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Kopf senken ist Alltag, Kopf heben ist Lesen.

36氪产业创新2026-04-24 23:38
Lass das Lesen wie Luft in jede Lücke des Lebens eindringen.

Im Smartphone des Architekten Chen Min befindet sich eine äußerst vielfältige „Leseliste“. Auf der morgendlichen Pendelfahrt mit der U-Bahn zieht sie sich gerne Noise-Canceling-Kopfhörer an und informiert sich in Podcasts über die neuesten Trends in der Branche. Während der Mittagspause in einem Restaurant nutzt sie die Zeit, während der sie auf ihr Essen wartet, um schnell einige Artikel über Architekturästhetik auf ihrem Smartphone zu lesen. In den Pausen zwischen den Arbeitsaufgaben geht sie gerne aus dem Büro hinaus und spaziert durch die Straßen Shanghais, um die Texturen der historischen Gebäude und die Dynamik des Stadtraums zu beobachten. Für sie ist dies ebenfalls eine Art tieferes Lesen. Kurz vor dem Schlafengehen kehrt sie zu einer traditionelleren Leseerfahrung zurück und liest ein neues Kapitel einer Online-Novelle auf ihrem Tablet.

Tatsächlich ist das Lesen heutzutage keine spezielle Zeremonie mehr, die einen aufrechten Sitzplatz erfordert, sondern es dringt wie die Luft natürlich in alle Ecken des Lebens ein. Dieser „immer und überall“-Lesezustand wird durch die Forschungsergebnisse bestätigt. Der kürzlich veröffentlichte „Bericht über das digitale Lesen in China im Jahr 2025“ zeigt, dass die Kontaktquote der erwachsenen Bevölkerung in China zu digitalen Lesemethoden bereits 80,8 % erreicht hat. Vom Audiopodcast auf der Pendelfahrt bis zur Online-Novelle, die einem vor dem Schlafengehen begleitet, sind die räumlichen und zeitlichen Grenzen des Lesens komplett gebrochen. Das individualisierte, situationsabhängige und multisensorische „Omnipräses Lesen“ wird zum Alltag der Menschen.

Hinter dieser Veränderung steckt eine tiefgreifende Veränderung des Verhaltensmusters, mit dem Menschen Wissen aufnehmen. Die Daten zeigen, dass das fragmentierte Lesen zum Hauptstrom geworden ist. Die tägliche Lesezeit der erwachsenen Bevölkerung auf dem Smartphone (100,47 Minuten) ist fast fünfmal so lang wie die Lesezeit von Papierbüchern. Gleichzeitig erweitert sich die Lesegrenze ständig aufgrund von Technologie und sozialen Bedürfnissen. Die rasante Entwicklung der KI-Technologie verändert nicht nur die Leseeffizienz, sondern auch die Definition des Lesens selbst.

Mehr als 60 % der Benutzer wünschen sich eine individuelle Erfahrung, die auf verschiedene Situationen zugeschnitten ist. Immer mehr Menschen wählen die Möglichkeit, Wissen durch Hörbücher oder Videobücher aufzunehmen. Das Lesen entwickelt sich von einer „isolierenden persönlichen Praxis“ zu einer „multisensorischen und multimodalen Exploration“.

Wir müssen zugeben, dass das Lesen im Wesentlichen die „Aufnahme“ von Informationen ist, und die Medien sind nur die Container, die sie tragen. Das digitale Lesen ist nicht das Ende des Lesens. Im Gegenteil, es ist dank seiner hohen Effizienz und Eindringkraft der Vorläufer des „Omnipräsen Lesens“ und lässt uns fragen: Wo liegen die Grenzen des Lesens, wenn der Zugang zu Wissen nicht mehr auf einen kleinen Bildschirm beschränkt ist?

Plakat des KIC Wissensfestivals

Das vierte KIC Wissensfestival, das am 23. April in Shanghai eröffnet wurde, ist eine tiefe Antwort auf diese Fragestellung. Das Thema dieses Jahres lautet „X Möglichkeiten des Lesens“. Das Ziel ist es, die Grenzen des Lesens zu brechen und Wissen so natürlich wie das Atmen in alle Ecken des Lebens eindringen zu lassen.

Wenn das Konzept der „X Möglichkeiten des Lesens“ von den Wegweisern in der University Road in Yangpu District auf alle interaktiven Szenen erweitert wird, wird die Stadt daran erinnert, dass das Lesen nicht nur das Bewegen der Augen ist, sondern auch die Beteiligung des ganzen Körpers. Beim KIC Wissensfestival, wenn man auf die Treppen sitzt oder auf der Straße Theaterhört, liest man im Wesentlichen die Welt mit allen Sinnen. Ab dem Moment, wenn man die „Wissens-Treppe“ betritt, befindet man sich in einer Bibliothek ohne Mauern. Im Prozess, in dem alles gelesen werden kann, erlangt man die Souveränität über das eigene Leben zurück.

