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Chint und JA Solar beenden das Patentstreitgespräch, und die Bekämpfung der "Involution" zeigt erste Erfolge.

预见能源2025-12-01 11:51
Chinesische Photovoltaik-Riesen schließen Patentausgleich, die Branche wendet sich dem kooperativen Gewinn für alle zu.

Im Zuge der globalen Energiewende wandelt sich der einst blutige Patentstreitgerichtshof der chinesischen Photovoltaikindustrie still und leise in einen Verhandlungstisch für Kooperation und gemeinsames Gewinnieren um.

Chint Solar und JA Solar haben in der Nacht vom 29. November gemeinsam bekannt gegeben, dass beide Seiten weltweit einen Patentstreit beigelegt haben, alle damit verbundenen Rechtsverfahren beendet und eine Kreuzlizenz für TOPCon-Patente abgeschlossen haben.

Das ist bereits nach der Versöhnung zwischen LONGi Green Energy und JinkoSolar im September ein weiteres Beispiel dafür, dass in der Photovoltaikindustrie Rivalen sich zu Verbündeten machen.

Innerhalb von nur zwei Monaten haben sich vier Branchenführer von der Opposition zur Kooperation gewandt, was ein klares Signal für die "Anti-Involution" in der Photovoltaikindustrie sendet. Die gesamte Branche, die einst in einen schädlichen Preiswettlauf verwickelt war, sucht nun unter staatlicher Führung und Selbstdisziplin der Branche ein neues Gleichgewicht für einen geordneten Wettbewerb.

Unaufhörlicher Preisblutbaths: Die Branche gerät in Verlust und Lebenskampflage

Seit mehr als einem Jahr befindet sich die Photovoltaikindustrie in ihrer "düstersten Stunde". Jahresendstatistiken der Medien haben gezeigt, dass die chinesischen Photovoltaik-AGs im Jahr 2024 insgesamt Verluste von über 60 Milliarden Yuan hinnehmen mussten.

Der preisbasierte Wettbewerb ist zur Norm in der Branche geworden. Viele Unternehmen verkaufen ihre Produkte gern unter dem Kostenpreis, um ihre Liquidität aufrechtzuerhalten.

Liu Yiyang, Generalsekretär des China Photovoltaic Industry Association, beschreibt diese schwierige Situation wie folgt: "Um ein 'plötzliches Sterben' durch Kreditkürzungen der Banken zu vermeiden, hat jedes Unternehmen die 'Aufrechterhaltung der Liquidität' als überragende Überlebensstrategie festgelegt und verkauft daher gern unter dem Kostenpreis."

In diesem schädlichen "Preiswettlauf" wird kein Unternehmen sich freiwillig darum bemühen, sein Preisverhalten zu ändern. "Jeder will bis zum letzten Moment kämpfen. Auch wenn man im Klaren darüber ist, dass die Verluste je später der Kampf ist, umso größer werden."

Die Überkapazität ist das Kernproblem. Bis Ende 2024 lag die Kapazität der vier Kernbranchenketten der chinesischen Photovoltaik - Polysilizium, Siliziumscheiben, Solarzellen und Module - bei über 1.100 GW.

Nach Schätzungen des China Photovoltaic Industry Association wird selbst bei einer optimistischen Prognose der globale Bedarf an Photovoltaik in 2025 nur 600 GW betragen, wobei der chinesische Markt etwa 250 GW ausmacht.

Der gesamte globale Markt kann die unaufhörliche Photovoltaikproduktion Chinas nicht verarbeiten.

Anti-Involution: Staatliche Führung und Selbstrettung der Branche

Angesichts der schwierigen Situation hat sich im Jahr 2025 von der Zentralregierung bis hin zum Branchenverband ein "Anti-Involution"-Kampf in vollem Umfang entfaltet.

Am 1. Juli 2025 hat die 6. Sitzung des Zentralen Finanz- und Wirtschaftsrates auf strategischer Ebene die Richtung festgelegt und klar gemacht, dass die preisbasierte und ungeordnete Wettbewerb der Unternehmen gesetzlich und geregelt beseitigt werden muss, um die Branche auf einen hochwertigen Wachstumspfad zu lenken.

Rechtsmäßig hat das neu überarbeitete Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb das Verkaufsverhalten unter dem Kostenpreis eindeutig als illegal eingestuft. In Bezug auf die Umsetzung haben sechs Ministerien, darunter das Ministerium für Industrie und Informationstechnik, am 19. August eine gemeinsame Sitzung über die Photovoltaikindustrie abgehalten und schwere Schläge in vier Bereichen wie Stärkung der Regulierung, Eindämmung niedriger Preise und Normierung der Qualität ausgeführt.

