Tesla Robotaxi wird von Elon Musk mit einem Preis von 200.000 Yuan angeboten, was sogar billiger als der Model 3 ist.
Nach einem Schlaf bringt dich ein Robotaxi zur Arbeit und geht dann selbst los, um Geld zu verdienen.
Dies klingt wie eine Märchenerzählung, aber es wird in naher Zukunft Wirklichkeit werden.
Gerade kürzlich hat Tesla das erste Cybercab in Serie produziert. Es handelt sich um ein fahrerloses Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale. Obwohl das Cybercab noch nicht zum Verkauf angeboten wird, hat Elon Musk bestätigt, dass der Preis dieses Fahrzeugs nicht über 30.000 US-Dollar liegen wird.
Das bedeutet, dass man in Zukunft für weniger als den Preis eines mittelschweren bis hochwertigen Limousins einen "Cyber-Arbeiter" anstellen kann, der für uns Geld verdient und die Familie ernährt.
Erstes Cybercab rollt aus, Musk: Verkauf ab nächstem Jahr für 30.000 US-Dollar
Neuerdings hat die Tesla-Fabrik in Texas das erste serienmäßige Cybercab produziert. Dieses Fahrzeug ist von außen bis innen sehr speziell. Betrachten wir zunächst das Äußere: Man kann sehen, dass das Cybercab weder Außenspiegel noch Türgriffe hat.
Die Räder haben eine geschlossene Bauweise, und neben ihnen ist das Logo "Cybercab" angebracht.
Das Fahrzeug hat insgesamt zwei Türen, die wie bei Supersportwagen als Scheren-Türen ausgeführt sind.
Öffnet man die Türen und betritt das Fahrzeug, so sieht man, dass das Innere des Cybercab ähnlich wie bei vielen Supersportwagen gestaltet ist. Es gibt nur zwei Sitze.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen hat das Cybercab im Fahrerbereich kein Lenkrad und keine Pedale. Es ist ein Produkt, das vollständig auf autonomen Fahrbetrieb ausgelegt ist.
Dies ist zweifellos ein Meilenstein in der Automobilindustrie und für Tesla. Daher hat Elon Musk das Ausrollen des Cybercabs sofort mit einem Retweet gefeiert.
Einige Internetnutzer haben Musk in den Kommentaren gefragt:
Herr Musk, sind Sie sich sicher? Können Benutzer bis 2027 ein Cybercab für 30.000 US-Dollar oder sogar weniger kaufen?
Musk hat sofort geantwortet: Ja.
Nach heutigen Wechselkursen entsprechen 30.000 US-Dollar etwa 206.900 Yuan, was sogar weniger ist als der Preis eines Model 3 in Nordamerika.
Für Tesla bedeutet dies, dass das Cybercab das günstigste Produkt in seiner Produktpalette werden wird und zudem über eine Autopilot-Funktion verfügt. Das lässt jeden verzaubern. Ein bekannter Blogger wollte sofort 100 Exemplare bestellen und schon die Zahlung leisten.
Für die Branche hat die Preisgestaltung des Cybercabs auch eine besondere Bedeutung. Nach der Datenbasis von 16 Milliarden Kilometern hat Musk nun auch eine Basis für die Gesamtkosten von Robotaxis festgelegt.
200.000 Yuan als Basispreis für Robotaxis
Chinesische Branchenmitglieder sind mit der Kombination "200.000 Yuan und fahrerloses Fahrzeug" nicht neu vertraut. Im Mai 2024 hat Luobo Kuaipao bekannt gegeben, dass der Rechnungspreis seines Sechsgenerations-Fahrzeugs RT6 204.600 Yuan beträgt, was deutlich weniger ist als der Preis des Fünftgenerations-Fahrzeugs.
Das RT6 wurde später erstmals in Wuhan eingesetzt. Nach der Massenproduktion hat es Luobo Kuaipao ermöglicht, in der Region eine positive Einheitsökonomie zu erzielen, d. h. das Fahrzeug deckt seine Kosten. Autonomes Fahren ist somit nicht mehr ein Geldverlierer, sondern es lohnt sich nun.
Deshalb haben in den letzten 12 Monaten alle globalen Robotaxi-Anbieter ihre Fahrzeuge erneuert. Im Februar 2025 hat WeRide seine neue Robotaxi-Modellreihe GXR in Peking in den kostenpflichtigen Betrieb genommen.
Anfang November desselben Jahres wurden die Siebengenerations-Fahrzeuge von Pony.ai in Guangzhou und Shenzhen eingesetzt und begannen damit den Betrieb.