Steh aufrecht, lies liegend

Das Lesen sollte keine Zeremonie sein, die nur an einem bestimmten Ort möglich ist, sondern ein Lebensstil, der überall möglich ist. Wenn wir unseren Blick kurz vom Bildschirm abwenden, werden wir feststellen, dass die „Omnipräsenz“ des Raums die Leseschwelle senkt und den Zugang zu Wissen allgegenwärtig macht.

Von dem Weltbuchtag am 23. April bis zur Mai-Ferien wird die riesige Treppe vor dem Jiangwan Stadion zur auffälligen „Wissens-Treppe“. Sie ist von einer realen Leinwand mit blinkenden Sprüchen umgeben, als würde sie verkünden: Shanghai hat endlich ihre eigene Outdoor-Bibliothek wie die Cheonggyecheon in Seoul.

Wissens-Treppen-Bibliothek

Genau wie die Cheonggyecheon in Seoul Bücherregale in den Talbach bringt und harte Schreibtische durch Lazy-Boys ersetzt, ist die Outdoor-Bibliothek an der Cheonggyecheon bekannt für ihre Freiheit beim Lesen, die Mauern bricht und im Freien atmet. Die „Wissens-Treppe“ am Jiangwan Stadion ist ihr sehr ähnlich - beide versuchen, das Lesen aus dem stillen Innenraum in den lebendigen Stadtalltag zu verlagern.

An der University Road ist die Wissens-Treppe nicht nur ein physisches Gerät, sondern eher eine „Lesepräskription“ für alle, die eilig durch die Straße gehen. Die Treppen hier sollen nicht zwingen, sich hinzusetzen, sondern sollen durch die Integration in verschiedene Szenen ermöglichen, dass man in jeder Haltung - ob stehend und plaudern, liegend und relaxen oder beim Spazierengehen mit dem Hund - problemlos in den Lesemodus gelangen kann. Die Sprüche auf den Treppen, wie „Das Blättern im Buch ist der billigste Weißrauschen der Welt“, lassen interessante Gedanken im Wind mitschwingen.

Wissens-Treppen-Bibliothek

Beim KIC wird das Lesen vollständig aus den Mauern des Buchesraums befreit. Man kann dort eine coole Devise lesen: „Steh aufrecht, lies liegend“. Hier „zählt jede Art des Lesens“. Es bricht die Einzigartigkeit des Trägers, es kann ein Hörbuch im Kopfhörer oder ein tiefer Artikel auf dem Smartphone sein. Die funktionale Aufteilung vor Ort zeigt ein tiefes Verständnis für das vielfältige Leben: Man kann in die „Ecken-Bibliothek“ eines Restaurants oder einer Kaffeebar gehen und sich in der Stadt in Ruhe konzentrieren; oder man kann mit seinem Haustier am „Haustier-Lesekasten“ stehen bleiben und ein interessantes Handbuch im Sonnenschein öffnen.

Ecken-Bibliothek

Diese Exploration des „Omnipräsen Lesens“ lässt das Wissen so natürlich wie die Luft in den Alltag der „Knowledge Street“ im gesamten KIC-Gelände einfliessen. Die grossen Plakate und die Wand mit Sprüchen auf Zetteln bilden zusammen eine Bibliothek ohne Mauern. Wenn man in der Esszone zufällig ein heilendes Comicbuch aufschlägt oder in der Kaffeebar über einen QR-Code eine audiovisuelle Reise beginnt, wird man feststellen, dass der Zugang zu Wissen bereits in jeden spontanen Lebensszenario eingedrungen ist.

Diese Umgestaltung des Raums führt schliesslich zu einer äusserst immersiven „Unendlichstrom“-Kreativitätseinstellung. Anstatt in einem kleinen Bildschirm fiktive Szenarien zu durchforsten, kann man sich lieber in die reale Welt des „Gesetzes des unendlichen Lesens“ mit dem Code CR - 0423 begeben. Gemäss der Einstellung des KIC ist es die Aufgabe der Teilnehmer, durch das Erledigen von metaphorischen Aufgaben die ignorierten Lesedimensionen wiederzubeleben.