Der Branchenverband hat auch an der Spitze der Selbstdisziplin gestanden. Am 14. Oktober 2024 hat der China Photovoltaic Industry Association eine "Sonderveranstaltung zur Verhinderung des schädlichen 'Involution'-Wettbewerbs in der Branche" abgehalten.

Vier Tage später wurde das Ergebnis der Veranstaltung bekannt gegeben: Alle Photovoltaikmodule, die mit einem Preis unter 0,68 Yuan pro Watt bei Ausschreibungen gewonnen haben, werden als rechtswidrig angesehen.

Dies ist die erste klare Festlegung der Kostenpreise als Grenzwert für Ausschreibungen in Form von Selbstdisziplinregeln in der Photovoltaikindustrie.

Liu Yiyang bezeichnet diesen Schritt als "Blutstillung" für die schwer verwundete Branche.

Anti-Involution zeigt erste Erfolge: Vom Preiswettlauf zur Kooperation und gemeinsamen Gewinnung

Eine Reihe von "Anti-Involution"-Maßnahmen beginnt bereits erste Erfolge zu zeigen.

Ende Oktober haben mehrere Photovoltaik-AGs nacheinander ihre Quartalsberichte für das dritte Quartal veröffentlicht. Das Branchenunternehmen LONGi Green Energy hat in den ersten drei Quartalen einen Umsatz von 50,915 Milliarden Yuan erzielt. Obwohl das konsolidierte Nettogewinn immer noch 3,403 Milliarden Yuan betrug, hat sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 47,52 % verringert. Das Unternehmen hat in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen starke Verlustreduktionen verzeichnet.

Das obere Strompolsiliziumunternehmen Daqo New Energy hat im dritten Quartal einen Umsatz von 1,773 Milliarden Yuan erzielt, was einem Anstieg von 24,75 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Unternehmen hat endlich einen Gewinn erzielt.

Der Preis von Polysilizium hat sich auch allmählich stabilisiert und wieder erhöht. Laut Daten der Siliziumbranchengruppe des China Nonferrous Metals Industry Association hat sich der Polysiliziumpreis seit Juli 2025 deutlich erhöht. Ende September lag der Preis für N-Typ kompaktes Silizium um 56 % höher als der Tiefpunkt Ende Juni.

Unter der doppelten Förderung staatlicher Führung und Selbstdisziplin der Branche hat sich der Polysiliziumpreis aus dem schädlichen Wettbewerbsbereich unter 30.000 Yuan pro Tonne auf das derzeitige rationale Niveau von etwa 55.000 Yuan pro Tonne stabilisiert.

Ein noch positiverer Wandel ist, dass die Unternehmen von Patentstreit zu technischer Kooperation wechseln.

Das Vereinbarung zwischen Chint Solar und JA Solar hat nicht nur den weltweiten Patentstreit beigelegt, sondern auch eine Kreuzlizenz für TOPCon-Patente abgeschlossen. Beide Seiten haben zugesagt, künftig keine Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf die relevanten Patente aufzunehmen.

Beide Unternehmen haben in einer gemeinsamen Erklärung angegeben: "Die Erreichung dieser Versöhnung ist eine praktische Umsetzung der beiden Seiten, um auf gerechter Grundlage zu innovieren und gemeinsam zu gewinnen. Sie setzt auch ein Vorbild für die Branche, ein gesundes und nachhaltiges Muster für die Zusammenarbeit in Bezug auf geistiges Eigentum aufzubauen."

Fazit: Der Weg ist noch lang, aber die Richtung ist klar

Eine Reihe von "Anti-Involution"-Maßnahmen haben bereits erste Erfolge gezeigt. Die Photovoltaikindustrie hat sich noch nicht ganz aus der preisbasierten Wettbewerbssituation befreit.

Nach Schätzungen von Fu Sha, Direktorin für Strategie und Integration der Energy Foundation, wird die Photovoltaikindustrie möglicherweise noch ein bis zwei Jahre brauchen, um die schmerzliche Übergangsphase zu überwinden, wenn man die Umsetzung der "Anti-Involution"-Politik und die Wettbewerbssituation auf dem Markt betrachtet.

Aber die Richtung ist klar. Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass der brutale Preiswettlauf nicht nachhaltig ist und dass man zu Kooperation und gemeinsamen Gewinnung wechseln muss.

Von schädlichem Wettbewerb zu Patentgemeinschaft, vom Preiswettlauf zur Kooperation und gemeinsamen Gewinnung - die chinesische Photovoltaikindustrie verabschiedet sich von der Involution und sucht ein neues Gleichgewicht.

Dieser Artikel stammt aus dem WeChat-Account "Vorausschau auf die Energie". Autor: Zhao Jianan. Veröffentlicht von 36Kr mit Genehmigung.