzufügen. Aber die wirklich großen Chancen liegen möglicherweise darin, die Grenze zwischen den beiden Welten zu gestalten.

Denn die wichtigste zukünftige Fähigkeit ist nicht, wer das größte Modell besitzt. Sondern wer gleichzeitig verstehen kann: Wie die KI denkt. Wie Menschen miteinander leben. Und wie beide koexistieren können.

„Das Unternehmen ohne Menschen“ diskutiert die Veränderung der Wertsubjekte. Das neue Buch diskutiert die Veränderung der Organisationsformen.

Und die „Dual-Native Architektur“ diskutiert möglicherweise ein noch tieferes Problem: Wie die neue Grenze aussehen sollte, wenn in der Welt zwei Zivilisationen auftauchen.

Das größte zukünftige System ist weder ein KI-System noch ein menschliches System. Sondern: Es ist gleichzeitig in beiden Welten entstanden.

Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Account „Zuo Mo Shi“, Autor: Li Zhiyong, veröffentlicht von 36Kr mit Genehmigung.