Man kann sich auf der „Sprüchen-Treppe“ in einer bequemen Haltung setzen und 15 Minuten lang tiefgründig lesen. Diese absichtlichen 15 Minuten sind eine berechtigte Pause vom Smartphone und ein Gegenangriff, um die Aufmerksamkeit aus den fragmentierten Informationen zurückzugewinnen. Erst wenn man diese Herausforderung der Konzentration bewältigt hat, kann man die wichtigste „Karte des Unendlichstrom-Szenarios“ erhalten. Diese Karte ist der Eintrittsschein für die Entdeckungsreise auf der University Road, wo alles gelesen werden kann. Ab diesem Moment kann man durch die vier Regeln von Analyse, Wahrnehmung, Eingreifen und Schaffen das Wissensgeheimnis der Stadt, das in den Gassen verborgen ist, entschlüsseln.

Im Wesentlichen ist das „Omnipräse Lesen“ die Aktivierung des Raums. Wenn das Lesen überall möglich ist, wird die Stadt nicht mehr nur aus Stahl und Zement bestehen, sondern wird zu einer Enzyklopädie, die berührt, betreten und sogar fortgeschrieben werden kann. Jede Wartezone, jede Kaffeebar und jeder gewöhnliche Treppenhausgang auf der University Road ist eine Welt des Lesens. Diese vielfältige Raummodellierung macht das Lesen nicht mehr zu einer isolierten persönlichen Praxis, sondern zu einer kollektiven Lösung, die die kognitiven Grenzen bricht und der Stadt wieder Farbe gibt, zu einem Lebensstil, der tatsächlich im Einklang mit dem Puls der Stadt steht.

Knowledge Street

University Road, die „Universität ohne Mauern“

Was genau lesen wir, wenn wir über „Omnipräses Lesen“ sprechen?

Das „Omnipräse Lesen“ ist nicht nur die Verlagerung des Leseträgers, sondern auch ein kognitiver Aufstieg von der reinen visuellen Wahrnehmung zu einer ganzheitlichen sensorischen Erfahrung. In der traditionellen Leselogik ist das Auge der einzige Eingang für Informationen und die Schrift der einzige Code. Aber in der Straße des KIC Innovation Park wird das Lesen wieder zu einer biologischen Instinkt - alles kann gelesen werden, die Welt ist das Text.

Knowledge Street

Diese ganzheitliche sensorische Beteiligung hilft uns, unsere Aufmerksamkeit wieder unter Kontrolle zu bringen. In der heutigen digitalen Welt füttert uns der Algorithmus gezielt, indem er unseren Augen genau das gibt, was wir mögen, und schafft so eine logisch kohärente Dopamin-illusion. Aber dadurch geraten wir auch in eine Situation, in der unsere Wahrnehmung arm ist. Das „Omnipräse Lesen“ erfordert die vollständige Beteiligung des Körpers. Es erfordert, dass man persönlich dorthin geht, um die Bedeutung hinter dem speziellen Blumengetränk in der Kaffeebar zu riechen und die Spuren des Handwerks an den handgemachten Gegenständen auf dem Markt zu fühlen. Diese physische Beteiligung verleiht dem Lesen eine bisher unbekannte Tiefe. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäften, zum Beispiel indem man ein leckeres Mittagessen in der Mafia-Restaurant isst, wird man zwangsweise aus dem 15-Sekunden-fragmentierten Algorithmus gerissen und kann in der realen Nahrungsaufnahme und Konversation diese atemberaubenden, nicht digital reproduzierbaren Momente erfassen.

So verändert sich auch die Bedeutung des Lesens. Es entwickelt sich von der isolierten Informationsaufnahme zu einer warmherzigen Verbindung.

Im Inspiration Market an der University Road, wenn man die Bewegung anhält und mit dem Verkäufer spricht oder an einer improvisierten Collage-Poetik auf der Wand teilnimmt, liest man tatsächlich zufällig lebendige Lebensgeschichten. Dies ist eine leichte soziale Leseform basierend auf der Verbindung, die das Lesen von der einsamen persönlichen Praxis befreit und es zu einer kulturellen Ko-Kreation für alle macht.

Das „Omnipräse Lesen“ ist also die Art und Weise, wie der Mensch im Zeitalter der Fragmentierung gegen die Mittelmässigkeit ankämpft. Es beweist, dass das Lesen nicht nur eine geistige Anstrengung des Gehirns ist, sondern auch eine Belohnung für den Körper. Beim KIC Wissensfestival erinnern uns diese nicht digital reproduzierbaren Momente ständig, dass der Algorithmus zwar genau berechnen kann, was wir wollen, aber erst wenn man persönlich dorthin geht und sich ganz hineinbringt, wird die reale Welt uns ihre tiefere, faszinierendere Faltungen und Wärme zeigen.

Unendlichstrom-Szenario

Spüre die Welt mit