Kopiert man wieder von Apple? Das von iPhone 17 populär gemachte "quadratische Frontkameradesign" wird von der Android-Campagne in aller Eile übernommen.
Im Jahr 2025 hat Apple die Frontkamera der iPhone 17-Serie und des iPhone Air überraschend verbessert. Die Auflösung wurde von den seit Jahren unveränderten 12 Megapixeln auf 18 Megapixel erhöht, und der traditionelle 4:3-Bildsensor wurde durch einen quadratischen 1:1-Bildsensor ersetzt.
Der quadratische Bildsensor bietet den neuen iPhones mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Egal, ob das Telefon horizontal oder vertikal gehalten wird, können sowohl vertikale als auch horizontale Videos aufgenommen werden. Darüber hinaus hat Apple speziell eine Funktion entwickelt, mit der Videos gleichzeitig mit der Front- und Rückkamera aufgenommen werden können, sodass Vlog-Content-Creator mehr Perspektiven aufnehmen können. Wie der Weibo-Kanal "Digital Chat Station" berichtet, bewerten Huawei und OPPO derzeit Pläne für 1:1-Frontkamera-Sensoren. Es wird erwartet, dass diese Technologie spätestens im nächsten Jahr auf den Markt kommt.
(Quelle: Weibo)
Die Frontkamera war bisher immer eine eher unbedeutende Komponente in der Mobiltelefon-Bildgebung. Selbst bei den besten Mobiltelefonen mit hervorragender Bildqualität wurde diese Komponente oft vernachlässigt. Doch jetzt wird diese lange vernachlässigte Komponente zum Schwerpunkt der Hersteller.
Die lange vernachlässigte Frontkamera wird durch den quadratischen Sensor "belebt"
Die Verbesserungen der Frontkamera in den letzten Jahren waren eher marginal. Während die Auflösung der Rückkamera inzwischen auf 1-Zoll-Sensoren und 200 Megapixeln liegt, bleibt die Frontkamera bei 32 oder 50 Megapixeln und einer Größe von etwa 1/2,55 Zoll.
Die Hersteller wollten die Frontkamera verbessern, aber der Platz im oberen Teil des Mobiltelefons ist begrenzt, da die Rückkamera-Module viel Raum beanspruchen. Darüber hinaus würde eine Verbesserung des Frontkamera-Sensors eine größere Linse erfordern, was die meisten Verbraucher an den großen Lochungen im Bildschirm stören würde.
Apple hat jedoch mit der iPhone 17-Serie und dem iPhone Air eine andere Lösung gefunden: der quadratische Sensor. Dadurch wird die Verbesserung der Frontkamera nicht mehr nur auf die Verbesserung der Bildqualität und Auflösung abzielen, sondern auch auf die Benutzerfreundlichkeit.
Der quadratische Sensor ist nicht so magisch wie es scheint. Das 1:1-Verhältnis wandelt die Logik der "festen Bildausgabe" in eine "Mutterbild-Aufzeichnungsplattform" um, die eher einem professionellen Videogerät entspricht. Genauer gesagt nimmt Apple in der Center Stage-Frontkamera-Lösung der iPhone 17-Serie mit einem größeren quadratischen Sensor ein "größeres Negativ" auf. Das System entscheidet dann in Echtzeit, ob das endgültige Bild im Hoch- oder Querformat oder als zentrierte und nachgeführte Aufnahme angezeigt wird.
(Quelle: Apple)
Traditionelle Sensoren haben normalerweise ein 4:3- oder 16:9-Verhältnis, was bedeutet, dass das Bildformat entweder horizontal oder vertikal ist. Wenn man das Telefon horizontal oder vertikal hält, wird das Bildformat nicht vollständig ausgenutzt. Beispielsweise muss man, wenn man ein Selbstaufnahme-Video im Hochformat aufnimmt und es dann im Querformat exportieren möchte, die oberen und unteren Teile des Bildes abschneiden. Umgekehrt muss man beim Umwandeln von Quer- in Hochformat die linken und rechten Teile abschneiden.
Das wichtigere Problem ist jedoch, dass beim Videoaufnehmen zur Verbesserung der Stabilität ein elektronisches Anti-Shake-System eingesetzt wird, das einen Sicherheitsabstand im Sensorbild belässt, um die Kamera-Bewegungen auszugleichen. Auch die automatische Komposition und die Zentrierung des Objekts erfordern eine Verschiebung des Bildausschnitts. Wenn man das Format zwischen horizontal und vertikal wechselt, wird das Bild zusätzlich zugeschnitten, was zu einer Verschlechterung der Bildqualität und einem schmaleren Bild führt.
Der quadratische Sensor bietet dagegen einen ausgeglicheneren Zuschneidebereich in allen Richtungen, sodass das Anti-Shake-Zuschneiden, die automatische Komposition und die horizontale/vertikale Exportfunktion gleichzeitig funktionieren können, ohne dass die Bildqualität beeinträchtigt wird. Objektiv betrachtet hat der quadratische Sensor zwar einige Vorteile bei der Kreativität, aber das gesamte Sensorformat wird nicht vollständig ausgenutzt. Beispielsweise hat die Frontkamera der iPhone 17-Serie tatsächlich 24 Megapixel, aber nach dem Zuschneiden bleiben nur 18 Megapixel übrig.
(Quelle: iphoneislam)
Es ist offensichtlich, dass der quadratische Sensor in der Frontkamera eine optimale Lösung ist, wenn die Hardware-Aufwertung zur Verbesserung der Bildqualität begrenzt ist. Er erfordert keine Vergrößerung des Sensors oder eine Erhöhung der Auflösung, sondern bietet einen weiteren Blickwinkel, besseres Anti-Shake und intelligente Objektverfolgung. In einer Zeit, in der Kurzvideos und Vlogs zu einer Massen-Kreativität geworden sind, sind diese Vorteile unübersehbar.
Die Mobiltelefon-Bildgebung richtet sich nun auf Videos, und die Frontkamera ist der Schlüssel
Wenn man sich die Bildgebungshighlights der letzten zwei Jahre anschaut, wird deutlich, dass sich die Hersteller von der "Fotografie" hin zur "Videografie" gewendet haben. Ob es um hohe Bildwiederholraten, hohe Dynamikbereiche oder professionellere Farb- und Nachbearbeitungsmöglichkeiten geht, die Hersteller setzen alle auf die Videos als Kern der Bildgebung.
Immer mehr Flaggschiffmodelle betonen die Konsistenz der Videos über alle Brennweiten, 4K- oder sogar 8K-Auflösung, hochwertige HDR-Videos, Log-Kurven und professionelle Nachbearbeitungsmöglichkeiten sowie kombinierte Verbesserungen des Anti-Shake-Systems. Das Ziel ist nicht nur, Videos aufnehmen zu können, sondern auch, dass die Videos stabiler, nützlicher und professioneller sind. In den letzten Jahren wurde die Android-Szene in der Videografie oft als hinter dem iPhone zurückliegend angesehen, aber der Abstand hat sich schnell verringert, und in einigen Aspekten hat Android sogar die Führung übernommen.
Beispielsweise hat das vivo X200 Ultra den LYT818-Sensor, der zwar etwas kleiner als der Vorgänger-LYT900 ist, aber eine neue HDR-Technologie unterstützt. Dieser Sensor kann in einem einzigen Belichtungsvorgang Pixelladungen mit drei verschiedenen Verstärkungen lesen und sie dann zu einem Bild zusammenfügen. Das Gerät unterstützt erstmals 4K-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde, was darauf hindeutet, dass vivo sich auf die Videografie in der Mobilbildgebung konzentriert.