Aus verschiedenen Gründen ist das Sechsgenerations-Fahrzeug von Waymo etwas verspätet, aber es wurde kürzlich angekündigt, dass es diesen Sommer in Betrieb genommen wird.
Die Produkte der vier Pioniere im Bereich Robotaxi haben jeweils ihre eigenen Merkmale, aber alle weisen in eine Richtung: Kostensenkung. Dies zeigt sich vor allem in drei Bereichen:
Betrieblich gesehen ermöglichen die neuen Modelle fahrerlose Fahrten, was die Personalkosten senkt.
Bezüglich der Antriebstechnik sind alle neuen Fahrzeuge rein elektrisch angetrieben, was im Betrieb billiger ist als die Verwendung von Benzin.
Bei den Sensoren hat die Reife der Branche für intelligente Fahrzeuge und die eigene technologische Innovation dazu geführt, dass die Kosten für die Fahrerassistenzsysteme stark gesunken sind.
Abgesehen von diesen drei Aspekten sind die Gesamtkosten der Fahrzeuge bisher noch nicht bekannt. Das von Luobo Kuaipao angegebene Rechnungspreis entspricht nicht unbedingt dem tatsächlichen Preis. Der Gesamtpreis spiegelt die Herstellungskosten wider, da Betriebsfahrzeuge eine maximale Nutzungsdauer haben und nach Ablauf dieser Zeit ausgemustert werden müssen. Niedrigere Herstellungskosten bedeuten also auch niedrigere Abschreibungen. Nehmen wir an, ein fahrerloses Fahrzeug kostet 240.000 Yuan und wird nach acht Jahren Betriebszeit ausgemustert. Dann betragen die jährlichen Abschreibungen 30.000 Yuan, was täglich auf über 82 Yuan hinausläuft.
Die Abschreibungen des Cybercabs sind offensichtlich viel niedriger als 82 Yuan, sodass es schneller eine positive Bilanz erzielen und somit profitabel werden kann. Dies ist das ultimative Ziel der Anbieter von autonomem Fahren.
Daraus folgt, dass das Cybercab in Bezug auf die Hardwarekosten einen Vorteil hat und 200.000 Yuan der Branchenstandard für die Gesamtkosten von Fahrzeugen werden wird.
Während Tesla neue Standards für die Branche setzt und Fortschritte macht, steht es auch vor einigen langjährigen Problemen.
One More Thing
Tesla ist derzeit in zwei Gerichtsverfahren verwickelt, wobei es in einem Fall sogar der Kläger ist. Gegen wen klagt es? Gegen die kalifornische Fahrzeugzulassungsbehörde, die als Department of Motor Vehicles (DMV) bezeichnet wird.
Die DMV hat Tesla beschuldigt, dass seine "Autopilot"- und "Full Self‑Driving" (vollständiges autonomes Fahren)-Funktionen falsch werben. Die zuständigen Behörden haben diese Beschuldigung als berechtigt befunden. Tesla hat daher gegen das Urteil Berufung eingelegt und fordert die Aufhebung des Urteils.
In einem anderen Gerichtsverfahren ist Tesla der Beklagte. Dieses Verfahren geht auf einen tödlichen Unfall zurück. 2019 ist in den USA ein mit der Autopilot-Funktion ausgestattetes Model S in einen Unfall geraten. Im Fahrzeug saß ein Paar, wobei die Frau sofort ums Leben kam und der Mann schwer verletzt wurde.
Der Überlebende, der Mann, hat Tesla vor Gericht verklagt und eine Entschädigung in Höhe von 243 Millionen US-Dollar gefordert. Im vergangenen August hat er den Prozess gewonnen. Tesla hat daraufhin Berufung eingelegt, aber kürzlich wurde diese abgelehnt. Es wird berichtet, dass Tesla möglicherweise weiter Berufung einlegen wird.
Beide Gerichtsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Daher muss Tesla bei der Umsetzung von autonomem Fahren nicht nur technische Probleme lösen. Diese Ereignisse sollten auch die Fahrzeugbesitzer daran erinnern, dass die Fahrerassistenzsysteme in Pkw derzeit nur Hilfssysteme sind und kein autonomes Fahren ermöglichen. Sie sollten daher immer auf die Verkehrssicherheit achten.
Die Zukunft gehört dem autonomen Fahren, aber sie ist noch nicht da.
Referenzlinks:
[1]https://x.com/elonmusk/status/2023900808979386438
[2]https://www.reuters.com/world/us-judge-upholds-243-million-verdict-against-tesla-over-fatal-autopilot-crash-2026-02-20/
Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Account "Intelligent Car Reference" (ID: AI4Auto), Autor: Yifan. 36Kr hat die Veröffentlichung mit Genehmigung vorgenommen.